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EVP-Chef: Wir brauchen starke europäische Luftverteidigung

BERLIN (dpa-AFX) - Nach der erneuten Verletzung des Luftraums eines Nato-Landes durch Russland spricht sich EVP-Chef Manfred Weber für eine entschlossene Antwort aus. "Wir brauchen jetzt eine starke europäische Luftverteidigung mehr denn je", sagte der Vorsitzende der Europäischen Volkspartei den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Der russische Präsident Wladimir Putin "provoziert nicht nur, er testet unsere europäische Verteidigungsfähigkeit".

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Die wehende Flagge der EU.
Quelle: - pixabay.com:

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bezeichnete den Vorfall als empörend. "Das sind keine Zufälle. Es handelt sich um eine systematische russische Kampagne gegen Europa, gegen die Nato, gegen den Westen", teilte er auf der Plattform X mit. "Und das erfordert eine systematische Reaktion." Es müssten entschlossene Maßnahmen ergriffen werden - sowohl gemeinsam als auch einzeln von jeder Nation.

Drei russische Kampfjets über Estland

Das baltische EU- und Nato-Mitglied Estland hatte am Freitag erneut die Verletzung seines Luftraums durch Russland gemeldet. Drei Kampfjets vom Typ MIG-31 seien am Morgen nahe der Ostsee-Insel Vaindloo unerlaubt in den Luftraum eingedrungen und hätten sich insgesamt zwölf Minuten darin aufgehalten, teilte die estnische Armee mit.

Die Nato habe sofort reagiert und die russischen Flugzeuge abgefangen, sagte eine Nato-Sprecherin. Nach estnischen Angaben waren F-35-Kampfjets der italienischen Luftwaffe im Einsatz. Was genau bei dem Abfangmanöver passiert ist, blieb zunächst unklar. Für gewöhnlich steigen bei solchen Luftraumverletzungen Kampfflugzeuge auf und begleiten die anderen Jets wieder aus dem Luftraum hinaus.

Estland beantragte nach dem Vorfall Konsultationen nach Artikel 4 des Nato-Vertrags. Der Artikel sieht Beratungen mit den Verbündeten vor, wenn sich ein Nato-Staat von außen gefährdet sieht.

Zwei russische Kampfjets über polnischer Bohrinsel

Am Freitagabend meldete Polen, zwei russische Kampfjets hätten sich im Tiefflug einer polnischen Bohrinsel in der Ostsee genähert. Die Kampfflugzeuge hätten die Bohrplattform Petrobaltic in einer Flughöhe von 150 Metern angeflogen, schrieb die Sprecherin des Innenministeriums auf X. Dabei sei die Sicherheitszone über der Plattform verletzt worden, teilte der Grenzschutz auf X mit.

Vergangene Woche waren mehr als 20 russische Drohnen in den polnischen Luftraum eingedrungen. Nato-Jets schossen einige von ihnen ab./hme/DP/stw

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