- Tesla startet Auslieferungen des Semi an erste Kunden.
- Die Reichweite beträgt bis zu 500 Meilen pro Ladung.
- Die Dieselpreise in den USA sind um 76 Prozent gestiegen.
- Energiekrise als Kurstreiber:
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Pascal Grunow Tesla beginnt in dieser Woche mit der Auslieferung des Semi an eine erste Gruppe von Kunden. Im Werk in Sparks im US-Bundesstaat Nevada präsentierte der Elektroautobauer seinen vollelektrischen Schwerlast-Lkw und bekräftigte das langfristige Produktionsziel von bis zu 50.000 Fahrzeugen pro Jahr.
Elon Musk hatte den Semi bereits im November 2017 vorgestellt. Nach mehreren Verzögerungen soll das Fahrzeug Tesla nun den Einstieg in den milliardenschweren Markt für schwere Nutzfahrzeuge ermöglichen.
Zu den ersten Kunden gehören große Unternehmen wie PepsiCo, DHL und US Foods.
500 Meilen mit einer Ladung
Tesla bietet den Semi in zwei Varianten an. Die Standardversion kommt auf eine Reichweite von 325 Meilen beziehungsweise 523 Kilometern. Die Long-Range-Version soll voll beladen rund 500 Meilen oder gut 800 Kilometer mit einer Batterieladung zurücklegen können.
Nach Angaben von Tesla-Semi-Chef Dan Priestley wurde diese Reichweite bereits im realen Betrieb von Kunden bestätigt. Gerade für Logistikkonzerne soll der Semi nicht nur mit seiner Reichweite punkten, sondern vor allem mit niedrigeren Betriebskosten.
Dieselpreise 76 Prozent höher
Das könnte zum richtigen Zeitpunkt kommen. Die Dieselpreise in den USA sind zuletzt stark gestiegen. Innerhalbe eines Jahres um 76 Prozent auf 6,51 US-Dollar je Gallone. Tesla wirbt damit, dass der Semi dadurch pro gefahrenem Kilometer günstiger betrieben werden könne als klassische Diesel-Lkw.
Rekordauftrag sorgt für Rückenwind
Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgt eine der bislang größten Bestellungen elektrischer Schwerlast-Lkw in den USA. Die ZET-SCALE-Allianz hat eine Bestellung über insgesamt 2.500 batterieelektrische Class-8-Lkw organisiert.
Laut den Organisatoren würde der Auftrag die bestehende Flotte elektrischer Class-8-Lkw in den USA nahezu verdoppeln.
Neuer Milliardenmarkt für Tesla?
Morgan-Stanley-Analyst Andrew Percoco sieht im Semi langfristig eine potenzielle Milliardenquelle für Tesla. Noch größer könnte das Geschäft werden, wenn Tesla seine Pläne für autonom fahrende Lkw umsetzt.
Der Konzern will den Semi langfristig fahrerlos betreiben können. Gerade im Frachtgeschäft könnte autonomes Fahren die Kosten deutlich senken, da der Fahrer einen wesentlichen Kostenfaktor im Lkw-Betrieb darstellt.
Anleger bleiben bislang skeptisch
An der Börse reicht der Semi allein allerdings noch nicht aus, um die Stimmung rund um Tesla zu drehen. Die Aktie schloss am Donnerstag 0,57 Prozent tiefer bei 337,94 US-Dollar und liegt damit seit Jahresbeginn 16 Prozent im Minus.
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