- Die Wiener Börse erholte sich am Donnerstag weiter.
- Der ATX gewann 0,80 Prozent auf 6.865,02 Punkte.
- Die RBI-Aktie fiel um sechs Prozent auf 60,95 Euro.
- Energiekrise als Kurstreiber:
Diese 5 Aktien könnten durchstarten (hier klicken)
Dennoch entwickelte sich der österreichische Leitindex mit einem Plus von 0,80 Prozent auf 6.865,02 Punkte letztlich kaum schlechter als andere europäische Barometer. Der schwache Wochenstart ist damit beinahe ausgebügelt, wodurch auch das Rekordhoch bei gut 6.914 Zählern wieder in Sichtweite rückt. Der ATX Prime gewann 0,76 Prozent auf 3.366,31 Zähler.
Am Vorabend hatte die US-Notenbank Fed ihre Zinsspanne wie erwartet um 0,25 Prozentpunkte angehoben. Zudem fielen Signale zum weiteren Zinspfad restriktiver aus, als vom Markt erwartet. Dass die Leitzinsen erhöht wurden, ist nach Einschätzung der Helaba-Experten positiv zu sehen, denn so demonstrieren die Währungshüter Entschlossenheit und vor allem Unabhängigkeit gegenüber der US-Administration, die stets Druck ausübt und eher Zinssenkungen als Erhöhungen wünscht.
RBI nach Short-Attacke unter Druck
Der Aktienkurs der Raiffeisen Bank International (RBI) sackte um sechs Prozent auf 60,95 Euro ab. Belastet wurden die Titel durch einen kritischen Bericht des Leerverkäufers Grizzly Research. Der Shortseller wirft der RBI vor, über ihre russische Tochter an Russland-Handelsgeschäften im Volumen von 1,19 Milliarden US-Dollar beteiligt gewesen zu sein, deren Güter zum damaligen Zeitpunkt Ein- und Ausfuhrbeschränkungen westlicher Staaten unterlagen. Die RBI wies die Vorwürfe zurück und sprach von "irreführenden und suggestiven Aussagen" sowie mehreren sachlichen Fehlern.
Die Analysten von Bloomberg Intelligence verwiesen mit Blick auf die RBI vor allem auf das regulatorische Risiko: Sollten Behörden wie die US-Sanktionsbehörde OFAC oder die EZB ihre Prüfungen verschärfen, würde dies den "Russland-Abschlag" wiederbeleben, die Marktstimmung belasten und den ohnehin schwierigen Russland-Ausstieg weiter erschweren, berichtete Bloomberg. Zudem haben die Analysten der Erste Group ihre Einstufung für die RBI-Aktien von "Accumulate" auf "Hold" zurückgenommen. Das Kursziel wurde hingegen von 43 auf 70 Euro erhöht.
Erste Group und AT&S gesucht
Dass der ATX dennoch klar zulegen konnte, verdankte er der guten Entwicklung einiger weiterer Schwergewichte. Insbesondere Aktien der Bank Erste Group
Im Technologiebereich schlossen die AT&S-Titel
Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.