"Hier ist Bayern, wie man's kennt: brutal schön. Die Landschaft, die Wiesen, die Weiden, die Felder. Und jetzt aber eben hier auch mittendrin ein Bohrturm, an dem erstmals Erdgasbohrungen stattfinden sollen", sagte Neubauer der Deutschen Presse-Agentur. Das sei umwelt- und naturschutztechnisch eine Katastrophe, aber auch "das absolute Gegenteil von dem, was wir gerade in der Energiepolitik jetzt brauchen inmitten der Klimakrise".
"Das absolut falsche Signal"
Jetzt wieder in Erdgasbohrung zu gehen, sei "das absolut falsche Signal", so Neubauer. Seit der russischen Invasion in der Ukraine sei Erdgas auch geopolitisch keine gute Idee mehr.
Mit Transparenten und Schildern protestieren die rund 300 Teilnehmer am Samstagnachmittag vor dem Gelände der Bohrung. Die Veranstaltung verlief nach Polizeiangaben friedlich. Aufgerufen zu der Kundgebung hatte die Bürgerinitiative Reichling-Ludenhausen.
Der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) wolle fossiles Gas in Bayern fördern - mit bis zu zehn Bohrungen zwischen Lech und Ammersee, hieß es vor der Kundgebung in einer Stellungnahme Neubauers. "Fossiles Gas ist nichts anderes als Braunkohle, ein Klimakiller der unsere Natur, Lebensgrundlagen und Heimaten zerstört."
Die Klimafolgen weltweit und in Deutschland seien Ergebnis konkreter Politik, die wider besseres Wissen auf fossile Energieträger setze. "Paradoxerweise sind es genau die Politiker, die von Heimatschutz reden, die die Heimatzerstörung weiter vorantreiben", beklagte Neubauer./fuw/DP/zb
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