Mistral sammelt 3 Milliarden Euro für KI-Expansion ein

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PARIS (dpa-AFX) - Im globalen Wettlauf um die Vorherrschaft bei Künstlicher Intelligenz legt Europa nach - zumindest ein wenig: Das französische KI-Start-up Mistral hat sich in einer neuen Finanzierungsrunde 3 Milliarden Euro gesichert und stellt sich damit US-Schwergewichten wie OpenAI, Google und Anthropic noch entschiedener entgegen. Durch die sogenannte Series-D-Runde steigt die Bewertung des erst vor drei Jahren gegründeten Unternehmens auf über 21 Milliarden Euro - die bislang größte Eigenkapitalfinanzierung eines europäischen Technologieunternehmens überhaupt.

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Trotz des Rekords spielen die großen KI-Konzerne aus den USA in einer anderen Liga. Allein der Branchenprimus OpenAI wurde in seiner jüngsten Finanzierungsrunde mit rund 852 Milliarden US-Dollar bewertet. Mistral positioniert sich im Schatten der US-Giganten jedoch bewusst als europäischer Gegenentwurf: Während Konkurrenten wie OpenAI überwiegend auf geschlossene Ökosysteme setzen, fokussieren sich die Pariser auf quelloffene "Open-Weight"-Modelle, die eine technologische Souveränität ermöglichen sollen. Kunden sollen modernste KI nutzen können, ohne die Kontrolle über ihre Recheninfrastruktur oder vertrauliche Geschäftsdaten an US-Konzerne abzutreten.

Samsung als Lead-Investor - Breite Allianz (Allianz Aktie) hinter Parisern

Angeführt wird die Rekordrunde vom südkoreanischen Tech-Konzern Samsung Electronics. Als Co-Leads treten der von EQT gemanagte Scaleup Europe Fund sowie der Bestandsinvestor PSG Equity auf. Zudem beteiligen sich unter anderem die Beteiligungsgesellschaft Advent, von BlackRock verwaltete Fonds sowie das Großherzogtum Luxemburg als neue Geldgeber. Frühere Investoren wie der niederländische Halbleiterausrüster ASML , Nvidia , Andreessen Horowitz (a16z) und Index Ventures zogen erneut mit.

Arthur Mensch, Mitbegründer und CEO von Mistral, sagte, Unternehmen wollten KI in bereits komplexe Systeme integrieren: ihre eigenen Daten, ihre eigenen Tools, ihre eigenen Compliance-Vorgaben. "Das ist das eigentliche Problem. Deshalb haben wir Mistral auf offenen Modellen und einer Infrastruktur aufgebaut, die wir durchgängig kontrollieren - damit unsere Kunden dies ebenfalls machen können." Diese Nachfrage sei überall zu beobachten. "Diese Finanzierungsrunde bedeutet, dass wir in den Bereichen Forschung und Entwicklung, Produkte und Infrastruktur schneller vorankommen und Unternehmen weiterhin ermöglichen können, KI in großem Maßstab nach ihren eigenen Vorstellungen einzusetzen."

Werte aus dem Artikel:
Airbus Aktie 187,70 € +0,20%
ASML Holding Aktie 1.595,6 € +0,92%
HSBC Holdings Aktie 16,556 € +1,05%
Nvidia Aktie 204,70 € -0,44%

Ausbau der Rechen- und Forschungskapazitäten

Das frische Kapital soll vor allem in die Forschung an neuen Spitzenmodellen fließen und die massiv steigenden Ausgaben für Rechenkapazitäten decken, die für das Training moderner KI-Systeme nötig sind. Zugleich möchte Mistral seine internationale Präsenz ausbauen. Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben mittlerweile in 20 Ländern aktiv und unterstützt mehr als 125 Großkunden bei unternehmenskritischen KI-Projekten, darunter Airbus , ASML und die Großbank HSBC ./chd/DP/stk


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