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Snam Aktie

Aktie
WKN:  764545 ISIN:  IT0003153415 US-Symbol:  SNMRF Branche:  Gasversorger Land:  Italien
5,78 €
-0,112 €
-1,90%
19:11:49 Uhr
Depot/Watchlist
Handel heute ex Dividende (0,12 €)
Marktkapitalisierung *
18,97 Mrd. €
Streubesitz
31,40%
KGV
11,70
Dividende
0,12 €
Dividendenrendite
2,09%
neu: Nachhaltigkeits-Score
54 %
Index-Zuordnung
Snam Aktie Chart

Unternehmensbeschreibung

Snam SpA ist ein italienischer Gasinfrastrukturbetreiber mit europäischer Reichweite und zählt zu den zentralen Akteuren im kontinentaleuropäischen Erdgas- und künftig Wasserstoffmarkt. Das Unternehmen betreibt ein weitverzweigtes Hochdruck-Pipelinenetz, Speicheranlagen sowie Gasverflüssigungs- und Regasifizierungskapazitäten. Als regulierter Infrastrukturwert fokussiert sich Snam auf stabile, planbare Cashflows aus Netzentgelten und langfristigen Kapazitätsverträgen. Für Anleger ist Snam vor allem als defensiver Baustein im Bereich Energieinfrastruktur und als potenzieller Profiteur der Dekarbonisierung und des Ausbaus von Wasserstoffnetzen relevant.

Geschäftsmodell und Erlösquellen

Das Geschäftsmodell von Snam basiert im Kern auf dem Betrieb, der Instandhaltung und der Weiterentwicklung von Gas- und Infrastrukturnetzen, die überwiegend regulierten Rahmenbedingungen unterliegen. Die Wertschöpfung entsteht primär durch:
  • Transport von Erdgas und perspektivisch Wasserstoff über nationale und internationale Hochdruckleitungen
  • Unterirdische Gasspeicherung zur Gewährleistung von Versorgungssicherheit und Netzstabilität
  • Regasifizierung von LNG sowie Terminalbetrieb
  • Investitionen und Beteiligungen an europäischen Gas- und Energieinfrastrukturnetzen
  • Engineering-, Wartungs- und Beratungsdienstleistungen für Dritte im Infrastrukturbereich
Die regulatorische Einbettung in Italien sieht typischerweise eine verzinste Regulierungsbasis vor, was die Einnahmen planbar macht und das Risiko von Nachfrageschwankungen reduziert. Gleichzeitig öffnet Snam sein Geschäftsmodell schrittweise für neue Wachstumsfelder wie Wasserstoffinfrastruktur, Biomethan, Power-to-Gas und erneuerbare Gase.

Mission und strategische Ausrichtung

Die Mission von Snam zielt darauf ab, als Schlüsselakteur der Energiewende in Europa eine sichere, flexible und zunehmend dekarbonisierte Energieversorgung zu unterstützen. Offiziell stellt das Unternehmen den Übergang von fossilem Erdgas hin zu klimafreundlicheren Gasen und Wasserstoff in den Mittelpunkt seiner langfristigen Strategie. Snam positioniert sich als Plattformbetreiber, der bestehende Erdgasinfrastruktur schrittweise für Wasserstoff und erneuerbare Gase ertüchtigt und damit Investitionsschutz und Transformationsfähigkeit kombiniert. Die strategischen Leitlinien umfassen:
  • Erhalt und Modernisierung kritischer Gasinfrastruktur zur Versorgungssicherheit in Italien und Europa
  • Schrittweiser Umbau der Netze zu „hydrogen-ready“-Pipelines
  • Aufbau eines integrierten Ökosystems für Wasserstoff, Biomethan und synthetische Gase
  • Kapitalallokation mit Fokus auf regulierte oder langfristig abgesicherte Renditen
  • ESG-orientierte Unternehmensführung mit Reduktion der eigenen Emissionen und Methanverluste

Produkte, Dienstleistungen und Infrastruktur-Portfolio

Das Leistungsangebot von Snam ist klar in Infrastruktur- und Servicemodule strukturiert:
  • Gastransport: Betrieb eines umfangreichen nationalen und internationalen Höchstdruck-Pipelinenetzes für den Transit und die Verteilung von Erdgas und perspektivisch Wasserstoff. Die Einnahmen resultieren aus regulierten Transportentgelten und Kapazitätsbuchungen von Versorgern und Großkunden.
  • Speicheraktivitäten: Unterirdische Speicher in erschöpften Gasfeldern sichern saisonale Flexibilität und dienen als Puffer in Krisenphasen. Diese Speicher spielen eine systemrelevante Rolle im europäischen Gasmarkt.
  • LNG- und Regasifizierung: Beteiligung an Terminals für Flüssigerdgas, die Diversifikation der Importquellen ermöglichen. Snam stellt Infrastrukturkapazitäten bereit und profitiert von langfristigen Terminal- und Regasifizierungsverträgen.
  • Neue Energien: Entwicklung von Projekten in den Bereichen Wasserstoff, Biomethan, Gasnetze für erneuerbare Gase, Power-to-Gas-Anlagen und begleitende Services zur Dekarbonisierung industrieller Prozesse.
  • Engineering und Dienstleistungen: Technische Planung, Bauüberwachung, Netzoptimierung, digitale Asset-Management-Lösungen und Beratungsleistungen für Infrastrukturbetreiber im In- und Ausland.

