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Meldung des Tages: Der Antimon-Boom ist da – und Antimony Resources (ATMY) liefert die hochgradigste Entdeckung Nordamerikas

Anti-Lemming ist nicht in der Lage zwischen


Beiträge: 46
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Libuda:

Anti-Lemming ist nicht in der Lage zwischen

 
23.03.08 22:10
Geldmarktzinsen und Kapitalmarktzinsen zu unterscheiden - sehr traurig und sehr bescheiden.

Das wollte ich eigentlich auf dem Bärenboard posten, aber da taucht dann die Meldung auf "Stamm-Bären unter sich" und ein Posten ist nicht möglich - sehr traurig und sehr bescheiden, dass man nicht in der Lage ist, sich einer kontroversen Diskussion zu stellen.

Und wahrscheinlich müsst Ihr dieses Posting schnell lesen, denn inzwischen mailen alle Starmmbären, dass dieses Posting zu löschen ist - wiederum sehr traurig und sehr bescheiden.
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Anti Lemming:

Libuda

 
23.03.08 22:15
In meinem Posting sprach ich die Unterschiede zwischen Leitzinsen und Inflation an - genau darum ging es in der Frage, die vorher gestellt wurde.  
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Libuda:

Anti-Lemming hat immer noch nicht kapiert

 
23.03.08 22:17
dass sich die Kapitalmarktzinsen aufgrund von Angebot und Nachfrage bilden und sein "Intimfeind" Bernanke, der schlicht und einfach seinen Job macht, wie die Klofrau und der Pizzabäcker, auf den Kapitalmarktzins kaum Einfluss hat.

Anti-Lemming hat sich offensichtlich noch niemals in seinem Leben Verläufe von Geldmarktzinsen einerseits und Kapitalmarktzinsen andererseits angesehen, die durchaus in nicht wenig langen Perioden entgegengesetzt verlaufen können.
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Stöffen:

Geht's wieder los?

2
23.03.08 22:21
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Libuda:

Was Anti-Lemming außerdem noch nicht kapiert hat

 
23.03.08 22:30
ist, dass ein Vergleich von Leitzinsen und Inflationsraten unsinnig ist. Was man vergleichen kann, sind die Kapitalmarktzinsen und die Inflation. Und da haben wir in der Tat seit einigen Jahren sehr niedrige reale Kapitalmarktzinsen, auf die aber Bernanke fast keinerlei Einfluss hat, denn die Zinsen auf den Kapitalmärkten sind eben das Ergebnis von Kapitalnachfrage und Kapitalangebot.

Und jetzt kommt die frohe Botschaft für alle Aktionäre: Zu niedrigen realen Kapitalmarktzinsen gehören hohe KGV's - von denen sind wir aber meilenweit entfernt sind und deshalb ist das Potenzial auf den Aktienmärkten so sensationell wie nie in den letzten 50 Jahren.

Immobilienmärkte und alternative Anlagen haben darauf schon reagiert und dabei überreagiert. Die Kohle, die in diese Märkte und die jetzt abkackenden Rohstoffmärkte geflosen ist, landet bald bei den Aktien.

Mein Rat: Vorher sollte man schon drin sein und nicht wie Anti-Lemming seit 2003, als der DAX bei 2.300 stand, auf seine Einstiegschance warten.
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Anti Lemming:

Was Libuda noch nicht kapiert hat

5
23.03.08 22:43
sind die wirtschaftlichen Realitäten in USA. Wenn die überhaupt zu einem Aufblähen der KGVs führen - KGV ist der Aktienkurs geteilt durch den Aktiengewinn, also der Quotient K / V - , dann nicht durch Vergrößerung des K (wie Libuda hofft), sondern durch drastische Verminderung des G (weil die Gewinne wegbrechen, da kaum noch Geld in den Konsum fließt).

Libudas Lieblingsthema - das Verhältnis von Renten- und Aktien-KGV, auch bekannt als "Fed-Modell" - interessiert niemanden, dem das Haus unterm Hintern wegbrennt.
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Libuda:

Über die Realität, die ganz anders asssieht

2
23.03.08 22:50
als die Fantasie von Anbetern des Weltuntergangs.

US-Fondsmanager Jordan Kimmel zur Realität:  

"Die Realität ist, dass 84% in den Vereinigten Staaten mit ihrem Leben und Job zufrieden sind. 95% aller Hypotheken werden bezahlt. Das System funktioniert also größtenteils."

(nachzulesen in Euro am Sonntag von heute)


Fazit: Joe Sixpack und Lieschen Müller kann es egal sein, wenn hoffentlich einige Bear Stearns-Zocker nicht mehr in New York Porsche fahren können - die sind nun einmal nicht der Nabel der Welt, sondern Lieschen Müller und Joe Sixpack.    
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Libuda:

Wo steht der Dow Jones am Jahresende?

2
23.03.08 22:53
   

   

Euro am Sonntag: Wo steht der Dow Jones am Jahresende?

Kimmel: Mein Optimismus wird sie überraschen, aber ich glaube, dass wir einen weitaus höheren Markt sehen werden. Die Leute fragen sich derzeit eher, wo sie investieren sollen, statt wo sie ausssteigen sollen. Und es gibt noch immer sehr viel Barvermögen. Und das wichtigste ist natürlich die richtige Aktienauswahl.

Im Prinzip stimme ich Kimmel zu, meine aber, dass es gar nicht so sehr auf das Stockpicking ankommt, denn die Aktienmärkte werden weltweit generell steigen. Allerdings würde ich massiv aus den überzockten Rohstoffwerten rausgehen und in Technologieaktien umschichten, die im Vergleich zu den Wachstumsraten beim Umsatz, die sie trotz aller Unkenrufe noch schaffen, viel zu niedrig bewertet werden. Bei den Rohstoffwerten macht sich jetzt langsam das eherne Gesetz bemerkbar, dass Preise nicht um ein Drei- und Vierfaches über den Produktionskosten liegen können. Und die Umstrukturierung zu weniger Ressourcenverbrauch schreitet voran, denn man ändert ja materialfressende Konstruktionen und Produktionsprozesse nicht über Nacht, aber bei der nächsten Konstruktion und beim Ersatz von Anlagen doch, was seine Zeit braucht. Aber die Zeit scheint gekommen zu sein, wieviel Räder Jim Rogers beim Unterjubeln seine überzockten Produkte an Lieschen Müller und Joe Sixpack auch schlägt.    

