Diese Thyssenkrupp-Tochter soll 3,5 Milliarden Euro wert sein
Julian Schick
Julian Schick
Julian Schick schreibt seit 2020 über die Themen, die Anleger bewegen – mit einem besonderen Fokus auf Aktienanalysen, Dividendenstrategien und ETFs. Der ausgebildete Journalist absolvierte die Kölner Journalistenschule und sammelte Erfahrungen unter anderem beim Handelsblatt, der Financial Times Deutschland sowie Euronews und WDR5. Für Ariva bringt er fundiertes Marktwissen und einen klaren Blick für das Wesentliche mit.
Thyssenkrupp treibt die Aufspaltung des Konzerns voran. Der Aufsichtsrat hat grünes Licht gegeben, die Sparte Material Services unter dem Namen "tk accelis" abzuspalten und bis Ende 2026 an die Frankfurter Börse zu bringen. Thyssenkrupp (ThyssenKrupp Aktie) selbst will dabei mehrheitlich beteiligt bleiben, mit 51 Prozent der Anteile.
Was nach Verwaltungskram klingt, hat es finanziell in sich. Analysten von Bank of America taxieren den Wert der Sparte auf rund 3,5 Milliarden Euro, das entspricht ungefähr der Hälfte der gesamten Marktkapitalisierung von Thyssenkrupp.
Hinter Material Services steckt im Kern ein Stahlhandelsgeschäft, vergleichbar mit Unternehmen wie Kloeckner oder Reliance. Die Sparte kauft Stahl und andere Materialien am Markt ein und verkauft sie in kleineren Mengen weiter an Kunden, die keine eigenen Lager vorhalten wollen. Für diesen Service, schnelle Lieferung in passenden Stückzahlen, zahlen die Abnehmer einen Aufschlag auf den Marktpreis.
Die Bank-of-America-Analysten bestätigen ihre Kaufempfehlung für die Aktie mit einem Kursziel von 15 Euro – ein Aufwärtspotenzial von rund 40 Prozent – und sehen in der Abspaltung einen konkreten Hebel zur Wertsteigerung, ähnlich wie schon bei der Ausgliederung des Marineschiffbaus im vergangenen Jahr, wo ebenfalls 49 Prozent an die Börse gingen. "Wir sehen unmittelbare Chancen, Wert freizusetzen", heißt es in der Analyse.
Der nächste formale Schritt folgt am 7. August, wenn eine außerordentliche Hauptversammlung über das Vorhaben abstimmen soll. Parallel bleibt auch die Beteiligung am Aufzugsgeschäft im Konzern als möglicher weiterer Verkaufskandidat im Gespräch. Thyssenkrupp zerlegt sich also munter weiter, Stück für Stück, in der Hoffnung, dass die Summe der Einzelteile am Ende mehr wert ist als der Gesamtkonzern heute.
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000NB6GGD6
, DE000NB6MUE3
, DE000NB6WZR3
, DE000NB34PM8
, DE000NB6UMN4
, DE000NB6U7A0
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