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Maximale Präsenz als Sponsor
Deutschland und die ganze Welt sind im Fußball-Fieber. Sogar die ansonsten nicht als fußballbegeistert geltenden US-Amerikaner zeigen sich in weiten Teilen begeistert von der „europäischen“ Sportart.
Die Fußballweltmeisterschaft der Herren ist für Adidas das wichtigste sportliche Ereignis der letzten vier Jahre, sowohl in finanzieller als auch in markentechnischer Hinsicht. Adidas-Chef Bjørn Gulden betont regelmäßig, dass Fußball „das Herz und die Seele“ des Unternehmens sei. Bei der WM 2026 in Nordamerika untermauert das Unternehmen diesen Anspruch mit einer beispiellosen Präsenz.
Der deutsche Sportartikelgigant dominiert das Sport-Sponsoring bei der WM. Mit insgesamt 14 ausgestatteten Nationalmannschaften (darunter Schwergewichte wie Argentinien, Deutschland, Japan, Spanien und Co-Gastgeber Mexiko) stattet Adidas so viele Teams wie kein anderer Ausrüster im erweiterten 48er-Teilnehmerfeld aus und kann mit Fug und Recht als „Trikotkönig“ bezeichnet werden.
Hinzu kommt die Position als „Ballmonopolist“. Adidas stellt seit Jahrzehnten den offiziellen Spielball. Jeder einzelne Ball, der bei der WM 2026 getreten wird, trägt die ikonischen drei Streifen.
Diese permanente Sichtbarkeit von Adidas zahlt sich auch finanziell aus. Adidas prognostiziert für das laufende Turnier in den USA, Mexiko und Kanada einen direkten Umsatzschub von über 1 Milliarde € durch den Verkauf von Trikots, Schuhen und Fanartikeln. Bereits im ersten Quartal 2026 spülten Vorbestellungen rund 250 Millionen € in die Kassen.
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Die Eroberung von Nike-Land
Als noch wichtiger als diesen finanziellen Aspekt schätze ich die Auswirkungen der extrem großen Adidas-Präsenz bei der WM auf das Markenimage der Deutschen in den USA ein. Die Vereinigten Staaten sind seit jeher „Nike-Land“. In keinem anderen Markt ist es so schwer, sich gegen die ikonische US-Sportmarke durchzusetzen wie auf ihrem Heimatboden.
Das Turnier bietet Adidas die historische Chance, sich bei den Amerikanern noch stärker als Sport- und Lifestyle-Marke zu positionieren. Der Konzern vermarktet deshalb Fußballtrikots zunehmend als modische Streetwear-Accessoires, um auch den Zugang zu Kundengruppen zu finden, die mit Fußball eher weniger anfangen können.
Ein glasklarer Aufwärtskanal
Das Chartbild der Adidas-Aktie befindet sich derzeit in bester Verfassung. Seit drei Monaten steckt der DAX-Titel in einem glasklaren Aufwärtskanal und ist gestern auf den höchsten Stand seit Oktober 2025 geklettert. Charttechnisch ist der Weg frei bis zu einem Kursniveau von 185 €.