Entgegen oft geäusserten Sättigungsbehauptungen, bin ich der Auffassung, dass große Bereiche des Technologiesektors ihre stärkste Durchdringungsphase noch vor sich haben. Während man im Rohstoffbereich hier immer die bevölkerungsreichen Schwellenländer ins Spiel bringt, lässt man die seltsamerweise bei Betrachtungen über den Technologiesektor außen vor. Meines Erachtens hat hier die kurzfristige Sättigung/Übersättigung in den entwickelten Ländern um 2000, einhergend mit gigantischen Überinvestitionen in diesem Bereich die Geister verwirrt.    
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Stöffen:

Auf deinen Schwatz kauf ich keine Bahnsteigkarten

12
23.03.08 22:54
Libuda, die Financials haben in 2007 mit ihren Gewinnen, welche eben auch auf den Einsatz starker Kredithebelungen zurückzuführen waren, getoppt, und es gilt seriöserweise anzunehmen, dass die Gewinne dieses Sektors künftig hier stark zurückgehen werden. Die Gründe als auch Probleme hierfür sind recht eindeutig und wohl auch bekannt.

Da die Börse aber nicht zuletzt Unternehmens-Gewinne bewertet und nicht das Gejohle irgendwelcher Ariva-User, so dürfte doch auch eigentlich klar sein, dass bei der Gewichtung der Financials in den Aktien-Indizes der Weg zu neuen Kurshöchstständen a la Dax 10000 somit vorerst eigentlich verbarrikadiert ist. Wie sollte das auch zusammenpassen, ist man geneigt zu fragen. Die Gewinne fallen bereits rapide in großem Umfang (wie aktuell z.B. schon von Goldman Sachs und Lehman Bros. veröffentlicht) und die Börsen sollen im hohen zweistelligen Prozentbereich zulegen? Was wir in näherer Zukunft sehen werden, das sind eher Erholungs- bzw. Erleichterungsrallies. Eine Hausse, welche auf gesunden Füßen steht, sieht anders aus.

Mal ganz abgesehen davon, dass sich die Bankenkrise aufgrund vielfach angeschlagener Bilanzen weiterhin verschärfen könnte und dadurch weitere Banken ins Trudeln geraten. Denn möglicherweise haben wir bis jetzt auch nur die Spitze eines Eisbergs gesehen, auf zukünftige Wertberichtigungen darf man daher gespannt sein. Solange die faulen Kredite nicht komplett aus den Bilanzen sind, solange der Markt hier keine Transparenz hat, werden auch die Banken weiterhin äußerst vorsichtig bei der Geldverleihe sein und das wird zweifelsfrei dementsprechende Folgen für die restliche Wirtschaft haben. Und es wird klarerweise sicherlich nicht bereits alles im nächsten oder übernächsten Monat wieder im Reinen sein.

Und noch mal einen Einwurf zu deiner mittlerweile prognostischen Blauäugigkeit, welche ja schon fast Purzelbäume schlägt:

Es wird mir noch längere Zeit im Gedächtnis haften bleiben, wie du nach der Bekanntgabe der Bear Stearns-Übernahme durch JP Morgan am 16.03. gejohlt hast:

So Leutz, jetzt aber wirklich volle Kante, aber nun wirklich bis zum Anschlag einsteigen, Dax morgen bei 7000!!!

Dein Thread starb, als der Dax am Tag darauf um 4% abkackte. Aber so bist du nun mal halt, bei dir ist leider sehr oft der Wunsch der Vater des Gedankens.

Denn wenn ein Zug-Schaffner an irgendeinem Bahnhof „Alles einsteigen“ ruft, so macht das ja noch Sinn, weil der Zug wohl danach wirklich rasch abfährt. Aber wer, so wie du mehrfach in den letzten Monaten, unreflektiert zum Einstieg an die Börse bläst, nun, da würde ich mir mittlerweile noch nicht einmal mehr 'ne „Bahnsteigkarte“ drauf kaufen.
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meistermind:

KGV und Kapitalmarktzins

2
23.03.08 23:01
Der KGV ist der Quotient aus aktuellem Marktwert des Eigenkapitals (Marktkap.) und dem Gewinn einer Periode.

Der Marktwert des EK ergibt sich nach Fundamentalmodell der Aktienbewertung aus den (erwarteten) zukünftigen discontierten freien Cash Flows. Der Diskontierungszinssatz ist der Kapitalmarktzins. Und in der Tat gilt: ist dieser Zinsatz klein, so wird der Marktwert erhöht. Dies wiederum führt zu höheren KGVs.

Der Kapitalmarktzinssatz bildet sich durch Angebot und Nachfrage und liegt höher um die Risikoprämie höher als der risikofreie Zins am Geldmarkt. Sinken die Geldmarktzinsen wird, bei gleichem Risiko, der Kapitalmarktzins ebenfalls sinken.  
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Libuda:

Was bei Anti-Lemming und leider auch bei

2
23.03.08 23:25
Dir kritistiert werden muss, ist die Annahme, dass Geldmarktzinsen und Kapitalmarktzinsen gleich verlaufen.

Der von der Notenbanken stark beeinflusste Geldmarktzins ist nur einer von vielen Bestimmungsfaktoren des Kapitalmarktzinsen. Sinkt der Geldmarktzins, so werden Anleger auf den Kapitalmarkt abwandern, das wirkt dort kurssteigernd und führt dort somit auch zu einem niedrigeren Kapitalmarktzins. Diesen Effekt bezeichnet man auch als den Sickereffekt.

Auf der anderen Seite erhohen sinkende Geldmarktzinsen aber auch die Inflationserwartungen. Und da höhere´Inflationserwartungen in den Kapitalmarktzins eingepreist werden, wirkt dies auf Kapitalmarktzins zinssteigernd.

Auf kurze Sicht haben diese beiden oben beschriebenen Effekte Einfluss. Je nachdem, welcher Effekt stärker ist, haben wir unter diesen kurzfristigen Aspekten einen Gleichlauf oder eine entgegengesetzte Bewegung von Geldmarkt- und Kapitalmarktzinsen.

