DEUTSCHLAND: - KAUM VERÄNDERT ERWARTET - Nach vier schwächeren Tagen dürfte der Dax am Freitag zunächst nahezu auf der Stelle treten. Der Broker IG taxierte den deutschen Leitindex zweieinhalb Stunden vor dem Xetra-Handelsstart etwa 19 Punkte höher auf 26.002 Punkte. Sein Rekordhoch hatte der Dax in der Vorwoche bei 26.573 Punkten erreicht. In dieser Woche ging es dann zeitweise um zwei Prozent abwärts. Tags zuvor fing sich der Dax aber bei 25.914 Punkten und konnte letztlich immerhin seine 21-Tage-Linie halten. Damit blieb der kurzfristige Trend trotz Korrektur noch intakt. Aus Asien kommen am Morgen keine klaren Impulse. Mit leichtem Abschlag im japanischen Nikkei 225 und sanfter Erholung im koreanischen Kospi driften die beiden viel beachteten, technologielastigen Indizes etwas auseinander. In den USA hatte der Nasdaq 100 am Vorabend sein Niveau nach dem europäischen Handelsende unter dem Strich etwa gehalten.
USA: - VERLUSTE - Geschäftszahlen von Walmart sowie erneut gestiegene Ölpreise und Anleiherenditen haben am Donnerstag dem US-Aktienmarkt zugesetzt. Der Dow Jones Industrial fiel unter die Marke von 53.000 Punkten auf den tiefsten Stand seit Anfang des Monats. Aus dem Handel ging der Leitindex mit minus 1,32 Prozent auf 52.759,21 Zähler nur knapp über dem Tagestief. Der techlastige Nasdaq 100 sank um 0,72 Prozent auf 29.213,16 Punkte. Für den marktbreiten S&P 500 sah es mit minus 0,87 Prozent auf 7.641,16 Zähler nicht besser aus. Die Staatsverschuldung der Vereinigten Staaten legte zum ersten Mal auf mehr als 40 Billionen US-Dollar zu. Die Ankündigung des US-Finanzministeriums am Vortag, verstärkt langlaufende Staatsanleihen zurückzukaufen, hatte nur vorübergehend den Aufwärtsdruck von den Renditen genommen. Diese zogen am Donnerstag wieder an. Bond-Buybacks verbesserten die Marktmechanik, nicht aber die Schuldentragfähigkeit, kommentierte dies der Kapitalmarktexperte Serge Nussbaumer vom schweizerischen Wertpapierhaus Maverix.
ASIEN: - KEINE KLARE RICHTUNG - Die Anleger an den Börsen Asiens sind am Ende einer schwankungsreichen Woche eher vorsichtig geblieben. Allzu weit wollten sie sich nicht aus dem Fenster lehnen. Der japanische Leitindex Nikkei 225 fiel im späten um 0,4 Prozent. Der südkoreanischen Kospi-Index stieg hingegen um 1,4 Prozent, auch gestützt auf Kursgewinne von Samsung. Der Elektronikkonzern, der stark vom KI-Chipboom profitiert, wolle ein umfangreiches Aktienrückkaufprogramm auflegen, schrieb die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen. In China gewann der CSI-300-Index mit den wichtigsten Werten der Festlandbörsen in etwa ein halbes Prozent, während der Hang-Seng-Index der Sonderverwaltungszone Hongkong um 0,7 Prozent stieg. Moderate Verluste gab es in Australien.
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