Umwandlung von Schulden in Eigenkapital (Debt-to-Equity Swap)
Kommentar: Versuch eines Debt-to-Equity Swap anhand aktueller Zahlen
1.)
Beschlussfassung über die vereinfachte Kapitalherabsetzung durch
Zusammenlegung von Aktien und Satzungsänderung
Kapitalherabsetzung im Verhältnis 2:1 (6:1 bei 7 Mio. € Verlust; 2,81:1 bei aktuell (Q3) 17,4 Mio. € Verlust)
Herabgesetztes Grundkapital 17.412.923 Stückaktien
2.)
Beschlussfassung über die Erhöhung des Grundkapitals gegen Sacheinlagen unter Ausschluss des Bezugsrechts sowie Satzungsänderung
100% = 60 Mio. € der Anleihe in Aktien zum Tageskurs 0,20 €
12.000.000 Stückaktien für 100 % der Anleihe
Ergebnis: 29.412.923 Stückaktien
Ergo:
Reduzierung der langfristigen Schulden um die der Anleihe (54,3 Mio. € ) und Umwandlung mit denen der Kapitalherabgesetzten in ein gezeichnetes Gesamtkapital von 29.412.923 €
Segmentberichterstattung 1. Januar bis 31. März 2015
Ergebnis vor Steuern - 7,0 Mio. €
Seite 7
Quelle:
www.singulus.de/fileadmin/media/pdf/qb/2015/q12015_d.pdf
Veröffentlichtung HV Einladung
24.04.2015
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Eine Kapitalherabsetzung ist immer auf die Höhe der aufgelaufenen Verluste begrenzt und kann im vorgesehenen Fall maximal im Verhältnis 6:1 vollzogen
werden.
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Quelle:
www.singulus.de/uploads/media/HVFAQ_Website__d.pdf
Singulus-CFO Markus Ehret wirbt für Debt-to-Equity-Swap
02.06.2015
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Als Vermögenswerte listet der Analyst Cash (29 Millionen Euro), Vorräte (39
Millionen Euro) und Forderungen (12 Millionen Euro) auf, dazu noch in
kleinerem Umfang Immobilien (3 Millionen Euro) und Patente (5 Millionen
Euro). Dem standen Ende des 1. Quartals kurzfristige Schulden in Höhe von
46,6 Millionen Euro gegenüber. Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten
entfallen ausschließlich auf die Anleihe mit einem ausstehenden Nennwert von
55,4 Millionen Euro.
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Quelle:
www.finance-magazin.de/geld-liquiditaet/...quity-swap-1346869/
Solarworld, der Geldvernichter
Stand: 02.02.2015, 13:35 Uhr
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Kapitalschnitt vernichtet das Aktionärsvermögen
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Das Eigenkapital der Firma war aufgezehrt - die "Lösung" für das eigentlich
unausweichliche Ende war ein kräftiger Kapitalschnitt.
Dieser fiel im Verhältnis 150:1 dramatisch aus, erhielten doch die Aktionäre
für 150 alte nur eine neue Aktie. So wurden aus 112 Millionen 744.800 neue
Aktien. Gleich nach dem Kapitalschnitt folgte eine Kapitalerhöhung, die dem
Einstieg des neuen Großaktionärs Katar den Weg ebnete (der heute 49,85
Prozent hält). 14,15 Millionen Aktien wurden ausgegeben und dabei das
Bezugsrecht ausgeschlossen. Die Aktien gingen fast ausschließlich an die
Anleihegläubiger, die dafür auf 55 Prozent ihrer Forderungen oder
umgerechnet 300 Millionen Euro verzichteten. Den Altaktionären blieben nur
fünf Prozent am Unternehmen, der Rest ging verloren.
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Quelle:
boerse.ard.de/aktien/solarworld-der-geldvernichter104.html
07.08.13
Solarworld nach der Restrukturierung wirklich gerettet?
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Anleihegläubiger: Am Ende war alles besser als die Insolvenz
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Der komplizierte Rettungsplan kann nun in die Tat umgesetzt werden: Die
Gläubiger des Unternehmens tauschen 55 Prozent ihrer Forderungen in neue
Aktien. Für diese Umwandlung von Schulden in Eigenkapital (Debt-to-Equity
Swap) wird das Grundkapital von Solarworld zunächst stark herabgesetzt,
anschließend folgt eine Kapitalerhöhung, bei der die Bondholder zeichnen
werden. Der Anteil der Altaktionäre am Unternehmen sinkt so auf nur 5
Prozent, während die Gläubiger zunächst 95 Prozent an dem Unternehmen
halten. Dieser Anteil sinkt dann im zweiten Schritt auf 46,5 Prozent: CEO
Asbeck und Qatar Solar wollen 48,5 Prozent der Aktien für 46 Millionen Euro
zeichnen.
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Quelle:
www.finance-magazin.de/geld-liquiditaet/...h-gerettet-1265321/
DieWahrheit