Auf längere Sicht kommen aber noch weitere Fakoren hinzú: die strukturellen Faktoren. Und von diesen wurde der Kapitalmarktzins massiv nach unten getrieben. Auf der Angebotsseite haben wir hier die weltweit höchsten Sparraten seit Adam und Eva, denn in einigen großen Schwellenländer sparen die Einwohner aufgrund der gestiegenen Einkommen und der noch nicht ausgebauten Alterversicherungssystem bis zu 40% des Einkommens. Auf der Nachfrageseite haben wir ebenfalls nur zinssenkende Faktoren: Die Firmen brauchen als Gesamtheit keine Kredite, denn erstmals in der Geschicht können die Unternehmen als Gesamtheit ihre Investition aus dem eigenen Cash Flow stemmén und werden somit - eigentlich unvorstellbar - zum Anbieter von Kapital (was übrigens die Story von der Kreditklemme als Lachnummer der Weltuntergangsmafia entlarvt). Und der Kreditbedarf der Staaten hat sich massiv veringert, der Steinbrück macht keine neuen Schulden mehr und in anderen Ländern ist es genauso.
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Mouton:

Libuda weiß leider nicht,

3
23.03.08 23:31
dass viele Banken noch ne Menge Mist in ihren Büchern haben und sich die Situation in den letzten 3 Monaten noch verschlechtert hat. Ich habs schon mal in einem anderen thread geschrieben. Wartet mal die Zahlen einer großen süddeutschen Landesbank Anfang April ab, ob die nicht noch schlechter als erwartet sind. Mehr kann und will ich dazu nicht sagen.  
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astrid isenberg:

und die sparkassen....

 
23.03.08 23:36
raiffeisenbanken..............
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Mouton:

da will ich nicht wissen,

 
23.03.08 23:39
was die Sparkasse Köln Bonn an Wertpapieren ins Anlagevermögen umgwidmet hat, um Abschreibungen zu vermeiden.  
Antworten
Libuda:

Was die meisten Banken inzwischen haben

3
24.03.08 09:57
sind gigantische Stille Reserven, da sie idiotisch hohe Abschreibungen vorgenommen haben bzw. eventuell von idiotischen Aufsichtsbehörden, die vorher nicht aufgepasst haben, bedrängt/gezwungen.


Ich habe weiter oben denUS-Fondsmanager Jordan Kimmel die Realität beschreiben lassen:  

"Die Realität ist, dass 84% in den Vereinigten Staaten mit ihrem Leben und Job zufrieden sind. 95% aller Hypotheken werden bezahlt. Das System funktioniert also größtenteils."

Wenn 95% aller Hypotheken in den USA bezahlt werden, sind die vorgenommenen Abschreibungen Schwachsinn und werden zu vermutlich 70%-90% in den nächsten Quartalen und Jahren als außerordentliche Gewinne auftauchen.
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Mouton:

Sorry Libuda,

9
24.03.08 10:48
aber das ist totaler Quatsch. Die Banken haben Milliarden € an Wertpapieren von der Liquiditätsreserve ins Anlagevermögen umgewidmet, um genau diese Abschreibungen zu umgehen. Daher bestehen derzeit stille Lasten, die sich in den ersten drei Monaten noch ein gutes Stück erhöht haben. Diese Umwidmungen gehen natürich nur so lange genügend Liquidität da ist. Eine IKB oder eine SachsenLB hat ihre Liquidität schon lange ausgereizt und muss daher abschreiben. Glaubs mir, ich bekomms live mit.
Antworten
astrid isenberg:

mouton, da sage ich nur bayrische LB::::::

 
24.03.08 10:55
Antworten
MikeOS:

Die Bären haben sich auf die amerikanischen Indize

 
24.03.08 11:06
z eingeschossen. Das Put-Call-Ratio lag am Donnerstag bei 1,65. Mit anderen Worten: Kann schon sein, dass hier einige Bären demnächst gewaltig einbrechen. Die Kurse am Donnerstag bei den Indizes kann man wegen des großen Verfalls an den Terminmärkten sowieso getrost vergessen.
Antworten
Mouton:

genau auf diese Zahlen

 
24.03.08 11:07
bin ich gespannt. Die Wahrscheinlichkeit einer negativen Überraschung ist hier sehr hoch. Die "gesündeste" Landesbank ist derzeit die LBBW. Meiner Meinung nach wird diese langfristig alle anderen Landesbanken schlucken.
Antworten
Libuda:

Mouton erzähle uns keine Märchen

 
24.03.08 14:02
und mache Dich über die Rechnungslegung sachkundig bzw. erzähle uns keine 100 Jahre alten Geschichten, die Dir vielleicht Dein Buchführungslehrer, der die letzten 20 Jahre zu faul war, sich weiterbilden, aus Angeberei zum besten gegeben hat.

Nach dem deutschen HGB bilanziert keine US-Bank und keine internationale Bank und alle börsennotierten Banken in Deutschland legen einen Rechnungsabschluss nach IAS bzw. IFRS vor, dort gibt es das von Dir beschriebene Wahlrecht nicht.

Mach Dich also sachkunding und poste hier keine falschen Behauptungen.
Antworten
Mouton:

Ich arbeite als Wirtschaftsprüfer bei

 
24.03.08 14:37
Banken und muss mir deinen Stuss nicht länger antun.  
Antworten
Libuda:

Arme Banken

 
24.03.08 14:44
kann man nur sagen.

Oder stehen die Banken nur in einem Park?
Antworten
Libuda:

Nach dieser Lekture werden Ihr schnell

 
24.03.08 14:50
erkennen, dass es Mouton vermutlich mit den Banken im Stadtpark zu tun hat.

