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Polen-Beauftragter befürchtet Belastungen durch Grenzkontrollen

BERLIN (dpa-AFX) - Die in Polen laufenden Kontrollen an den Grenzübergängen könnten nach Ansicht des Polen-Beauftragten der Bundesregierung für erhebliche Schwierigkeiten sorgen. Für die Grenzregion "stellen die Grenzkontrollen eine schwere Belastung dar", sagte Knut Abraham (CDU) dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Besonders wichtige Produktions- und Lieferketten seien von einem "behinderungsfreien" Grenzverkehr abhängig.

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Die Flagge Polens.
Quelle: - pixabay.com:

Trotzdem halte er die Grenzkontrollen für derzeit politisch erforderlich, "um das Umdenken in der Migrationsfrage zu dokumentieren". Eine Lösung der Herausforderungen durch die Migration liege darin aber nicht. "Die liegt nur in einem gemeinsamen Vorgehen an den Außengrenzen. Hierzu sollten Polen und Deutschland gemeinsam vorangehen", sagte Abraham.

Kontrollen zunächst bis zum 5. August

In Polen laufen seit Mitternacht vorübergehende Kontrollen an der gemeinsamen Grenze mit Deutschland an. An insgesamt 52 Übergängen soll nach Angaben des Grenzschutzes stichprobenhaft kontrolliert werden. Die Grenzer haben besonders Minibusse, Autos mit vielen Insassen und Fahrzeuge mit getönten Scheiben im Auge. Die Kontrollen sollen zunächst bis zum 5. August andauern.

Reisende, die die Grenze überqueren wollen, müssen einen Personalausweis oder einen Reisepass dabeihaben. Auch an 13 Grenzübergängen zu Litauen wird kontrolliert.

Haßelmann: Folge des nationalen Alleingangs

Die Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion, Britta Haßelmann, sieht die Ursache für Polens Kontrollen beim Vorgehen Deutschlands: "Die Einführung der polnischen Grenzkontrollen sind Folge des nationalen Alleingangs an allen deutschen Grenzen", schrieb sie auf X. Leidtragende dieser verfehlten Politik seien die Menschen in der Grenzregion./awi/DP/men

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