- Zoom übertraf die Erwartungen im letzten Quartal.
- Der Umsatz stieg um 4,9 Prozent auf 1,28 Milliarden US-Dollar.
- Die Aktie fiel nach der Prognose um rund fünf Prozent.
- Energiekrise als Kurstreiber:
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Ferdinand Hammer Zoom hat die Erwartungen im vergangenen Quartal übertroffen. Dennoch geriet die Aktie nach Vorlage der Zahlen unter Druck. Für Enttäuschung sorgte vor allem die Prognose für das laufende Vierteljahr.
Im Ende Juli abgeschlossenen Quartal konnte Zoom den Umsatz um 4,9 Prozent auf 1,28 Milliarden US-Dollar erhöhen. Analysten hatten im Durchschnitt lediglich mit 1,27 Milliarden US-Dollar gerechnet. Auch beim Ergebnis schnitt der Konzern besser ab: Der bereinigte Gewinn je Aktie belief sich auf 1,55 US-Dollar. Erwartet worden waren 1,48 US-Dollar.
Zoom rechnet für das bis Oktober laufende Quartal erneut mit einem Umsatz von rund 1,28 Milliarden US-Dollar. Damit liegt die Prognose ungefähr auf Höhe der Markterwartungen. Anleger hatten sich von der erweiterten Produktpalette jedoch offenbar mehr versprochen. Beim bereinigten Gewinn stellt das Unternehmen etwa 1,47 US-Dollar je Aktie in Aussicht. Die von Bloomberg erfassten Analystenschätzungen liegen bei 1,50 US-Dollar.
Die Reaktion an der Börse fiel deutlich aus. Nach Handelsschluss gab die Zoom-Aktie rund fünf Prozent nach. Bereits im regulären Geschäft hatte sie fast vier Prozent verloren und bei 100,92 US-Dollar geschlossen. Seit Jahresbeginn stand zuvor noch ein Kursplus von 21 Prozent zu Buche. Für Fantasie hatten neue Produkte sowie der Wert einer Beteiligung an Anthropic gesorgt, die aus einer Partnerschaft aus dem Jahr 2023 stammt.
Zoom baut sein Geschäft inzwischen weit über Videokonferenzen hinaus aus. Zum Angebot gehören verschiedene KI-gestützte Anwendungen, Telefonanlagen für Unternehmen und Software für Contact Center. Diese Lösungen bündeln Telefonate, E-Mails, Live-Chats und Nachrichten in einer gemeinsamen Oberfläche. Allerdings kann der Einsatz der zugrunde liegenden KI-Modelle von Anbietern wie Anthropic hohe Kosten verursachen.
Positiv entwickelte sich das Geschäft mit großen Unternehmen. Der Enterprise-Umsatz wuchs um 7,8 Prozent auf 787,5 Millionen US-Dollar. Bei Privatkunden und kleineren Unternehmen blieb die monatliche Abwanderungsquote mit 2,9 Prozent unverändert. Dieses Kundensegment spielt für Zoom jedoch eine zunehmend geringere Rolle.
Autor: Ferdinand Hammer, SBH-Redaktion
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