EU-Behörde: Neuer Rekord bei von Mücken übertragenen Viren
STOCKHOLM (dpa-AFX) - Durch Stechmücken übertragene Viruserkrankungen kommen in Europa immer häufiger vor. Das teilte das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) mit. Die Ansteckung mit Erregern wie dem West-Nil- oder dem Chikungunya-Virus könnte demnach in Europa zur neuen Realität werden, warnte das ECDC.
Durch Stechmücken übertragene Viruserkrankungen nehmen in Europa zu, laut dem Europäischen Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC).
Im Jahr 2023 wurden in Europa 27 Ausbrüche des Chikungunya-Virus und 335 Fälle des West-Nil-Virus gemeldet.
Die Asiatische Tigermücke ist mittlerweile in 16 europäischen Ländern verbreitet, darunter auch Deutschland.
Einen neuen Rekord für den Kontinent verzeichnet demnach das durch die Asiatische Tigermücke übertragene Chikungunya-Virus. 27 Ausbrüche wurden bislang in diesem Jahr in Europa gemeldet. Erstmals wurde ein Fall von Chikungunya-Fieber, bei dem sich die Person vor Ort angesteckt hat, Anfang Juli im französischen Elsass bekannt. Das ist der EU-Behörde zufolge auf diesem Breitengrad außergewöhnlich und verdeutliche die Tatsache, dass sich das Übertragungsrisiko immer weiter Richtung Norden ausbreite.
Längere Sommer und mildere Winter - ideal für Mücken
Bis Mitte August wurden dem ECDC-Bericht zufolge in acht europäischen Ländern 335 Fälle von örtlich übertragenem West-Nil-Virus gemeldet und 19 Todesfälle. Italien ist mit 247 Fällen das am stärksten betroffene Land, gefolgt von Griechenland (35 Fälle). Das ECDC geht davon aus, dass die Anzahl der Infektionen weiter steigen und die Übertragungen ihren Höhepunkt im August oder September erreichen werden.
Als Gründe für die zunehmende Verbreitung der Krankheiten in Europa nennt das ECDC klimatische Bedingungen, die die Stechmücken gedeihen lassen: steigende Temperaturen, längere Sommerperioden, mildere Winter und Veränderungen in den Niederschlagsmustern. Die Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) kommt demnach mittlerweile in 16 europäischen Ländern vor, die Art breitet sich auch in Deutschland aus.
Die EU-Agentur rät Einwohnern und Besuchern in den betroffenen Gegenden - vor allem Älteren, Kindern und Personen mit geschwächtem Immunsystem -, sich gegen Mückenstiche zu schützen. Geeignet seien demnach unter anderem Mückenspray, Kleidung, die die Haut bedeckt, sowie Mückengitter an den Fenstern und Netze über den Betten./arn/DP/jha
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