Business Units und organisatorische Struktur

Die Geschäftstätigkeit von Snam lässt sich im Wesentlichen in drei Kernbereiche und angrenzende Wachstumssegmente gliedern:
  • Transport: Netzinfrastruktur, Dispatching, Netzsteuerung und Interkonnektoren zu Nachbarländern bilden die größte Business Unit. Hier liegt der Schwerpunkt auf Netzstabilität, Effizienzsteigerung und Anpassung an künftige Wasserstoffströme.
  • Speicherung: Die Storage-Einheiten verantworten Betrieb, Wartung und Erweiterung der Speicherstandorte, inklusive Kapazitätsmanagement und saisonaler Allokation.
  • LNG und internationale Beteiligungen: Beteiligungen an LNG-Terminals, ausländischen Netzbetreibern und Joint Ventures in Europa sind in einer eigenständigen Einheit gebündelt, um Projektentwicklung und Kapitalsteuerung zu bündeln.
  • Energy Transition Businesses: In einer wachstumsorientierten Einheit werden Aktivitäten zu Wasserstoff, Biomethan, erneuerbaren Gasen und innovativen Energieprojekten zusammengeführt, häufig in Kooperation mit Industriepartnern.
Diese Struktur ermöglicht eine Trennung von stabilen, regulierten Cashflow-Quellen und chancenorientierten Wachstumsfeldern, was für konservative Investoren in Bezug auf Transparenz und Risikoprofil relevant ist.

Unternehmensgeschichte und Entwicklung

Snam wurde Mitte des 20. Jahrhunderts ursprünglich als Gasinfrastruktureinheit des italienischen Energiekonzerns ENI gegründet, um das nationale Erdgasnetz aufzubauen und zu betreiben. Über Jahrzehnte hinweg entwickelte sich das Unternehmen zum zentralen Backbone der italienischen Gasversorgung. Im Zuge von Liberalisierung, Unbundling-Vorschriften und der Öffnung der europäischen Energiemärkte wurde Snam schrittweise rechtlich und eigentumsrechtlich von ENI getrennt und zu einem eigenständigen, börsennotierten Infrastrukturunternehmen weiterentwickelt. Mit der europäischen Integration der Gasmärkte verlagerte sich der Fokus von einem rein nationalen Versorgernetzwerk hin zu einem überregionalen Transit- und Interkonnektorknoten. In den vergangenen Jahren hat Snam seine Strategie deutlich in Richtung Energiewende ausgerichtet, Beteiligungen an ausländischen Gasnetzbetreibern aufgebaut und erste Pilotprojekte für Wasserstoff- und erneuerbare Gasinfrastruktur initiiert. Die Unternehmensgeschichte ist damit geprägt von regulatorisch gesteuerter Transformation, zunehmender Internationalisierung und dem Übergang von einem klassischen Gasnetzbetreiber zu einem diversifizierten Energieinfrastrukturunternehmen.

Alleinstellungsmerkmale und Burggräben

Snam verfügt über mehrere strukturelle Wettbewerbsvorteile, die sich schwer replizieren lassen:
  • Netzmonopol-ähnliche Stellung: Im italienischen Hochdruck-Gasnetz nimmt Snam eine quasi-monopolistische Position ein. Parallele Netzinfrastruktur wäre ökonomisch kaum sinnvoll, was zu einem natürlichen Moat führt.
  • Regulierte Renditen: Die Verzinsung der Regulierungsbasis und die klare Tarifstruktur schaffen hohe Visibilität der Ertragssituation. Dies unterscheidet Snam deutlich von nicht regulierten Energieversorgern mit stärkerem Preis- und Nachfragerisiko.
  • Strategische Lage: Italien fungiert als Drehscheibe zwischen Nordafrika, dem östlichen Mittelmeer, der Kaspischen Region und Zentraleuropa. Snam profitiert von dieser geographischen Brückenfunktion für Gas- und perspektivisch Wasserstoffimporte.
  • Skaleneffekte und technisches Know-how: Der Betrieb eines umfangreichen Leitungs- und Speichersystems generiert Skalenvorteile sowie technologische Kompetenz bei Bau, Betrieb und Umrüstung großer Infrastrukturen.
  • Hydrogen-ready-Ansatz: Teile der bestehenden Infrastruktur werden so ertüchtigt, dass sie Wasserstoff oder Wasserstoff-Gas-Gemische transportieren können. Diese Option auf zukünftige Dekarbonisierungsinfrastruktur stellt ein wichtiges Differenzierungsmerkmal dar.

Wettbewerbsumfeld und Vergleichsunternehmen

Snam konkurriert weniger im klassischen Sinn über Preise mit direkten Rivalen, sondern agiert in einem Umfeld nationaler und regionaler Gasnetzbetreiber mit vergleichbarer Funktion. Zu relevanten Vergleichsunternehmen auf europäischer Ebene zählen unter anderem:
  • Enagás (Spanien) als Betreiber des spanischen Gasnetzes und LNG-Terminals
  • Fluxys (Belgien) mit Fokus auf Transit, Speicher und LNG im Nordwesteuropäischen Gasdrehkreuz
  • GRTgaz und Teréga (Frankreich) als Betreiber von Transportnetzen
  • Open Grid Europe und weitere deutsche Fernleitungsnetzbetreiber im zunehmend vernetzten europäischen Gas- und Wasserstoffmarkt
Im Bereich Wasserstoff und erneuerbare Gase tritt Snam zudem indirekt mit Pipelinebetreibern, Speicherunternehmen, Projektentwicklern und Industriekonsortien in Wettbewerb, die um förderfähige Projekte, Konsortialstrukturen und industrielle Abnehmer ringen. Der Wettbewerb findet hier vor allem über Projektqualität, Finanzierungskraft und regulatorische Verankerung statt.

