Finanziert werden die Bauarbeiten von den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die sieben Kilometer lange Leitung verbindet eine emiratische Entsalzungsanlage in Ägypten mit einem Gebiet im Gazastreifen, das zwischen Chan Junis und Rafah liegt. Ziel ist, dort etwa 600.000 Menschen zu versorgen, und zwar mit 15 Liter entsalztem Wasser pro Person pro Tag. Die Emirate treiben auch Bohrungen und Instandsetzungen von Trinkwasser-Brunnen und Abwasserleitungen voran, wie die Nachrichtenagentur WAM berichtete.
Die Wasserversorgung in dem Küstengebiet war schon vor Beginn des laufenden Kriegs sehr schlecht. 97 Prozent des dortigen Wassers waren vor Kriegsbeginn im Oktober 2023 nach UN-Angaben nicht für den menschlichen Verzehr geeignet.
Durch den Gaza-Krieg hat sich die Krise auf dramatische Weise verschärft. Etwa 90 Prozent der Wasser- und Sanitäranlagen wurden dem UN-Nothilfebüro Ocha zufolge beschädigt oder zerstört. 96 Prozent der Haushalte gaben in einer UN-Befragung von vor drei Wochen an, dass sie moderate oder große Probleme beim Wasserzugang hätten.
Im Gazastreifen gab es vor Kriegsbeginn Dutzende Entsalzungsanlagen, die meisten davon wurden privat betrieben. 90 Prozent der Haushalte deckten ihren Wasserbedarf von diesen Anlagen. Viele davon mussten aber unter anderem wegen Treibstoffmangels oder wegen laufender Kämpfe den Betrieb einstellen./jot/DP/jha
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