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POLITIK: Südafrika empört über Trumps Ausladung von G20-Gipfel

PRETORIA (dpa-AFX) - Südafrikas Präsidentschaft hat sich empört über US-Präsident Donald Trumps Androhung geäußert, er werde den Staat am Südzipfel Afrikas nicht zum G20-Gipfel in den USA einladen. Präsident Cyril Ramaphosa erklärte, sein Land heiße derartige Beleidigungen und Strafmaßnahmen nicht gut. Südafrika werde demnach weiterhin als Mitglied der G20 teilnehmen.

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Johannesburg, die größte Stadt Südafrikas.
Quelle: - © THEGIFT777 / E+ / GettyImages:

"Südafrika ist eigenständig und aus eigenem Recht Mitglied der G20", hieß es in einer Mitteilung des Präsidentenbüros. "Südafrika ist ein souveräner, demokratischer Verfassungsstaat und akzeptiert keine Beleidigungen seitens anderer Länder hinsichtlich seiner Mitgliedschaft und seiner Berechtigung zur Teilnahme an globalen Plattformen."

Trump wirft Südafrika Völkermord vor

Trump hatte am Vortag auf der Plattform Truth Social geschrieben, auf seine Anweisung hin werde Südafrika keine Einladung für das Treffen im Dezember 2026 in Miami erhalten. Der Republikaner warf Südafrika erneut vor, einen "Genozid" an weißen Bauern zu begehen. Fachleute und Südafrikas Regierung widersprechen der Darstellung eines angeblichen Völkermords entschieden. Die USA boykottierten in dem Zusammenhang auch den diesjährigen G20-Gipfel, der am vergangenen Wochenende in der südafrikanischen Wirtschaftsmetropole Johannesburg stattgefunden hat.

Trump kritisierte, Südafrika habe sich am Ende des jüngsten G20-Gipfels geweigert, den jährlich wechselnden G20-Vorsitz symbolisch an einen hochrangigen Vertreter der US-Botschaft zu übergeben. Südafrika sagt, es habe die G20-Präsidentschaft ordnungsgemäß an einen Beamten der US-Botschaft übergeben, da keine hochrangigen US-Politiker nach Johannesburg gereist seien.

Trump kündigte auch an, dass die USA ab sofort alle Zahlungen und jegliche Unterstützung an das Land einstellen würden.

Südafrika fühlt sich von USA beleidigt und abgestraft

Ramaphosa nannte es "bedauerlich", dass Trump trotz zahlreicher Bemühungen Südafrikas, die diplomatischen Beziehungen zwischen beiden Ländern zu verbessern, "Strafmaßnahmen gegen Südafrika" verhänge, die auf Fehlinformationen und Verzerrungen beruhten.

Die USA hätten aus eigenem Antrieb entschieden, nicht an dem G20-Gipfel in Johannesburg teilzunehmen. Das Treffen sei dennoch von den anderen G20-Staaten als erfolgreich bewertet worden und habe die Wichtigkeit des Multilateralismus bekräftigt, heißt es in der Mitteilung des Präsidentenbüros.

Der Gruppe der führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) gehören 19 Staaten, die Europäische und die Afrikanische Union an. Zu den Ländern zählen die großen westlichen Demokratien wie die USA, Deutschland und Großbritannien, aber auch autoritär geführte Staaten wie Russland und China./kpa/DP/mis

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