Management, Corporate Governance und Strategieumsetzung

Die Unternehmensführung von Snam orientiert sich an einer klar ESG-orientierten und auf Dividendenstabilität ausgerichteten Strategie. Das Management verfolgt typischerweise mehrjährige Strategiepläne mit definierten Investitionsvolumina in Netze, Speicher, internationale Beteiligungen und Projekte der Energiewende. Governance-Strukturen mit einem Board of Directors, unabhängigen Mitgliedern und speziellen Ausschüssen für Audit, Risikomanagement und Nachhaltigkeit sollen die Interessen von Minderheitsaktionären schützen. Die Strategieumsetzung fokussiert sich auf:
  • Kapitaldisziplin und priorisierte Investitionen in regulierte, cashflow-starke Assets
  • Schrittweise Portfolioerweiterung um Wasserstoff- und Biomethanprojekte mit hoher regulatorischer Unterstützung
  • Finanzierungsstrategien, die auf ein ausbalanciertes Verhältnis von Verschuldung, Laufzeiten und Zinsbindung abzielen
  • Stetige Verbesserung der operativen Effizienz und Digitalisierung von Netz- und Asset-Management
Für konservative Anleger sind vor allem Kontinuität im Management, Berechenbarkeit der Kapitallenkung und die Behandlung von Minderheitsaktionären im Rahmen von Beteiligungs- und Akquisitionsstrategien relevant.

Branchen- und Regionalanalyse

Snam ist in der europäischen Gasinfrastrukturbranche tätig, einem Sektor, der sich in einer Übergangsphase zwischen traditionellem Erdgasgeschäft und klimaneutralen Energieträgern befindet. Die Branche ist stark reguliert und politisch beeinflusst, wobei Versorgungssicherheit, Dekarbonisierung und Diversifikation der Bezugsquellen zentrale Leitlinien darstellen. In Europa erhöhten geopolitische Spannungen und Versorgungsrisiken den Stellenwert von Speichern, LNG-Terminals und Interkonnektoren. Italien spielt dabei eine zentrale Rolle als Import- und Transitland, wodurch die nationale Infrastruktur eine europäische Dimension erhält. Mittel- bis langfristig wird erwartet, dass die Transportvolumina von klassischem Erdgas strukturell zurückgehen, während Wasserstoff, Biomethan und synthetische Gase an Bedeutung gewinnen. Dies erfordert von Netzbetreibern wie Snam hohe Investitionen in Umrüstung, Digitalisierung und Interoperabilität von Infrastruktur. Regional ist Snam vor allem in Italien verankert, verfügt aber über Beteiligungen und Projekte in mehreren europäischen Ländern, wodurch regulatorische Diversifikation und Zugang zu verschiedenen Wasserstoff- und Gasinitiativen entsteht.

Besonderheiten und ESG-Aspekte

Als Betreiber kritischer Infrastruktur unterliegt Snam strengen Auflagen bezüglich Sicherheit, Umweltstandards und Corporate Governance. ESG-Kriterien sind in der Unternehmensstrategie verankert und betreffen insbesondere:
  • Reduktion von Methanemissionen und Leckagen im Netzbetrieb
  • Förderung erneuerbarer Gase, Biomethan und Wasserstoff als Baustein der Dekarbonisierung
  • Transparente Berichterstattung zu Nachhaltigkeitskennzahlen und Klimazielen
  • Einbindung in europäische Wasserstoff- und Energieallianzen zur Koordination von Infrastrukturprojekten
Eine Besonderheit ist die systemkritische Rolle von Snam für die italienische und europäische Versorgungssicherheit. Dadurch stehen Entscheidungen zu Investitionen, Netzplanung und Notfallreserven unter intensiver Beobachtung von Regulierungsbehörden und Politik. Gleichzeitig kann die Teilnahme an EU-Programmen, Wasserstoff-Korridoren und transeuropäischen Energienetzen Zugang zu Fördermitteln und bevorzugter regulatorischer Behandlung eröffnen.

Chancen für konservative Anleger

Aus der Perspektive eines sicherheitsorientierten Investors bietet Snam mehrere potenzielle Chancen:
  • Stabile, regulierte Cashflows: Der überwiegende Teil der Geschäftstätigkeit generiert planbare Einnahmen mit begrenzter Volatilität, was grundsätzlich zu einer defensiven Ertragsstruktur beiträgt.
  • Systemrelevanz und politische Unterstützung: Als kritische Infrastruktur für Gas- und künftige Wasserstoffversorgung genießt Snam eine hohe Relevanz für die Energiepolitik, was in Krisenzeiten Stabilisierungseffekte entfalten kann.
  • Partizipation an der Energiewende: Die schrittweise Umrüstung hin zu Wasserstoff- und erneuerbaren Gasnetzen eröffnet langfristige Wachstumsoptionen, insbesondere wenn EU-Initiativen und nationale Förderprogramme den Infrastrukturausbau beschleunigen.
  • Geographischer Vorteil: Die Lage Italiens als Drehscheibe zwischen verschiedenen Lieferregionen erlaubt Snam, neue Bezugsquellen und Transportkorridore zu erschließen und damit von Diversifikationsstrategien Europas zu profitieren.
  • Inflationsschutzpotenzial: Teile der Netzentgelte und regulierten Renditen können inflationsindexiert oder über Regulierungsmechanismen angepasst sein, was in Phasen hoher Inflation stabilisierend wirken kann.

