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Wadephul sieht Chance für diplomatische Lösung im Gazakrieg

NEW YORK (dpa-AFX) - Bundesaußenminister Johann Wadephul zeigt sich angesichts des neuen US-Vorstoßes für Frieden in Nahost optimistisch für ein diplomatisches Ende des Krieges im Gazastreifen. Er stelle "fest, dass wir jetzt ein Momentum haben. Und das muss man verantwortungsvoll nutzen und dazu muss man Beiträge leisten. Wir versuchen, das zu tun", sagte der CDU-Politiker vor Journalisten in New York. Netanjahu habe eine erwartbare Rede gehalten. Er sei trotzdem optimistisch, "weil diese Rede nichts unmöglich gemacht hat an Vorschlägen, die derzeit in der Welt sind".

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Mann mit Wirtschaftszeitung (Symbolbild).
Quelle: - pixabay.com:

Netanjahu habe in Übereinstimmung mit dem US-Vorschlag bekräftigt, dass eine schnelle Lösung für den Gazastreifen gebraucht werde, bei der die Geiseln freigelassen würden, die islamistische Terrororganisation Hamas keine Verantwortung mehr habe und die dringend benötigte humanitäre Hilfe geleistet werden könne, sagte Wadephul. "Das ist auch nach der Rede von Benjamin Netanjahu alles weiter erreichbar." Mit Netanjahu selbst habe er bisher in New York nicht gesprochen, wohl aber mit dessen Sicherheitsberater. Netanjahu hatte in einer von Protest begleiteten Rede seine international heftig umstrittene Kriegsführung im Gazastreifen verteidigt und Kritiker scharf angegriffen.

Wadephul hofft auf großen Schritt nach vorne für Nahost-Frieden

Deutschland arbeite eng mit vielen Partnern daran, "einen Weg zu suchen, wie insbesondere in einem ersten Schritt für den Gazastreifen eine Lösung gefunden werden kann", sagte Wadephul. Die Gespräche seien erfolgversprechend, aber man habe noch keine Lösung. Er erwarte, dass die Verhandlungen in diesen Tagen "einen großen Schritt nach vorne mit sich bringen" und hoffe, "dass in der nächsten Woche erste Erfolge absehbar sind".

Vor einem Treffen mit dem Präsidenten des Jüdischen Weltkongresses, Ronald Lauder, betonte Wadephul die besondere Verantwortung Deutschlands für den Schutz jüdischen Lebens. Die Bundesregierung sei besorgt über den weltweiten Anstieg des Antisemitismus und werde sich dem in jeder Form mit Klarheit, Härte und Konsequenz widersetzen./bk/DP/nas

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