Der Sonntag ist in Israel entsprechend dem jüdischen Kalender der erste Arbeitstag der Woche. "Morgen werden wir das Land zum Stillstand bringen", sagte Einav Zangauker, deren Sohn Matan eine von 20 lebenden Geiseln im Gazastreifen ist. Sie sprach bei der Kundgebung. "Und wir werden morgen nicht haltmachen, wir werden nicht auf (Ministerpräsident Benjamin) Netanjahu warten, dass er den Krieg beendet, wir holen uns, was uns zusteht."
Es lässt sich nicht abschätzen, welche Folgen der Streikaufruf am Sonntag haben würde. Der mächtige Gewerkschafts-Dachverband Histadrut schloss sich ihm nicht an. Am Samstag demonstrierten Menschen Medienberichten zufolge auch in Haifa, Jerusalem und Beerscheva.
Nach israelischer Einschätzung hält die Hamas im Gazastreifen neben den lebenden Geiseln die Leichen von 30 weiteren Verschleppten fest. Monatelange indirekte Verhandlungen über eine Freilassung der Geiseln und die Beendigung des Kriegs brachten kein Ergebnis. Netanjahu veranlasste das Sicherheitskabinett zu der Entscheidung, die Stadt Gaza und die Flüchtlingsviertel im mittleren Gazastreifen militärisch einzunehmen. Die Armee leitete trotz ursprünglicher Bedenken wegen der Risiken für die Geiseln, die dort vermutet werden, entsprechende Planungen ein.
Eine Verhandlungslösung ist noch nicht völlig vom Tisch. Von einem Neustart der indirekten Gespräche, bei denen Ägypten, Katar und die USA vermitteln, ist zwar derzeit keine Rede. Doch berichten Medien immer wieder von Kontaktaufnahmen und Sondierungen, die darauf abzielen würden, den Verhandlungsprozess wieder in Gang zu setzen./gm/DP/zb
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