BERLIN (dpa-AFX) - Weil die hohen Dieselpreise auch den öffentlichen Nahverkehr treffen, hat sich der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen für eine schnelle Entlastung ausgesprochen. "Die ÖPNV- und Eisenbahnunternehmen können die steigenden Kraftstoffkosten nicht einfach an ihre Fahrgäste oder Auftraggeber weitergeben", sagte Verbandspräsident Ingo Wortmann laut einer Mitteilung. Busse und Bahnen erfüllten einen öffentlichen Auftrag im Rahmen der Daseinsvorsorge und sicherten Mobilität sowie zuverlässige Gütertransporte im ganzen Land.
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Der Verkehrsverband fordert schnelle Entlastung bei Spritpreisen.
Dieselpreis erreicht bundesweiten Durchschnitt von 2,471 Euro.
"Wenn die Dieselpreise weiter steigen, braucht es deshalb auch für unsere Branche eine spürbare und schnell umsetzbare Entlastung", sagte Wortmann. Die Bundesregierung müsse bei ihren Entlastungsplänen daher auch den öffentlichen Personenverkehr und den Schienengüterverkehr mitberücksichtigen.
Verband fordert konkrete Maßnahmen
Der Verband fordert unter anderem eine deutliche Absenkung der Energiesteuer sowie eine Entlastung von der Stromsteuer für Unternehmen des öffentlichen Personen- und Schienengüterverkehrs. "Wir brauchen jetzt eine Regelung, die den öffentlichen Verkehr wirksam entlastet und damit seine besondere Bedeutung für die Daseinsvorsorge und für den Wirtschaftsstandort berücksichtigt", sagte Vizepräsident Paul Hemkentokrax.
Die Krise im Nahen Osten treibt die Kraftstoffpreise in Deutschland von Rekord zu Rekord. Der Dieselpreis kletterte am Donnerstag auf einen weiteren Höchstwert. Ein Liter kostete nach Auswertung des ADAC im bundesweiten Tagesdurchschnitt 2,471 Euro, knapp zwei Cent mehr als am Vortag. Super E10 verbilligte sich nach mehreren Preisrekorden in Folge dagegen minimal auf 2,308 Euro./nif/DP/stw
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