Angst vor Terror-Anschlägen
AKWs sollen abgeschaltet werden
Bei konkreter Gefahr terroristischer Anschläge will Umweltminister Jürgen Trittin die deutschen Atomkraftwerke notfalls kurzfristig abschalten. Ein vorübergehendes Herunterfahren beseitige das Risiko zwar nicht vollständig, minimiere aber die Gefahr einer unbeherrschbaren Kettenreaktion, erklärte der Grünen-Politiker in Berlin. Greenpeace, BUND und andere Umweltverbände forderten hingegen die sofortige dauerhafte Stilllegung aller 19 deutschen Reaktoren.
Meiler hätten keine Chance
Mit den Umweltverbänden ist sich Trittin einig, dass keine der deutschen Atomanlagen einem gezielten Angriff mit einer vollgetankten Passagiermaschine - ähnlich denen in New York und Washington - standhalten würden. Nach gegenwärtigen Erkenntnissen drohten aber derzeit in Deutschland keine terroristischen Angriffe auf kerntechnische Anlagen, sagte Trittin.
Abschaltung laut Trittin möglich
"Wenn die Innenbehörden einen terroristischen Anschlag für möglich halten, werden die Landesumweltminister und der Bundesumweltminister zu entscheiden haben, ob einzelne oder alle deutschen Atomkraftwerke abgeschaltet werden müssen. "Ich schließe ausdrücklich in diesem Zusammenhang nichts aus", betonte Trittin. Langfristig werde der beschlossene Ausstieg aus der Atomenergie Sicherheit schaffen.
Verbände: Ungenügend
Die Umweltverbände halten weder den angepeilten Zeitrahmen von etwa 20 Jahren für den Atomausstieg für befriedigend noch die vorbeugende kurzfristige Abschaltung bei Gefahr, wie die Vorsitzende des Bunds für Umwelt und Naturschutz, Angelika Zahrnt, sagte. Die Trennung vom Netz brauche etwa eine Woche Vorlauf, um die Brennstäbe aus dem Reaktor zu holen und die Gefahr einer Kernschmelze abzuwenden, sagte Zahrnt. Die einzig adäquate Antwort auf das nach dem 11. September deutlich gewordene Risiko sei die sofortige Stilllegung aller Reaktoren.
Gefahr einer Kernschmelze
Ihrer Schätzung zufolge könnten bei eine Atomkatastrophe nach einem terroristischen Anschlag bis zu 4,8 Millionen Menschen in Deutschland sterben. Bei Planung der Kraftwerke wurde ein Unfall mit einem abstürzenden Kampfflugzeug mit etwa 20 Tonnen Gewicht berücksichtigt, wie BUND-Energieexperte Klaus Traube erläuterte. Ein Passagierflugzeug habe aber ein Gewicht von rund 170 Tonnen zuzüglich Kerosin. Das Risiko eines Angriffs wäre laut Traube ein Brand mit derartiger Hitzeentwicklung, dass die Kühlsysteme der Reaktoren zusammenbrechen würden. Bei einem laufenden Kraftwerk könnte es zur Kernschmelze kommen. Bei einem abgeschalteten Kraftwerk gehe vom radioaktiven Inventar immer noch Gefahr aus, allerdings nicht die einer derart verheerenden Katastrophe, sagte Traube.
AP
www.t-online.de
Was geht hier eigentlich ab...??
AKWs sollen abgeschaltet werden
Bei konkreter Gefahr terroristischer Anschläge will Umweltminister Jürgen Trittin die deutschen Atomkraftwerke notfalls kurzfristig abschalten. Ein vorübergehendes Herunterfahren beseitige das Risiko zwar nicht vollständig, minimiere aber die Gefahr einer unbeherrschbaren Kettenreaktion, erklärte der Grünen-Politiker in Berlin. Greenpeace, BUND und andere Umweltverbände forderten hingegen die sofortige dauerhafte Stilllegung aller 19 deutschen Reaktoren.
Meiler hätten keine Chance
Mit den Umweltverbänden ist sich Trittin einig, dass keine der deutschen Atomanlagen einem gezielten Angriff mit einer vollgetankten Passagiermaschine - ähnlich denen in New York und Washington - standhalten würden. Nach gegenwärtigen Erkenntnissen drohten aber derzeit in Deutschland keine terroristischen Angriffe auf kerntechnische Anlagen, sagte Trittin.
Abschaltung laut Trittin möglich
"Wenn die Innenbehörden einen terroristischen Anschlag für möglich halten, werden die Landesumweltminister und der Bundesumweltminister zu entscheiden haben, ob einzelne oder alle deutschen Atomkraftwerke abgeschaltet werden müssen. "Ich schließe ausdrücklich in diesem Zusammenhang nichts aus", betonte Trittin. Langfristig werde der beschlossene Ausstieg aus der Atomenergie Sicherheit schaffen.
Verbände: Ungenügend
Die Umweltverbände halten weder den angepeilten Zeitrahmen von etwa 20 Jahren für den Atomausstieg für befriedigend noch die vorbeugende kurzfristige Abschaltung bei Gefahr, wie die Vorsitzende des Bunds für Umwelt und Naturschutz, Angelika Zahrnt, sagte. Die Trennung vom Netz brauche etwa eine Woche Vorlauf, um die Brennstäbe aus dem Reaktor zu holen und die Gefahr einer Kernschmelze abzuwenden, sagte Zahrnt. Die einzig adäquate Antwort auf das nach dem 11. September deutlich gewordene Risiko sei die sofortige Stilllegung aller Reaktoren.
Gefahr einer Kernschmelze
Ihrer Schätzung zufolge könnten bei eine Atomkatastrophe nach einem terroristischen Anschlag bis zu 4,8 Millionen Menschen in Deutschland sterben. Bei Planung der Kraftwerke wurde ein Unfall mit einem abstürzenden Kampfflugzeug mit etwa 20 Tonnen Gewicht berücksichtigt, wie BUND-Energieexperte Klaus Traube erläuterte. Ein Passagierflugzeug habe aber ein Gewicht von rund 170 Tonnen zuzüglich Kerosin. Das Risiko eines Angriffs wäre laut Traube ein Brand mit derartiger Hitzeentwicklung, dass die Kühlsysteme der Reaktoren zusammenbrechen würden. Bei einem laufenden Kraftwerk könnte es zur Kernschmelze kommen. Bei einem abgeschalteten Kraftwerk gehe vom radioaktiven Inventar immer noch Gefahr aus, allerdings nicht die einer derart verheerenden Katastrophe, sagte Traube.
AP
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Was geht hier eigentlich ab...??