Risiken und Unsicherheiten eines Investments

Trotz der defensiven Grundstruktur bestehen für Anleger relevante Risiken:
  • Regulatorisches Risiko: Änderungen der Regulierungsparameter, zulässigen Eigenkapitalrenditen oder Tarifstrukturen können die Profitabilität direkt beeinflussen. Politischer Druck zur Senkung von Energiekosten kann auf die zulässigen Erlöse durchschlagen.
  • Nachfragerückgang bei Erdgas: Der langfristige Rückgang des Erdgasverbrauchs im Zuge von Dekarbonisierung, Energieeffizienz und Substitution durch erneuerbare Energien kann Transport- und Speicherbedarf reduzieren, falls die Umrüstung auf Wasserstoff nicht zügig gelingt.
  • Technologische und Projektumsetzungsrisiken: Der Aufbau von Wasserstoffnetzen und Power-to-Gas-Lösungen ist technisch komplex und kapitalintensiv. Verzögerungen, Kostenüberschreitungen oder technische Hürden könnten die Rendite neuer Projekte beeinträchtigen.
  • Finanzierungs- und Zinsrisiko: Als kapitalintensiver Infrastrukturbetreiber ist Snam in hohem Maß auf Fremdfinanzierung angewiesen. Steigende Zinsen oder eingeschränkter Zugang zu Kapitalmärkten könnten die Kapitalkosten erhöhen und Investitionsprogramme bremsen.
  • Geopolitische und regulatorische Eingriffe: Spannungen im Zusammenhang mit Gasimporten, Sanktionen oder Eingriffe in die Eigentumsrechte an kritischer Infrastruktur können sich auf die Rahmenbedingungen für Snam auswirken.
Für konservative Anleger ist eine sorgfältige Beobachtung der regulatorischen Entwicklungen, der Fortschritte bei der Wasserstoffstrategie und der Verschuldungsstruktur wesentlich, um das Chance-Risiko-Profil laufend einzuordnen, ohne daraus eine konkrete Handlungs- oder Anlageempfehlung abzuleiten.

Realtime-Kursdaten

Geld/Brief 5,782 € / 5,806 €
Spread +0,42%
Schluss Vortag 5,892 €
Gehandelte Stücke 8.134
Tagesvolumen Vortag 153.836,9 €
Tagestief 5,698 €
Tageshoch 5,79 €
52W-Tief 4,214 €
52W-Hoch 5,952 €
Jahrestief 5,61 €
Jahreshoch 5,952 €
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Fundamentale Kennzahlen (2024)

Umsatz in Mio. 3.568 €
Operatives Ergebnis (EBIT) in Mio. -
Jahresüberschuss in Mio. 1.257 €
Umsatz je Aktie -
Gewinn je Aktie 0,37 €
Gewinnrendite +14,08%
Umsatzrendite +35,29%
Return on Investment +3,51%
Marktkapitalisierung in Mio. -
KGV (Kurs/Gewinn) 11,70
KBV (Kurs/Buchwert) -
KUV (Kurs/Umsatz) -
Eigenkapitalrendite +14,10%
Eigenkapitalquote +24,95%
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Derivate

Anlageprodukte (2)
Aktienanleihen 2
Hebelprodukte (16)
Knock-Outs 16
Alle Derivate

Dividenden Kennzahlen

Auszahlungen/Jahr 2
Gesteigert seit 8 Jahre
Keine Senkung seit 8 Jahre
Stabilität der Dividende 0,63 (max 1,00)
Jährlicher 4,23% (5 Jahre)
Dividendenzuwachs 1,86% (10 Jahre)
Ausschüttungs- 73,4% (auf den Gewinn/FFO)
quote 100% (auf den Free Cash Flow)
Erwartete Dividendensteigerung 6,9%

Dividenden Historie

Datum Dividende
19.01.2026 0,12 €
23.06.2025 0,17 €
20.01.2025 0,12 €
24.06.2024 0,17 €
22.01.2024 0,11 €
19.06.2023 0,17 €
23.01.2023 0,11 €
20.06.2022 0,16 €
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31.03.2026 Quartalsmitteilung
Quelle: Leeway

Prognose & Kursziel

Keine aktuellen Prognosen oder Kursziele bekannt.

Übersicht Handelsplätze

Handelsplatz
Letzter
Änderung
Vortag
Zeit
Düsseldorf 5,768 € -1,64%
5,864 € 19:31
Frankfurt 5,754 € -1,17%
5,822 € 15:25
Hamburg 5,788 € -1,26%
5,862 € 17:25
Hannover 5,788 € -1,26%
5,862 € 17:25
München 5,742 € -1,91%
5,854 € 09:05
Stuttgart 5,782 € -1,70%
5,882 € 19:47
L&S RT 5,795 € -1,65%
5,892 € 20:15
Wien 5,798 € -1,09%
5,862 € 11:00
Nasdaq OTC Other 6,62 $ -5,57%
7,0105 $ 05.01.26
Tradegate 5,78 € -1,90%
5,892 € 19:11
Quotrix 5,69 € -2,74%
5,85 € 07:27
Gettex 5,792 € -1,73%
5,894 € 20:13
Weitere Börsenplätze

Historische Kurse

Datum
Kurs
Volumen
19.01.26 5,786 40.658
16.01.26 5,892 154 T
15.01.26 5,846 62 T
14.01.26 5,818 35.417
13.01.26 5,726 29.131
12.01.26 5,84 74 T
Weitere Historische Kurse

Performance

Zeitraum Kurs %
1 Woche 5,84 € -0,92%
1 Monat 5,634 € +2,70%
6 Monate 5,054 € +14,48%
1 Jahr 4,376 € +32,22%
5 Jahre 4,414 € +31,08%

Unternehmensprofil Snam SpA

Snam SpA ist ein italienischer Gasinfrastrukturbetreiber mit europäischer Reichweite und zählt zu den zentralen Akteuren im kontinentaleuropäischen Erdgas- und künftig Wasserstoffmarkt. Das Unternehmen betreibt ein weitverzweigtes Hochdruck-Pipelinenetz, Speicheranlagen sowie Gasverflüssigungs- und Regasifizierungskapazitäten. Als regulierter Infrastrukturwert fokussiert sich Snam auf stabile, planbare Cashflows aus Netzentgelten und langfristigen Kapazitätsverträgen. Für Anleger ist Snam vor allem als defensiver Baustein im Bereich Energieinfrastruktur und als potenzieller Profiteur der Dekarbonisierung und des Ausbaus von Wasserstoffnetzen relevant.

