ADEN (dpa-AFX) - Im südwestlichen Jemen liefern sich Regierungstruppen und Huthi-Kämpfer weiterhin schwere Gefechte. Die vom Iran unterstützten Rebellen hätten dabei versucht, in der Provinz Lahdsch am Golf von Aden vorzurücken, hieß es aus Kreisen der Regierungsarmee. Bei den Kämpfen seien rund 50 Huthi-Kämpfer und 20 Regierungssoldaten getötet worden, zudem habe es Dutzende Verletzte in den Reihen der Miliz gegeben. Die Regierungstruppen teilten mit, sie hätten innerhalb von 24 Stunden mehr als 350 Einsätze gegen die Huthi durchgeführt.
Für dich zusammengefasst:
Im Jemen gibt es schwere Gefechte zwischen Truppen und Huthis.
Bei den Kämpfen wurden 50 Huthi-Kämpfer und 20 Soldaten getötet.
Über 180.000 Menschen wurden seit Beginn der Kämpfe vertrieben.
Huthi-Militärsprecher Jahja Sari teilte mit, saudische Kampfflugzeuge hätten innerhalb von 24 Stunden mehr als 30 Ziele im Jemen bombardiert. Die saudischen Angriffe hätten auf die Provinzen Tais, Saada und Hudaida gezielt. Saudi-Arabien äußerte sich nicht zu den Vorwürfen. Wegen mutmaßlicher Angriffe der Huthi in dem benachbarten Königreich gab der saudische Zivilschutz für die südliche Provinz Nadschran eine Warnung aus.
WHO: 180.000 Menschen vertrieben
Seit Wochen kommt es in Lahdsch, der Provinz Tais und anderen Landesteilen im Jemen zu Kämpfen zwischen den vom Iran unterstützten Huthi und der von Saudi-Arabien unterstützten Regierung. Die Kämpfe laufen auch in der Hochebene, die die wichtige Meerenge Bab al-Mandab und die Küste des Roten Meeres überblickt.
Die humanitäre Katastrophe in dem Land verschärft sich durch die Kämpfe immer weiter. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO wurden seit Beginn der neuen Eskalation landesweit mehr als 180.000 Menschen durch Kämpfe vertrieben. Zuvor lebten schon 4,8 Millionen Menschen im Land, die einmal oder auch mehrfach vertrieben wurden./jot/DP/mis
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