Samsung, SK Hynix und TSMC profitieren massiv vom Boom der künstlichen Intelligenz. Die Kurse schießen nach oben. Milliarden fließen in den Markt. Doch erste Warnsignale werden lauter.
Für dich zusammengefasst:
Asiatische Technologiewerte profitieren von KI-Boom.
Samsung steigerte seine Chip-Umsätze um fast das 50-Fache.
Taiwans BIP wuchs im ersten Quartal um 13,69 Prozent.
Asiatische Technologiewerte profitieren massiv vom Boom rund um künstliche Intelligenz. Besonders gefragt sind Chiphersteller wie Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC), Samsung Electronics und SK Hynix. Sie zählen inzwischen zu den wertvollsten Unternehmen Asiens und stehen im Zentrum der globalen Lieferkette.
Samsung steigerte seine Chip-Umsätze im vergangenen Quartal um fast das 50-Fache. Der südkoreanische Leitindex Korea Composite Stock Price Index (KOSPI) hat sich binnen etwas mehr als sechs Monaten verdoppelt. Auch Privatanleger greifen zu. Der gehebelte Kauf südkoreanischer Aktien erreichte Ende April einen Rekordwert von 25 Billionen Won.
"Nach der Rallye der Halbleiteraktien müssen nun andere Aktien mit Bezug zur künstlichen Intelligenz aufholen", sagte der Anleger Kwon Soon-kuk gegenüber Reuters.
Große Investoren sehen Asien als direkten Profiteur der weltweiten Investitionen in künstliche Intelligenz. Samsung, SK Hynix und Taiwan Semiconductor Manufacturing Company beliefern unter anderem Nvidia sowie die großen amerikanischen Technologiekonzerne. "Es ist ein Verkäufermarkt für Zulieferer der künstlichen Intelligenz", sagte Alex Huang von Fubon Financial Holding.
Die Gewinne zeigen die enorme Dynamik. Samsung steigerte seinen Gewinn im ersten Quartal um das Achtfache. Chips trugen 94 Prozent zum Rekordergebnis von 57,2 Billionen Won bei. Der Börsenwert stieg auf mehr als eine Billion US-Dollar. SK Hynix nähert sich inzwischen einer Marktkapitalisierung von 800 Milliarden US-Dollar. Das Unternehmen will zehn Prozent seines jährlichen Betriebsgewinns an die Mitarbeiter ausschütten. Reuters zufolge könnte das im Jahr 2027 durchschnittlich 680.000 US-Dollar je Beschäftigtem entsprechen.
Volkswirtschaften profitieren
Taiwans Bruttoinlandsprodukt wuchs im ersten Quartal um 13,69 Prozent. Südkoreas Wirtschaft legte um 1,7 Prozent zu. "Das alles basiert auf künstlicher Intelligenz", sagte Chris Lo von Nomura (Nomura Aktie) Asset Management Taiwan. Viele taiwanesische Unternehmen seien bis 2027 vollständig ausgelastet.
Die Risiken steigen
Sollte der KI-Investitionsboom nachlassen, könnten auch die Bestellungen für Chips sinken. Zudem ziehen die Bewertungen deutlich an. "Mein Eindruck ist, dass es gefährlich wird", sagte Nick Ferres von Vantage Point Asset Management.
Stephen Li Jen, Vorstandschef von Eurizon SLJ Capital, sieht Asien dennoch strukturell gut positioniert. Die Region profitiere von ihrer Schlüsselrolle in der Technologielieferkette. Chancen entstünden nicht nur bei Halbleitern, sondern auch bei Industriewerten, Finanzunternehmen, Verteidigung und Firmen, die vom Umbau globaler Lieferketten profitieren.
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