Die europäische Hilfe fällt aber geringer aus als in den Vormonaten März und April. Im März hatte die Unterstützung sprunghaft zugenommen, auch um ausbleibende Hilfen aus den USA auszugleichen. Nach aktualisierten Zahlen betrug Hilfe Europas im März und April rund 19,9 Milliarden Euro.
Das IfW Kiel erfasst militärische, finanzielle und humanitäre Hilfe. Die Erhebung begann am 24. Januar 2022, also einen Monat vor Beginn der völkerrechtswidrigen Invasion. In den Daten berücksichtigt sind mehr als 40 Länder, darunter die EU-Staaten, die USA und Japan, sowie die EU. Datenquellen sind Regierungsstellen und Medienberichte.
Zunehmende Lieferungen der Industrie
Die Forscher des IfW registrieren, dass Militärhilfen zunehmend über Aufträge an Rüstungsunternehmen organisiert werden. Güter müssen in einem solchen Fall nicht Lagerbeständen entnommen werden. "Die Militärhilfe für die Ukraine wird verstärkt von den Kapazitäten der Rüstungsindustrie bestimmt", sagte der Leiter des Projekts, Taro Nishikawa, laut Mitteilung.
Von im Mai und Juni zugewiesenen Militärhilfen, die rund 10,5 Milliarden Euro ausmachten, sollen laut IfW Kiel mindestens 4,6 Milliarden Euro in Aufträge an Rüstungsunternehmen fließen. Die Aufträge gingen vor allem an Unternehmen in Europa und in der Ukraine./lkm/DP/jha
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