Verbindlichkeit der IFRS  
]
Mitgliedstaaten der EU: Rechtsverbindlichkeit erlangen die IFRS erst durch ihre Anerkennung ("endorsement") durch die Europäische Kommission. Die EU-Kommission hat mit Verordnung vom 29. September 2003 alle internationalen Rechnungslegungsstandards, die am 14. September 2002 vorlagen, mit Ausnahme von IAS 32 und IAS 39, sowie die entsprechenden Interpretationen übernommen. Diese EU-Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat; damit wurden die Standards automatisch zu nationalem Recht. Die Anerkennung neuer oder überarbeiteter IFRS für die EU erfolgt durch ein besonderes EU-Rechtsetzungsverfahren, der Komitologie. Hierbei legt die Kommission ihren Vorschlag für die Anerkennung (oder Ablehnung) eines IFRS einem Regelungsausschuss (Accounting Regulatory Committee – ARC) vor. Dieser besteht aus Vertretern der Mitgliedstaaten unter Vorsitz der Kommission. Stimmt der Ausschuss dem Anerkennungsvorschlag der Kommission zu, trifft die Kommission die Vorkehrungen für die Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes in der EU mittels EU-Verordnung.

Nach der Verordnung (EG) Nr.1606/2002 vom 19. Juli 2002 (ABl EG L 243/1 v. 11. September 2002) haben Gesellschaften, die dem Recht eines Mitgliedstaats unterliegen und deren Wertpapiere zum Handel in einem geregelten Markt in einem der Mitgliedstaaten zugelassen sind (kapitalmarktorientierte Unternehmen), ihre konsolidierten Abschlüsse für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2005 beginnen, nach IFRS aufzustellen.

Der deutsche Gesetzgeber hat mit dem Bilanzrechtsreformgesetz (BilReG) die Verpflichtung zur Anwendung der IFRS auch auf die Unternehmen ausgedehnt, deren Wertpapiere zwar noch nicht gehandelt werden, die sich aber im Zulassungsprozess befinden.
Unternehmen, die aufgrund einer Börsennotierung außerhalb der EU verpflichtet sind, ihren Konzernabschluss nach anderen international anerkannten Rechnungslegungsstandards aufzustellen (derzeit nur US-GAAP) und Unternehmen, von denen nur Schuldverschreibungen, aber keine Aktien gehandelt werden, wird eine Übergangsfrist zur Umstellung auf die IFRS bis 2007 eingeräumt.
Die EU veröffentlicht die anerkannten IFRS im Amtsblatt der Europäischen Union in allen Amtssprachen der Europäischen Union. Nach der EU-Verordnung sind die IFRS aber nicht, wie in IFRS selbst vorgeschrieben, in der englischen Originalfassung verbindlich, sondern in der Amtssprache des jeweiligen Mitgliedstaates. Damit ist für deutsche Unternehmen im Rahmen der EU-Verordnung die im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlichte deutsche Fassung der IFRS verbindlich. Die EU nimmt die Übersetzung der IFRS in die Amtssprachen teilweise selbst vor. Es werden immer wieder Klagen über die mangelnde Qualität dieser EU-Übersetzung geäußert.


Unterschiede zu nationalem Recht

Der wesentliche Unterschied zu den Rechnungslegungsvorschriften des HGB besteht darin, dass nicht mehr Gläubigerschutz und Kapitalerhaltung, sondern Informationen für Stakeholder im Vordergrund stehen. Insbesondere den Investoren am Kapitalmarkt sollen die Informationen zur Verfügung gestellt werden, die sie für ihre Anlageentscheidungen benötigen. Dieser Bilanzzweck ist Hintergrund des angloamerikanischen Grundsatzes "true and fair view/fair presentation", der über Art. 2 der 4. Gesellschaftsrechtlichen EG-Richtlinie 78/660 in § 264 II HGB seinen Niederschlag gefunden hat. Danach hat der Jahresabschluss der Kapitalgesellschaft "ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage" des Unternehmens zu vermitteln. Nach herrschender Ansicht tritt dieser Grundsatz allerdings hinter den Einzelvorschriften der §§ 265 ff. HGB und hinter den GoB zurück, so dass es sich entgegen der angloamerikanischen Konzeption des "true and fair view" nicht um ein "overriding principle" handelt. Andernfalls würde man in fast allen Fällen zu einer Erhöhung des Eigenkapitals und des Jahresergebnisses gelangen. Einzelabschlüsse nach IFRS sind - im Gegensatz zu Konzernabschlüssen - nicht befreiend, es muss also in Deutschland eine zusätzliche Handelsbilanz aufgestellt werden, die z.B. bei Aktiengesellschaften die Gewinnausschüttung begrenzt und als Grundlage für die Steuerbilanz - die nach den handelsrechtlichen GoB aufzustellen ist - und damit der Besteuerung dient. In anderen europäischen Ländern (z.B. den Niederlanden) wird dieser doppelte Aufwand durch Anwendung unterschiedlicher Besteuerungsregeln auf den IFRS-Abschluss und Reduktion der Ansatzwahlrechte vermieden und hierdurch ein relativer strategischer Standortvorteil erzielt.

Als technischer Unterschied in der Kodifizierung der Vorschriften ist das HGB als Code Law ausgestaltet, was eine weitgehende Abstraktion als Ziel und zumeist eine Interpretation bezogen auf den Einzelfall zur Notwendigkeit hat. Die IFRS sind hingegen als Case Law geschrieben, um möglichst viele und alle erdenklichen Einzelfälle zu erfassen. Dieser Unterschied wird bereits in Umfang und Fülle der Vorschriften deutlich. Während die relevanten Vorschriften des Dritten Buchs des HGB je nach Drucklegung nur 50 Seiten umfassen, sind die IFRS i. d. R. bis zu 1.000 Seiten stark. Allerdings gibt es beim IASB deutliche Bemühungen, die IFRS ausschließlich prinzipienorientiert und nicht sachverhaltsspezifisch auszugestalten. Doch birgt dies gewisse Risiken hinsichtlich der weltweiten Einheitlichkeit der Auslegung. International gibt es außer dem IFRIC kein Gremium, das ähnlich dem deutschen Institut der Wirtschaftsprüfer für eine einheitliche Auslegung prinzipienorientierter Regeln sorgen könnte.

