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Israel: 1.200 Lkws mit Hilfsgütern in Gazastreifen gefahren

GAZA/TEL AVIV (dpa-AFX) - Nach Angaben der israelischen Militärbehörde Cogat haben in den letzten sieben Tagen 23.000 Tonnen Hilfsgüter die Bevölkerung im Gazastreifen auf dem Landweg erreicht. 1.200 Lastwagen seien in dieser Zeit in das abgeriegelte Küstengebiet eingefahren und von UN- und anderen Organisationen übernommen worden, teilte die Behörde auf X mit.

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Die israelische Flagge.
Quelle: - pixabay.com:

Israel lässt erst seit Sonntag vor einer Woche wieder Hilfslieferungen im größeren Stil zu. Davor hatte es monatelang keine oder nur wenig humanitäre Hilfe in den Gazastreifen gelassen. Infolgedessen geriet fast die gesamte Bevölkerung an den Rand einer Hungersnot. Israel hatte die Blockade damit begründet, dass es Druck auf die islamistische Hamas ausüben wollte, damit diese die verbliebenen israelischen Geiseln in ihrer Gewalt freilässt.

Helfer und Augenzeugen berichten, dass nunmehr die meisten Lastwagen im Inneren des Gazastreifens von Bewohnern geplündert würden, bevor sie die Lager und Verteilzentren erreichen. Vertreter von UN-Organisationen sprechen von Anarchie und vom Zusammenbruch jeder Ordnung als Folge der monatelangen Blockade und des von ihr ausgelösten Hungers.

Auch würden die gegenwärtigen Mengen von etwa 200 Lkw-Ladungen am Tag nicht ausreichen, betonen sie. Vor der Blockade hatten die UN- und andere Organisationen 500 bis 600 Lastwagen pro Tag in den Gazastreifen gebracht. Die Hilfslieferungen konnten damals noch weitgehend geordnet an die Bevölkerung verteilt werden.

Parallel werden Hilfsgüter abgeworfen

Parallel zu den ausgeweiteten Transporten auf dem Landweg lässt Israel seit einer Woche auch den Abwurf von humanitärer Hilfe aus der Luft zu. Am Sonntag warfen Flugzeuge aus Deutschland, Frankreich, Belgien, Ägypten, Jordanien und den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) 136 Paletten über dem Gazastreifen ab, teilte die israelische Armee in ihrem Telegram-Kanal mit. Der Abwurf von humanitärer Hilfe aus der Luft gilt schon wegen der relativ geringen Mengen und hohen Kosten als weit weniger effizient als der Transport auf dem Landweg./gm/DP/he

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