Geschäftsmodell und Erlösquellen

Das Geschäftsmodell von Snam basiert im Kern auf dem Betrieb, der Instandhaltung und der Weiterentwicklung von Gas- und Infrastrukturnetzen, die überwiegend regulierten Rahmenbedingungen unterliegen. Die Wertschöpfung entsteht primär durch:
  • Transport von Erdgas und perspektivisch Wasserstoff über nationale und internationale Hochdruckleitungen
  • Unterirdische Gasspeicherung zur Gewährleistung von Versorgungssicherheit und Netzstabilität
  • Regasifizierung von LNG sowie Terminalbetrieb
  • Investitionen und Beteiligungen an europäischen Gas- und Energieinfrastrukturnetzen
  • Engineering-, Wartungs- und Beratungsdienstleistungen für Dritte im Infrastrukturbereich
Die regulatorische Einbettung in Italien sieht typischerweise eine verzinste Regulierungsbasis vor, was die Einnahmen planbar macht und das Risiko von Nachfrageschwankungen reduziert. Gleichzeitig öffnet Snam sein Geschäftsmodell schrittweise für neue Wachstumsfelder wie Wasserstoffinfrastruktur, Biomethan, Power-to-Gas und erneuerbare Gase.

Mission und strategische Ausrichtung

Die Mission von Snam zielt darauf ab, als Schlüsselakteur der Energiewende in Europa eine sichere, flexible und zunehmend dekarbonisierte Energieversorgung zu unterstützen. Offiziell stellt das Unternehmen den Übergang von fossilem Erdgas hin zu klimafreundlicheren Gasen und Wasserstoff in den Mittelpunkt seiner langfristigen Strategie. Snam positioniert sich als Plattformbetreiber, der bestehende Erdgasinfrastruktur schrittweise für Wasserstoff und erneuerbare Gase ertüchtigt und damit Investitionsschutz und Transformationsfähigkeit kombiniert. Die strategischen Leitlinien umfassen:
  • Erhalt und Modernisierung kritischer Gasinfrastruktur zur Versorgungssicherheit in Italien und Europa
  • Schrittweiser Umbau der Netze zu „hydrogen-ready“-Pipelines
  • Aufbau eines integrierten Ökosystems für Wasserstoff, Biomethan und synthetische Gase
  • Kapitalallokation mit Fokus auf regulierte oder langfristig abgesicherte Renditen
  • ESG-orientierte Unternehmensführung mit Reduktion der eigenen Emissionen und Methanverluste

Produkte, Dienstleistungen und Infrastruktur-Portfolio

Das Leistungsangebot von Snam ist klar in Infrastruktur- und Servicemodule strukturiert:
  • Gastransport: Betrieb eines umfangreichen nationalen und internationalen Höchstdruck-Pipelinenetzes für den Transit und die Verteilung von Erdgas und perspektivisch Wasserstoff. Die Einnahmen resultieren aus regulierten Transportentgelten und Kapazitätsbuchungen von Versorgern und Großkunden.
  • Speicheraktivitäten: Unterirdische Speicher in erschöpften Gasfeldern sichern saisonale Flexibilität und dienen als Puffer in Krisenphasen. Diese Speicher spielen eine systemrelevante Rolle im europäischen Gasmarkt.
  • LNG- und Regasifizierung: Beteiligung an Terminals für Flüssigerdgas, die Diversifikation der Importquellen ermöglichen. Snam stellt Infrastrukturkapazitäten bereit und profitiert von langfristigen Terminal- und Regasifizierungsverträgen.
  • Neue Energien: Entwicklung von Projekten in den Bereichen Wasserstoff, Biomethan, Gasnetze für erneuerbare Gase, Power-to-Gas-Anlagen und begleitende Services zur Dekarbonisierung industrieller Prozesse.
  • Engineering und Dienstleistungen: Technische Planung, Bauüberwachung, Netzoptimierung, digitale Asset-Management-Lösungen und Beratungsleistungen für Infrastrukturbetreiber im In- und Ausland.

Business Units und organisatorische Struktur

Die Geschäftstätigkeit von Snam lässt sich im Wesentlichen in drei Kernbereiche und angrenzende Wachstumssegmente gliedern:
  • Transport: Netzinfrastruktur, Dispatching, Netzsteuerung und Interkonnektoren zu Nachbarländern bilden die größte Business Unit. Hier liegt der Schwerpunkt auf Netzstabilität, Effizienzsteigerung und Anpassung an künftige Wasserstoffströme.
  • Speicherung: Die Storage-Einheiten verantworten Betrieb, Wartung und Erweiterung der Speicherstandorte, inklusive Kapazitätsmanagement und saisonaler Allokation.
  • LNG und internationale Beteiligungen: Beteiligungen an LNG-Terminals, ausländischen Netzbetreibern und Joint Ventures in Europa sind in einer eigenständigen Einheit gebündelt, um Projektentwicklung und Kapitalsteuerung zu bündeln.
  • Energy Transition Businesses: In einer wachstumsorientierten Einheit werden Aktivitäten zu Wasserstoff, Biomethan, erneuerbaren Gasen und innovativen Energieprojekten zusammengeführt, häufig in Kooperation mit Industriepartnern.
Diese Struktur ermöglicht eine Trennung von stabilen, regulierten Cashflow-Quellen und chancenorientierten Wachstumsfeldern, was für konservative Investoren in Bezug auf Transparenz und Risikoprofil relevant ist.