Antworten
gogol:

Ich finde es lustig wie ihr euch in den Büchern

 
24.03.08 15:07
der banken auskennt, ich glaube eine bessere gelegenheit haben die nieten von bankmanager schon lange nicht mehr bekommen um ihren leichenkeller auszuräumen, denn im moment fragt doch keiner ernsthaft nach dem grund des minus, alles wird unter suppenkrise verbucht und alle machen mit
irgendwann wird festgelegt, die krise ist beendet und diverse kleinanleger werden aufs neue beschissen
oder wie sah es in japan aus ??
auf unserem Planeten gibt es nur Propheten
Antworten
Mouton:

Dann schau mal genau nach

3
24.03.08 15:10
und dann siehst du, dass alle Landesbanken zuerst mal nach HGB bilanzieren bzw. ihre Ausschüttungen nach HGB berechnen. Steht ja auch oben teilweise drin. Und mir gehts hier um die Landesbanken und da bestehen nach HGB erhebliche stilleLasten. Außerdem schon mal was von fair value option nach IFRS gehört? Tschüsschen
Antworten
Libuda:

Gogol: Von den Investmentbängstern wurden

 
24.03.08 18:28
Klein- und Großanleger gleichermaßen beschissen. Die sind unsinnige Risiken eingegangen, umd ihre Gehälter zu steigern, müssen dann aber die später von ihnen verursachten Verluste nicht tragen.

Ich gehe nicht davon aus, dass die Banken es selbst schaffen, diese Mechanismus zu ändernt, denn die einen Vorstände sitzen in den Aufsichtsräten der anderen und umgekehrt. Daher bleibt leider nur der Staat zur Entmachtung der Bänkster. Dass dies die Aktionäre tun könnten, wie man in den Zeitungen lesen kann, ist naiv oder von den Bängster gekauft, die ja Journalisten und ganze Redaktionen schmieren, Wahlen finanzieren und vieles mehr.
Antworten
gogol:

du machst einen Fehler

 
24.03.08 18:39
+++++++die Kleinanleger haben zu 99% mit ihrem eigennen geld spekuliert++++
auf unserem Planeten gibt es nur Propheten
Antworten
pfeifenlümmel:

Bin zwar kein Bilanzfritze wie Mouton,

2
24.03.08 18:58
aber eines dürfte doch wohl klar sein: Die Banken leihen sich gegenseitig kaum Geld. Warum wohl? Weil sie alle wissen, dass noch eine Menge Leichen im Keller liegen!
Antworten
Libuda:

Zunächst einmal ist das eine

 
24.03.08 19:37
unbelegte Behauptung, sie leihen sich vielleicht 10% weniger als früher oder vielleicht sind es gar nur 5%.

Aber das ist eigentlich kein Problem. Banken, die Geld übrig haben, legen 5% oder 10% des Geldes, das sie früher auf dem Geldmarkt angelegt haben, bei der Zentralbank an - statt wie bisher auf dem Geldmarkt. Und dort leihen sich andere Banken 5% oder 10% des Geldes, das sie sich bisher vom Geldmarkt geholt haben, bei der Zentralbank.

Was daran so dramatisch sein soll, ist für mich nicht nachvollziehbar. Dass die publicitygeile Journaillie das dann als sensationelle Geldspritzen verkauft - nunja, das ist ihr Geschäft und um die Sache geht es bei solchen Meldungen wohl nicht. Vielleicht kann es auch gar nicht um die Sache gehen, denn viele dieser "Wirtschaftsjournalisten" haben eben lediglich 10 Sylvester bei Prof. Ast in der Baumschule "studiert".
Antworten
Libuda:

Langsam dämmert es den Märkten

 
25.03.08 10:26
dass statt Pfeiffellümmels Leichen gigantische Stille Reserven in den Kellern liegen, die durch unsinnig hohe Abschreibungen entstanden sind.

Denn es macht nun einmal keinen Sinn, wenn nur 5% der US-Hypotheken notleidend sind, 40% abzuschreiben.
Antworten
Zechpreller:

Fazit?

 
25.03.08 10:45
"Joe Sixpack und Lieschen Müller kann es egal sein, wenn hoffentlich einige Bear Stearns-Zocker nicht mehr in New York Porsche fahren können - die sind nun einmal nicht der Nabel der Welt, sondern Lieschen Müller und Joe Sixpack."

Die Realität sieht aber so aus, daß die Investmentbanker weiter Porsche fahren, auch wenn ihr Arbeitgeber pleite ist und Joe Sixpacks Haus unter den Hammer kommt, weil er Zins und Tilgung nicht bezahlen kann. Und bei Lieschen Müller in D. kommt der Aufschwung nie an, weil die Regierung durch Steuern und Abgaben alles einsammelt, was nicht schon die Inflation aufgefressen hat.
Antworten
topoderflop:

@ Libuda

 
25.03.08 10:54
du willst doch nicht ernsthaft behaupten, dass jemals eine Aktiengesellschaft "riesige Reserven" hatte und diese nicht in der Bilanz beim Ergebnis eingerechnet waren. warum sollte eine AG durch unnötige Abschreibungen ihren Kurs drücken???
Tut mir leid, aber deine Version hört sich nach "verzweifeltem Bullen" an.

Gruß
Antworten
Kritiker:

Ach ja, die Banken !

 
25.03.08 10:58
Bei denen sind die eigenen "Handgranaten" innerhalb explodiert.
Jetzt haben sie eine Krise!
Und blöken, wie ein Kalb, das seine Mutterkuh verloren hat.
Und die ganze Welt soll sich nun nur um die "armen" Banken kümmern und drehen.

Doch, was von den Bären übersehen wird, die Banken produzieren nichts!
Sie hängen sich nur an die Wirtschaft an.
Ist die Wirtschaft im Aufbau 1950 - 1970 werden massig Kredite gebraucht, den Banken geht es gut.
Finanziert sich die Wirtschaft selbst, verdienen die Banken vor allem am Gelddurchlauf.
Sichtbar durch den vielen Schrott, der von ihnen angeboten wird.

Fazit: die Banken sind nicht die Welt, und Geld ist nur ein Zahlungsmittel.
Die Wirtschaft lebt von Produktion, Verteilung und Konsum; darüber noch von Wertschaffung.
Eine Bank ist hierzu nur Hilfsmittel, aber nicht absolut notwendig.

Demnach, die Bankenkrise ist nur durch Geschrei eine Krise, eine globale ist sie nicht.
Neu ist für diese, daß es auch ihnen einst schlecht gehen kann, worüber sie bisher nur gelächelt haben.
Und damit sind die banker psychisch gestört.

