Ein guter Artikel von Stefan Riße:
www.godmode-trader.de/nachricht/...ionismus,a2763261,b605.html
"Bedeutet das nun, dass die nächste Baisse vor der Tür steht und dass es höchste Zeit zum Aussteigen ist? Nein! Denn es gibt momentan eine Menge Anlageprofis, die auf diese, ihrer Ansicht nach zu gute Stimmung verweisen, und die deshalb zwar grundsätzlich optimistisch sind, den Börsenzug aber verpasst haben, oder bereits wieder zu früh ausgestiegen sind. Sie sehnen nun einen Rückschlag herbei, der aber genau deshalb bisher nicht stattgefunden hat. Denn je häufiger ein Markt kleine Einbrüche immer wieder ausbügelt und dadurch den Eindruck vermittelt, dass es kein Abwärtspotenzial gibt, desto ungeduldiger werden die Anleger und steigen dann irgendwann schon bei kleinsten Rückschlägen ein. In dieser Phase sammeln sich dann immer mehr Haussepositionen an, während auf fallende Kurse setzende Anleger das Handtuch werfen und ihre Short-Positionen auflösen.
Quasi unbemerkt wächst so das Verkaufspotenzial an. Festzustellen ist dies vor allem, wenn der Optimismus im Markt steigt, ohne dass die Kurse noch nennenswert nach oben klettern.
Irgendwann löst diese Hängepartie bei den kurzfristig agierenden Anlegern erste Positionsglattstellungen aus, die dann weitere Stopp-Loss Verkäufe nach sich ziehen und eine Korrektur einleiten. Diese fällt dann in der Regel größer aus, als von den bis dahin unterinvestierten Anlegern erhofft und erwartet, so dass diese ihre geplanten Käufe teilweise doch nicht tätigen, weil der bis vor wenigen Tagen noch für sicher gehaltene Börsenaufschwung in Frage gestellt wird.
Dies ist dann der ideale Moment zum Einstieg, auf den ich aktuell in Bezug auf den deutschen Aktienmarkt warten würde, egal ob er jetzt bereits kommt, oder doch erst auf etwas höherem Niveau stattfindet."
Die tödliche Krankheit des Menschen ist seine Meinung, er wisse.
Michel de Montaigne