Unternehmensgeschichte und Entwicklung

Snam wurde Mitte des 20. Jahrhunderts ursprünglich als Gasinfrastruktureinheit des italienischen Energiekonzerns ENI gegründet, um das nationale Erdgasnetz aufzubauen und zu betreiben. Über Jahrzehnte hinweg entwickelte sich das Unternehmen zum zentralen Backbone der italienischen Gasversorgung. Im Zuge von Liberalisierung, Unbundling-Vorschriften und der Öffnung der europäischen Energiemärkte wurde Snam schrittweise rechtlich und eigentumsrechtlich von ENI getrennt und zu einem eigenständigen, börsennotierten Infrastrukturunternehmen weiterentwickelt. Mit der europäischen Integration der Gasmärkte verlagerte sich der Fokus von einem rein nationalen Versorgernetzwerk hin zu einem überregionalen Transit- und Interkonnektorknoten. In den vergangenen Jahren hat Snam seine Strategie deutlich in Richtung Energiewende ausgerichtet, Beteiligungen an ausländischen Gasnetzbetreibern aufgebaut und erste Pilotprojekte für Wasserstoff- und erneuerbare Gasinfrastruktur initiiert. Die Unternehmensgeschichte ist damit geprägt von regulatorisch gesteuerter Transformation, zunehmender Internationalisierung und dem Übergang von einem klassischen Gasnetzbetreiber zu einem diversifizierten Energieinfrastrukturunternehmen.

Alleinstellungsmerkmale und Burggräben

Snam verfügt über mehrere strukturelle Wettbewerbsvorteile, die sich schwer replizieren lassen:
  • Netzmonopol-ähnliche Stellung: Im italienischen Hochdruck-Gasnetz nimmt Snam eine quasi-monopolistische Position ein. Parallele Netzinfrastruktur wäre ökonomisch kaum sinnvoll, was zu einem natürlichen Moat führt.
  • Regulierte Renditen: Die Verzinsung der Regulierungsbasis und die klare Tarifstruktur schaffen hohe Visibilität der Ertragssituation. Dies unterscheidet Snam deutlich von nicht regulierten Energieversorgern mit stärkerem Preis- und Nachfragerisiko.
  • Strategische Lage: Italien fungiert als Drehscheibe zwischen Nordafrika, dem östlichen Mittelmeer, der Kaspischen Region und Zentraleuropa. Snam profitiert von dieser geographischen Brückenfunktion für Gas- und perspektivisch Wasserstoffimporte.
  • Skaleneffekte und technisches Know-how: Der Betrieb eines umfangreichen Leitungs- und Speichersystems generiert Skalenvorteile sowie technologische Kompetenz bei Bau, Betrieb und Umrüstung großer Infrastrukturen.
  • Hydrogen-ready-Ansatz: Teile der bestehenden Infrastruktur werden so ertüchtigt, dass sie Wasserstoff oder Wasserstoff-Gas-Gemische transportieren können. Diese Option auf zukünftige Dekarbonisierungsinfrastruktur stellt ein wichtiges Differenzierungsmerkmal dar.

Wettbewerbsumfeld und Vergleichsunternehmen

Snam konkurriert weniger im klassischen Sinn über Preise mit direkten Rivalen, sondern agiert in einem Umfeld nationaler und regionaler Gasnetzbetreiber mit vergleichbarer Funktion. Zu relevanten Vergleichsunternehmen auf europäischer Ebene zählen unter anderem:
  • Enagás (Spanien) als Betreiber des spanischen Gasnetzes und LNG-Terminals
  • Fluxys (Belgien) mit Fokus auf Transit, Speicher und LNG im Nordwesteuropäischen Gasdrehkreuz
  • GRTgaz und Teréga (Frankreich) als Betreiber von Transportnetzen
  • Open Grid Europe und weitere deutsche Fernleitungsnetzbetreiber im zunehmend vernetzten europäischen Gas- und Wasserstoffmarkt
Im Bereich Wasserstoff und erneuerbare Gase tritt Snam zudem indirekt mit Pipelinebetreibern, Speicherunternehmen, Projektentwicklern und Industriekonsortien in Wettbewerb, die um förderfähige Projekte, Konsortialstrukturen und industrielle Abnehmer ringen. Der Wettbewerb findet hier vor allem über Projektqualität, Finanzierungskraft und regulatorische Verankerung statt.