Es wird nicht mehr so leicht sein, fremdes Geld unbedenklich zu verramschen. Und das ist jetzt ihr Problem.
Aber es ist nicht das Problem aller Aktionäre! - Kritiker
Antworten
DeadFred:

Nachtrag zu Lieschen Müller

 
25.03.08 11:01
Hi ,
eigentlich habe ich in diesem Thread ja nichts zu suchen, hier finde ich nichts um meine Gewinne zu optimieren und verschwende meine Zeit, sei´s drumm, trotzdem mal eine Bemerkung zu Lieschen und Joe:

Lieschen Müller wird  nie auf einen grünen Zweig kommen, weil sie über keine Finanzplanung verfügt und auf die falschen Berater hört. Sie führt keine Steueroptimierung durch und geht die falschen Risiken ein.

Joe hat über seine Verhältnisse gelebt und sich ein Haus auf Raten finanziert die er nicht zahlen kann. Dies ist ein Fehler, dafür muss er zahlen. Es geht mir dabei nicht um Gerechtigkeit sondern um die zwingende Logik...

nur mit der kalten Logik und der Unterdrückung von Gefühlen im Finanzbereich können Joe und Lieschen aus ihrer Opferposition herauskommen.

Eine gute Übung zum Emotionshandling ist aus meiner Sicht das Posten von Bemerkungen bei Ariva. Es ist immer wieder schwer nicht emotional zu werden sondern auf der Ebene zu bleiben die uns alle hier vereint:

Noch mehr Geld in noch kürzerer Zeit zu verdienen

regards

Fred
Antworten
Mouton:

Ein Vorgeschmack auf das,

 
25.03.08 13:22
was bei der BayernLB kommen könnte. Wie bereits oben von mir angekündigt, hier erste News von der BayernLB. Nach Libudas Geschreibsel werden hier aber nur gewaltige stille Reserven gebildet. Von Bankenkrise also weit und breit keine Spur.

BayernLB könnte 3,8 Milliarden Euro verlieren – CSU-Chef unter Druck
Bangen und Zittern in München: Die BayernLB könnte nach Berechnungen der Ratingagentur Moody's doppelt so viel Geld durch die Subprime-Krise verlieren wie angekündigt – CSU-Chef Huber muss sich auf neue politische Attacken gefasst machen.

weiter: www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,543234,00.html
Antworten
metropolis:

Deadfred

 
25.03.08 13:29
Sorry, wenn du wirklich diese Einstellung hast "Noch mehr Geld in noch kürzerer Zeit zu verdienen" - Genau die hat nämlich in den Chefetagen der Banken dafür gesorgt, dass wir nun mächtig in der Sch...e stecken. Hoffentlich lernst du auf die harte Tour an der Börse wie beknackt dein Spruch ist. Denn leider lernt der Mensch nur duch Schmerz.

Übringens  ist es kein Wunder wenn du nichts für die Gewinnoptimierung bei ARIVA findest. Die endet nämlich meist in Gewinnminimierung. Wer zuviel will, den bestraft der Leben. Also immer schön bescheiden bleiben, dann wird das auch was mit dem Reichtum.
Antworten
Mouton:

Noch zur Info

3
25.03.08 13:42
Hierbei handelt es sich um den IFRS-Abschluss. GuV-wirksam werden daher wohl nicht die vollen 3,8 Mrd, da je nach Zuordnung das meiste wohl in die Neubewertungsrücklage fliesst. Erst wenn dann ein Impairment vorliegt, wirds GuV-wirksam und belastet das Ergebnis. Nach HGB werden die Abschreibungen wie oben bereits beschrieben durch die Umwidmung vermieden. Jeder kann sich nun selbst ausrechnen, obs hier stille Lasten oder Stille Reserven gibgt. Ich weiß nur eins, dass die Banken derzeit sehr nervös sind.
Antworten
obgicou:

Accounting-Kunstgriffe

 
25.03.08 16:02
gibt's noch mehr als das Umwidmen; in Mode kommt gerade das Ziehen der Fair-Value-Option auf der Passiv-Seite; also das Bewerten von eigenen Verbindlichkeiten/Schulden nicht zu 100 sonderm ihrem aktuellen Marktwert; eigetnlich nicht verwerflich sollte man denken;

das Perverse daran:
Steigt die Wahrscheinlichkeit einer eigenen Pleite, steigen auch die eigenen Credit-Spreads und damit steigt der Dikontierungssatz für die Schuld-Cashflows, daher sinkt der Fair-Value der Schulden und man macht Gewinn; Lehman hat so im letzten Quartal satte 600 Mio eingestrichen; bei 489Mio Quartalsgewinn insgesamt, hat diese Methode also Leham ins Plus gehievt.

globaleconomicanalysis.blogspot.com/2008/...hmans-balance.html
Antworten
Contrade 121:

@mouton...

 
25.03.08 16:13
vergiß' nicht zu erläutern, dass die Neubewertungsrücklage das EK der Banken mindert. Somit ist die Variable am Schmilzen, die die notwendige Maße zur Generierung von Neugeschäft benötigt wird. Würden sich alle Banken nach Basel II richten, dann hätten wir erst recht einen Credit-Crunch.

@Libuda - ein bisschen Nachhilfe würde nicht schaden!    
Antworten
pfeifenlümmel:

zu # 30

 
25.03.08 20:31
Die Leichen fangen an zu stinken und für die Bestattungskosten fehlt das Geld.
Antworten
Libuda:

Mam muss nicht jedes Gestammel

 
25.03.08 22:23
von Bank-Azubis im zweiten Lehrjahr, die einen auf Wirtschaftsprüfer machen, kommentieren.

Man muss sich eben nur die Kursentwicklung der meisten Banken von heute ansehen - und das, obwohl nach meiner Meinung Investmentbanken kein nachhaltiges Geschäftsmodell haben. Eines wird aber mehr und mehr klar: Statt Leichen haben die meisten Banken inzwischen durch überdimensionierte Abschreibungen riesige Stille Reserven im Keller liegen, die in den nächsten Monaten und Jahren gigantische außerordentliche Gewinne fabriziernen werden.
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Libuda:

Ursache für diese idiotischen Abscrheibungen

 
25.03.08 22:30
ist eine idiotische Marktgläubigkeit.

