Graciano Rocchigianis letzte Hoffnung war ein Gnadengesuch. Doch die Berliner Justiz lehnte die Petition ab. Jetzt erwartet den ehemaligen Box-Weltmeister ein zwölfmonatiger Gefängnisaufenthalt.
Rocchigiani habe in Kürze eine Ladung zum Strafantritt zu erwarten, teilte der Sprecher der Berliner Senatsjustizverwaltung am Donnerstag mit. Die Hauptstadt-Behörde hatte zuvor das Gnadengesuch des 38-Jährigen abgelehnt. Nun muss der ehemalige Box-Weltmeister für ein Jahr hinter Gitter.
Rocchigiani war bereits mehrfach straffällig geworden, bislang aber immer um einen Gefängnisaufenthalt herumgekommen. So wurde "Rocky" 1997 wegen Widerstands gegen die Polizei und Beamtenbeleidigung zu einer Freiheitsstrafe von acht Monaten auf Bewährung verurteilt. Wegen Fahrens ohne Führerschein und mit überhöhter Geschwindigkeit erhielt er 1999 vier Monate auf Bewährung.
Während seiner Bewährungszeit war Rocchigiani im August 2000 in eine Schlägerei und unter Alkoholeinfluss in einen Unfall verwickelt worden. Danach widerrief das Amtsgericht Berlin-Tiergarten die Bewährungsstrafe. Die Maßnahme konnte wegen der aufschiebenden Wirkung des mittlerweile abgelehnten Gnadengesuchs jedoch nicht vollzogen werden.
Weiteres Ermittlungsverfahren gegen "Rocky" anhängig
Nach Auskunft der Justizverwaltung hat die nun angeordnete Haftstrafe nichts mit Rocchigianis jüngstem Ausraster zu tun. Mitte Dezember war der Boxer wieder einmal mit Ordnungshütern aneinander geraten, als der Sohn eines sardischen Eisenbiegers seinen Alkoholrausch in einem fremden Auto ausschlief und von der Polizei kontrolliert werden sollte.
Rocchigiani schlug sofort zu und bepöbelte die Beamten. Die Polizei erstattete Anzeige wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt, gefährliche Körperverletzung, Hausfriedensbruch und Beleidigung. "Hier laufen die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft, und es ist zu entscheiden, ob und wann ein neues Strafverfahren eingeleitet wird", sagte der Berliner Justizsprecher.
© SPIEGEL ONLINE 2002
Rocchigiani habe in Kürze eine Ladung zum Strafantritt zu erwarten, teilte der Sprecher der Berliner Senatsjustizverwaltung am Donnerstag mit. Die Hauptstadt-Behörde hatte zuvor das Gnadengesuch des 38-Jährigen abgelehnt. Nun muss der ehemalige Box-Weltmeister für ein Jahr hinter Gitter.
Rocchigiani war bereits mehrfach straffällig geworden, bislang aber immer um einen Gefängnisaufenthalt herumgekommen. So wurde "Rocky" 1997 wegen Widerstands gegen die Polizei und Beamtenbeleidigung zu einer Freiheitsstrafe von acht Monaten auf Bewährung verurteilt. Wegen Fahrens ohne Führerschein und mit überhöhter Geschwindigkeit erhielt er 1999 vier Monate auf Bewährung.
Während seiner Bewährungszeit war Rocchigiani im August 2000 in eine Schlägerei und unter Alkoholeinfluss in einen Unfall verwickelt worden. Danach widerrief das Amtsgericht Berlin-Tiergarten die Bewährungsstrafe. Die Maßnahme konnte wegen der aufschiebenden Wirkung des mittlerweile abgelehnten Gnadengesuchs jedoch nicht vollzogen werden.
Weiteres Ermittlungsverfahren gegen "Rocky" anhängig
Nach Auskunft der Justizverwaltung hat die nun angeordnete Haftstrafe nichts mit Rocchigianis jüngstem Ausraster zu tun. Mitte Dezember war der Boxer wieder einmal mit Ordnungshütern aneinander geraten, als der Sohn eines sardischen Eisenbiegers seinen Alkoholrausch in einem fremden Auto ausschlief und von der Polizei kontrolliert werden sollte.
Rocchigiani schlug sofort zu und bepöbelte die Beamten. Die Polizei erstattete Anzeige wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt, gefährliche Körperverletzung, Hausfriedensbruch und Beleidigung. "Hier laufen die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft, und es ist zu entscheiden, ob und wann ein neues Strafverfahren eingeleitet wird", sagte der Berliner Justizsprecher.
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