Management, Corporate Governance und Strategieumsetzung

Die Unternehmensführung von Snam orientiert sich an einer klar ESG-orientierten und auf Dividendenstabilität ausgerichteten Strategie. Das Management verfolgt typischerweise mehrjährige Strategiepläne mit definierten Investitionsvolumina in Netze, Speicher, internationale Beteiligungen und Projekte der Energiewende. Governance-Strukturen mit einem Board of Directors, unabhängigen Mitgliedern und speziellen Ausschüssen für Audit, Risikomanagement und Nachhaltigkeit sollen die Interessen von Minderheitsaktionären schützen. Die Strategieumsetzung fokussiert sich auf:
  • Kapitaldisziplin und priorisierte Investitionen in regulierte, cashflow-starke Assets
  • Schrittweise Portfolioerweiterung um Wasserstoff- und Biomethanprojekte mit hoher regulatorischer Unterstützung
  • Finanzierungsstrategien, die auf ein ausbalanciertes Verhältnis von Verschuldung, Laufzeiten und Zinsbindung abzielen
  • Stetige Verbesserung der operativen Effizienz und Digitalisierung von Netz- und Asset-Management
Für konservative Anleger sind vor allem Kontinuität im Management, Berechenbarkeit der Kapitallenkung und die Behandlung von Minderheitsaktionären im Rahmen von Beteiligungs- und Akquisitionsstrategien relevant.

Branchen- und Regionalanalyse

Snam ist in der europäischen Gasinfrastrukturbranche tätig, einem Sektor, der sich in einer Übergangsphase zwischen traditionellem Erdgasgeschäft und klimaneutralen Energieträgern befindet. Die Branche ist stark reguliert und politisch beeinflusst, wobei Versorgungssicherheit, Dekarbonisierung und Diversifikation der Bezugsquellen zentrale Leitlinien darstellen. In Europa erhöhten geopolitische Spannungen und Versorgungsrisiken den Stellenwert von Speichern, LNG-Terminals und Interkonnektoren. Italien spielt dabei eine zentrale Rolle als Import- und Transitland, wodurch die nationale Infrastruktur eine europäische Dimension erhält. Mittel- bis langfristig wird erwartet, dass die Transportvolumina von klassischem Erdgas strukturell zurückgehen, während Wasserstoff, Biomethan und synthetische Gase an Bedeutung gewinnen. Dies erfordert von Netzbetreibern wie Snam hohe Investitionen in Umrüstung, Digitalisierung und Interoperabilität von Infrastruktur. Regional ist Snam vor allem in Italien verankert, verfügt aber über Beteiligungen und Projekte in mehreren europäischen Ländern, wodurch regulatorische Diversifikation und Zugang zu verschiedenen Wasserstoff- und Gasinitiativen entsteht.

Besonderheiten und ESG-Aspekte

Als Betreiber kritischer Infrastruktur unterliegt Snam strengen Auflagen bezüglich Sicherheit, Umweltstandards und Corporate Governance. ESG-Kriterien sind in der Unternehmensstrategie verankert und betreffen insbesondere:
  • Reduktion von Methanemissionen und Leckagen im Netzbetrieb
  • Förderung erneuerbarer Gase, Biomethan und Wasserstoff als Baustein der Dekarbonisierung
  • Transparente Berichterstattung zu Nachhaltigkeitskennzahlen und Klimazielen
  • Einbindung in europäische Wasserstoff- und Energieallianzen zur Koordination von Infrastrukturprojekten
Eine Besonderheit ist die systemkritische Rolle von Snam für die italienische und europäische Versorgungssicherheit. Dadurch stehen Entscheidungen zu Investitionen, Netzplanung und Notfallreserven unter intensiver Beobachtung von Regulierungsbehörden und Politik. Gleichzeitig kann die Teilnahme an EU-Programmen, Wasserstoff-Korridoren und transeuropäischen Energienetzen Zugang zu Fördermitteln und bevorzugter regulatorischer Behandlung eröffnen.

Chancen für konservative Anleger

Aus der Perspektive eines sicherheitsorientierten Investors bietet Snam mehrere potenzielle Chancen:
  • Stabile, regulierte Cashflows: Der überwiegende Teil der Geschäftstätigkeit generiert planbare Einnahmen mit begrenzter Volatilität, was grundsätzlich zu einer defensiven Ertragsstruktur beiträgt.
  • Systemrelevanz und politische Unterstützung: Als kritische Infrastruktur für Gas- und künftige Wasserstoffversorgung genießt Snam eine hohe Relevanz für die Energiepolitik, was in Krisenzeiten Stabilisierungseffekte entfalten kann.
  • Partizipation an der Energiewende: Die schrittweise Umrüstung hin zu Wasserstoff- und erneuerbaren Gasnetzen eröffnet langfristige Wachstumsoptionen, insbesondere wenn EU-Initiativen und nationale Förderprogramme den Infrastrukturausbau beschleunigen.
  • Geographischer Vorteil: Die Lage Italiens als Drehscheibe zwischen verschiedenen Lieferregionen erlaubt Snam, neue Bezugsquellen und Transportkorridore zu erschließen und damit von Diversifikationsstrategien Europas zu profitieren.
  • Inflationsschutzpotenzial: Teile der Netzentgelte und regulierten Renditen können inflationsindexiert oder über Regulierungsmechanismen angepasst sein, was in Phasen hoher Inflation stabilisierend wirken kann.