Kredite sollte man nach ihren Ausfallwahrscheinlichkeiten bewerten - das ist seit Adam und Eva so gewesen. Bis dann einige Amis ausgeflippt sind und nach Marktpreise gesucht haben, die es für Kredite nun einmal nicht gibt. So sind sie dann auf Indices wie den iTraxx und anderen Unfug gekommen, die mit Kreditausfallwahrscheinlkeiten so wenig zu tun haben wie Nachfrage nach Viagra mit den Preisen von Mobilat.

Resultat sind dann Abschreibungen für Hypotheken in Höhe von 40%, obwohl nur 5% der Kredit notleidend sind, die zudem noch nicht einmal komplett ausfallen, weil daa Grundstück haftet und außerdem die persönliche Haftung gegeben ist. Langsam dämmert es aber einigen doch, dass das so ist.
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Mouton:

LoL

3
26.03.08 07:28
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obgicou:

@Libuda

5
26.03.08 09:08

Kredite sollte man nach ihren Ausfallwahrscheinlichkeiten bewerten - das ist seit Adam und Eva so gewesen.

Resultat sind dann Abschreibungen für Hypotheken in Höhe von 40%, obwohl nur 5% der Kredit notleidend sind,


Du scheinst weiterhin zu glauben, daß da auf eine Hypothek, bzw. auf einen Kredit abgeschrieben wird; das ist nicht der Fall; vielmehr wird auf die nach Ausfallwahrscheinlichkeit zerlegten Tranchen, von hunderten Hypotheken abgeschrieben; die BBB-Tranchen fallen i.d.R. bei Ausfällen von 2-6% in den Grundgeschäften komplett aus.
Unter secinfo.com kannst Du zu jedem einzelnen CDO aus den ABX-Indizes die Konditionen, insbesondere die Ausfallregelungen anschauen. Das solltest Du vielleicht mal machen; dann wird Dir klar werden, daß eine BBB-Tranche, die z.B. bei Ausfall von 4,5% der Schuldner 0 Dollar zurückzahlt, nicht mit 95 bewertet sein kann, sondern eher um 15-20.

Ich hatte Dich übrigens schon einmal auf diese Fehleinschätzung hingewiesen:
http://www.ariva.de/Libuda_t318757?pnr=3980273#jump3980273

Natürlich kann man an Gründe glauben, wieso die vorgenommenen Abschreibungen zu hoch sind; aber das sind eher solche wie, "die Regierung wird schon vor oder nach der Wahl die notleidenden Hauseigentümer auslösen", oder "die FED oder die Agencies kaufen irgendwann den ganzen Schrott zu 100 auf".

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Stöffen:

Wer an das Geschreibsel von Libuda glaubt

6
26.03.08 09:15
der glaubt wahrscheinlich ebenfalls an die 16 Gebote ;-)))

        1.§Das Finanzsystem ist sicher
        2.§Derivate reduzieren die Volatilität
        3.§Die Chinesen werden im Olympiajahr keine sinkenden Aktienkurse zulassen
        4.§Die BRIC-Staaten haben sich von der Weltwirtschaft abgekoppelt
        5.§Die Amerikaner lieben freie Märkte
        6.§Die Schweizer sind vorsichtig
        7.§Die besten Derivate-Händler kommen aus Frankreich
        8.§Private Equity Firmen tragen zum allgemeinen Wohlstand bei
        9.§Die staatliche gemessene Inflation entspricht der tatsächlichen Teuerung
       10.§Die Banken glauben an die Selbstheilungskräfte der Märkte
       11.§Ratingagenturen handeln nach bestem Wissen und Gewissen
       12.§Manager werden nach Leistung bezahlt
       13.§Alan Greenspan war ein Meister seines Fachs
       14.§Ben Bernanke ebenso
       15.§Staatsfonds sind clevere Investoren
       16.§Hohe Kommissionen bei Hedge-Funds haben ihre Berechtigung
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pfeifenlümmel:

Für Libuda

2
26.03.08 18:35
Geschäftsbericht 2007 der Deutschen Bank
von weissgarnix, 26. März 2008

Die Deutsche Bank veröffentlichte heute ihren Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2007. Sehen wir uns den doch mal ein wenig genauer an:

Ein schneller Blick auf eine Übersicht der wichtigsten Konzernzahlen gegenüber Vorjahr sagt mir: “sieht ja tatsächlich ganz passabel aus”. Erste böse Vorahnungen dann beim Blick in die Konzern G&V: die Position “Zinsen und ähnliche Erträge” liegt brutto um fast 10 Mrd höher als im Vorjahr, netto um immerhin noch rund 1,8Mrd bzw. 24%(!). Wie kann das sein, frage ich mich? Ein Klick auf die entsprechende Randziffer des online-Anhangs und wir wissen bescheid: der Zuwachs resultiert samt und sonders aus Erträgen, die mit zum “fair-value” bewerteten Vermögens- bzw. Schuldenpositionen in Verbindung stehen. So legte die Vermögensseite um fast 7Mrd von 39 auf 46Mrd zu, die Verbindlichkeiten hingegen nur um 1,4Mrd von 22,6 auf 24Mrd. Saldiert ergibt sich somit aus diesem Posten ein isolierter Gewinnzuwachs von 5,6Mrd Euro, sprich das dreifache(!) dessen, was als Zuwachs an Zinserträgen (obige 1,8Mrd) in Summe erwirtschaftet wurde! Entsprechend steigen die “Zinserträge” in Summe denn auch um knapp 17%, die Zinsaufwendungen aber nur um rund 15%, letztere vor allem durch einen überproportionalen Anstieg der gewährten Zinsen auf vergleichsweise “altmodische” Sicht- und Termineinlagen von rund 24%.

Die “Risikovorsorge” stieg um rund 300 auf rund 600Mio, womit netto an “Zinsüberschuss nach Risikovorsorge” noch ein Zuwachs von 1,5Mrd zu verzeichnen war. Hätte man in puncto “Risikovorsorge” nicht eventuell deutlich mehr erwartet? Aber OK, weiter …

Der “Provisionsüberschuß” der Deutschen stieg hingegen um lediglich 1Mrd. von rund 11 auf rund 12Mrd, was man so wohl auch nicht anders erwartet hätte, angesichts des schwierigen Geschäfts in der 2. Jahreshälfte.