Risiken und Unsicherheiten eines Investments

Trotz der defensiven Grundstruktur bestehen für Anleger relevante Risiken:
  • Regulatorisches Risiko: Änderungen der Regulierungsparameter, zulässigen Eigenkapitalrenditen oder Tarifstrukturen können die Profitabilität direkt beeinflussen. Politischer Druck zur Senkung von Energiekosten kann auf die zulässigen Erlöse durchschlagen.
  • Nachfragerückgang bei Erdgas: Der langfristige Rückgang des Erdgasverbrauchs im Zuge von Dekarbonisierung, Energieeffizienz und Substitution durch erneuerbare Energien kann Transport- und Speicherbedarf reduzieren, falls die Umrüstung auf Wasserstoff nicht zügig gelingt.
  • Technologische und Projektumsetzungsrisiken: Der Aufbau von Wasserstoffnetzen und Power-to-Gas-Lösungen ist technisch komplex und kapitalintensiv. Verzögerungen, Kostenüberschreitungen oder technische Hürden könnten die Rendite neuer Projekte beeinträchtigen.
  • Finanzierungs- und Zinsrisiko: Als kapitalintensiver Infrastrukturbetreiber ist Snam in hohem Maß auf Fremdfinanzierung angewiesen. Steigende Zinsen oder eingeschränkter Zugang zu Kapitalmärkten könnten die Kapitalkosten erhöhen und Investitionsprogramme bremsen.
  • Geopolitische und regulatorische Eingriffe: Spannungen im Zusammenhang mit Gasimporten, Sanktionen oder Eingriffe in die Eigentumsrechte an kritischer Infrastruktur können sich auf die Rahmenbedingungen für Snam auswirken.
Für konservative Anleger ist eine sorgfältige Beobachtung der regulatorischen Entwicklungen, der Fortschritte bei der Wasserstoffstrategie und der Verschuldungsstruktur wesentlich, um das Chance-Risiko-Profil laufend einzuordnen, ohne daraus eine konkrete Handlungs- oder Anlageempfehlung abzuleiten.
Hinweis

Stammdaten

Marktkapitalisierung 18,97 Mrd. €
Aktienanzahl 3,35 Mrd.
Streubesitz 31,40%
Währung EUR
Land Italien
Sektor Versorger
Branche Gasversorger
Aktientyp Stammaktie

Aktionärsstruktur

+68,60% Weitere
+31,40% Streubesitz

Community-Beiträge zu Snam SpA

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Trader13
Ein solides Basisinvestment
Keine News der Kurs geht kontinuierlich nach oben
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Hitman2
Ausblick
https://www.boerse-online.de/nachrichten/aktien/snam-aktie-hohe-dividende-und-wasserstoff-fantasie-1030240928
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dami
zusatzgeschäft oder bestandsschutz
bzgl. snam und anderen versorgern etc. die jetzt im h2 raum mitmischen ... geht es hierbei nicht mehrheitlich um den bestandsschutz (auslastung/umsätze ...) als um zusatzgeschäft wie bei z.b. linde oder air liquide? snam ist zwar meines wissens nach auch mit 30%+ an de nora (kathodenmaterial) beteiligt, aber betreibt hauptsächlich die italienischen pipelines ... natürlich brauchts die auch um das h2 an den mann zu bringen - in uk gibts afaik eine 20% beimischung zum erdgas - ein wachstumsszenario erschließt sich mit aktuell jedoch nicht wirklich ... nichtsdestotrotz steht mein körbchen bei ~3.6eur parat falls der chart wieder auf tauchstation geht :))
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Trader13
Zum Vergleich H2 Aktien ohne Dividende
Die Mischung macht’s
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Häufig gestellte Fragen zur Snam Aktie und zum Snam Kurs

Der aktuelle Kurs der Snam Aktie liegt bei 5,78 €.

Für 1.000€ kann man sich 173,01 Snam Aktien kaufen.

Das Tickersymbol der Snam Aktie lautet SNMRF.

Die 1 Monats-Performance der Snam Aktie beträgt aktuell 2,70%.

Die 1 Jahres-Performance der Snam Aktie beträgt aktuell 32,22%.

Der Aktienkurs der Snam Aktie liegt aktuell bei 5,78 EUR. In den letzten 30 Tagen hat die Aktie eine Performance von 2,70% erzielt.
Auf 3 Monate gesehen weist die Aktie von Snam eine Wertentwicklung von 9,33% aus und über 6 Monate sind es 14,48%.

Das 52-Wochen-Hoch der Snam Aktie liegt bei 5,95 €.

Das 52-Wochen-Tief der Snam Aktie liegt bei 4,21 €.

Das Allzeithoch von Snam liegt bei 5,95 €.

Das Allzeittief von Snam liegt bei 3,09 €.

Die Volatilität der Snam Aktie liegt derzeit bei 25,34%. Diese Kennzahl zeigt, wie stark der Kurs von Snam in letzter Zeit schwankte.

Die Marktkapitalisierung beträgt 18,97 Mrd. €

Laut money:care Nachhaltigkeitsscore liegt die Nachhaltigkeit von Snam bei 54%. Erfahre hier mehr

Snam hat seinen Hauptsitz in Italien.

Snam gehört zum Sektor Gasversorger.

Das KGV der Snam Aktie beträgt 11,70.

Der Jahresumsatz des Geschäftsjahres 2024 von Snam betrug 3.568.000.000 €.

Die nächsten Termine von Snam sind:
  • 31.03.2026 - Quartalsmitteilung

Ja, Snam zahlt Dividenden. Zuletzt wurde am 19.01.2026 eine Dividende in Höhe von 0,12 € gezahlt.

Zuletzt hat Snam am 19.01.2026 eine Dividende in Höhe von 0,12 € gezahlt.
Dies entspricht einer Dividendenrendite von 2,09%. Die Dividende wird halbjährlich gezahlt.

Die letzte Dividende von Snam wurde am 19.01.2026 in Höhe von 0,12 € je Aktie ausgeschüttet.
Das ergibt, basierend auf dem aktuellen Kurs, eine Dividendenrendite von 2,09%.

Die Dividende wird halbjährlich gezahlt.

Der letzte Zahltag der Dividende war am 19.01.2026. Es wurde eine Dividende in Höhe von 0,12 € gezahlt.

Um eine Dividende ausgezahlt zu bekommen, muss man die Aktie am Ex-Tag (Ex-Date) im Depot haben.