In Summe erzielte die Deutsche aus diesen beiden Einkommensquellen daher rund 2,5Mrd mehr als im Vorjahr, darin enthalten, ich betone es nochmal 5,6Mrd an zusätzlichen Erträgen aus Positionen, die zum fair value bewertet werden. Lassen wir diese Erträge mal gedanklich weg, dann hätte die Deutsche an dieser Stelle jetzt nicht ein “Mehr” von 2,5Mrd sondern ein “Weniger” von rund 3Mrd stehen. Diese 3Mrd weniger wären aber rund 50% des Vojahresgewinns der Deutschen, es ist daher für die Beurteilung ihres Geschäfts eminent wichtig zu verstehen, was hinter diesen aus zum fair value-bewerteten Positionen steckt.

Alle anderen G&V-Positionen der Deutschen sind relativ unspannend, mit Ausnahme natürlich des “Ergebnisses aus fair value-Bewertung” selbst, welches zwar einen Minderertrag gegenüber 2006 von rund 2Mrd ausweist, aber immerhin noch einen deutlich positiven Saldo (=Gewinn) von rund 7Mrd. Euro, was so auch nicht unbedingt zu erwarten war. Alle anderen G&V-Positionen heben sich mehr oder minder gegeneinander auf, sodaß auf Ebene “Ergebnis vor Steuern” ein Gewinnzuwachs von rund 400Mio Euro verbleibt.

Sehen wir uns nun diese fair value-Positionen an, die einen derart starken (und positiven) Einfluß auf die Zahlen hatten. Leider ist die Deutsche dabei keineswegs so transparent, wie sie es noch in der heutigen Pressemitteilung rausgestrichen hat. So vermengt sie zB in einer Tabelle, die Aufschluß geben könnte, konsequent Zinserträge und fair-value-Bewertungsergebnisse, was diese Aufstellung so gut wie nutzlos macht. Aus einer anderen Tabelle erfährt man aber mehr, nämlich zur Herkunft der 7Mrd an Bewertungsgewinnen. Aus dieser ergeben sich 2 interessante Aspekte, nämlich 1) dass das Handelsergebnis der Deutschen um rund 5Mrd bzw. 56% von 8,9 auf 3,9Mrd Euro eingebrochen ist. Das klingt schlimm. Noch schlimmer, meiner Ansicht nach, als die Zahlen, die wir kürzlich von Goldman gesehen haben, und die enthielten bereits die Katastrophen-Monate Januar und Februar 2008, was bei den vorliegenden Zahlen der Deutschen Bank nicht der Fall ist, weil die gehen nur bis 31.12.2007. Und 2) dass sich aber aus der Bewertung der langfristigen Schulden gottseidank ein Ertrag von 3,8Mrd ergeben hat, der die katastrophale Performance aus 1) wieder einigermaßen ausgleicht.

Worum geht es dabei? Das soll Euch die Deutsche mal besser selber erklären. Im Anhang heisst es dazu nämlich in einer Fußnote:

“Im Rahmen von strukturierten Verbriefungen halten rechtlich eigenständige Gesellschaften ein Kreditportfolio, Zinsderivate und begeben Schuldverschreibungen. Der Wert der Schuldverschreibungen ist abhängig von den Instrumenten, die eine solche Gesellschaft hält. Der Konzern hält bestimmte von solchen Einheiten begebene Schuldverschreibungen. Einige solcher Gesellschaften wurden vom Konzern gegründet, andere von Dritten. Wie in Note [1] gemäß den „Grundsätzen der Konsolidierung“ beschrieben, werden bestimmte dieser Gesellschaften konsolidiert. Die von diesen Gesellschaften begebenen Kredite werden als Handelsaktiva klassifiziert. Die an Dritte von den konsolidierten Gesellschaften begebenen Schuldverschreibungen sind zum Fair Value klassifiziert. Die auf das Kreditrisiko zurückzuführende Veränderung des Fair Value resultiert aus der Fair-Value-Änderung der für den Kredit hinterlegten Sicherheit in der Gesellschaft. Die kumulierte Fair-Value-Änderung aufgrund des in diesen Instrumenten enthaltenen Kreditrisikos betrug zum 31. Dezember 2007 3,5 Mrd €. Der Fair Value für diese Instrumente stieg aufgrund des Kreditrisikos im Geschäftsjahr 2007 um 3,5 Mrd €. Für das Geschäftsjahr 2006 ergab sich bei diesen Instrumenten keine materielle Fair-Value-Änderung aufgrund des Kreditrisikos.”(Quelle: online-GB2007, Anhang zur G&V, www.deutsche-bank.de).

Alles klar? Also ich interpretiere diesen Passus so: diese 3,5Mrd Euro an Ertrag, die für das Ergebnis 2007 so dermaßen instrumental waren, resultieren simpel und schlicht aus dem Umstand, dass die Vermögenswerte (sprich RMBS und dergleichen) in den konsolidierten Conduits der Deutschen Bank nun weniger wert sind als im Vorjahr, aufgrund des bekanntlich stark gestiegenen Kreditrisikos. Doch Achtung, jetzt kommt’s: die Schulden, die diese Conduits an Dritte begeben haben, und die ausschliesslich durch den Wert der vorgenannten Vermögenswerte gedeckt sind, sind deshalb aber auch weniger wert. Und da die Deutsche diese Schulden bei sich konsolidiert, zeigt sie den Wertverfall dieser Schulden, aus ihrer Perspektive (i.e. als Quasi-”Schuldner”), nunmehr als Gewinn. Wie können diese Schulden weniger wert werden? In dem die Deutsche die in diesen Conduits enthaltenen Kreditengagements vermutlich massiv per ABX-Indizes und dergleichen gehedged hat.

Damit hat die Deutsche Bank also zuguterletzt doch noch ein glückliches Händchen bewiesen und ist quasi nochmal mit einem blauen Auge davongekommen.  Dieses Glück wird sie aber wohl weiterhin auch brauchen, zumindest muß man die heute ebenfalls kommunizierten Gewinnaussichten für 2008 wohl so verstehen …
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