National Grid plc

Aktie
WKN:  A2DQWX ISIN:  GB00BDR05C01 US-Symbol:  NGGTF Branche:  Stromversorgungsunternehmen Land:  Großbritannien
14,94 €
+0,12 €
+0,81%
24.04.26
Depot/Watchlist
Marktkapitalisierung *
64,98 Mrd. €
Streubesitz
34,17%
KGV
16,99
Dividende
0,55 EUR
Dividendenrendite
4,22%
Nachhaltigkeits-Score
44 %
Index-Zuordnung
National Grid Aktie Chart

National Grid Unternehmensbeschreibung

National Grid plc ist ein britischer Betreiber von Strom- und Gasnetzen mit Fokus auf regulierte Netzmonopole in Großbritannien und ausgewählten Regionen der USA. Das Unternehmen fungiert als zentrale Infrastrukturplattform zwischen Energieerzeugern, Verteilnetzbetreibern und Großkunden. Für konservative Anleger ist die Gesellschaft vor allem als defensiver Versorger mit relativ planbaren Cashflows und stark reguliertem Ertragsprofil relevant. Der Investment-Case basiert auf der Rolle als systemkritischer Netzbetreiber, regulatorisch abgesicherten Renditen auf das investierte Kapital und langfristigen Investitionsprogrammen in die Netzinfrastruktur der Energiewende. In Großbritannien verschiebt sich der Schwerpunkt zunehmend in Richtung Stromnetze, während Gasaktivitäten durch Portfolioanpassungen und geplante Verkäufe an Bedeutung verlieren.

Geschäftsmodell und Erlösquellen

Das Geschäftsmodell von National Grid plc beruht auf dem Betrieb, der Wartung und dem Ausbau von Übertragungs- und Verteilnetzen für Strom und – in geringerem Umfang als früher – Gas. Das Unternehmen erzielt seine Erlöse überwiegend über regulierte Netzentgelte, die von Aufsichtsbehörden festgelegt werden. Im Kern handelt es sich um ein kapitalintensives Infrastrukturmodell: National Grid investiert in Netzanlagen, Leitungen, Umspannwerke und Steuerungstechnik und erhält im Gegenzug eine regulierte Rendite auf die Regulierungsbasis. Das Risiko von Absatzschwankungen ist gering, da die Vergütung nicht primär vom Volumen der transportierten Energie abhängt, sondern von regulatorisch definierten Rahmenbedingungen. Zusatzerlöse generiert das Unternehmen aus netznahen Dienstleistungen, Systemdienstleistungen und punktuell aus Innovationsprojekten, beispielsweise in der Netzstabilisierung, Wasserstoff- und Speicherinfrastruktur. Die Cashflows sind weitgehend inflationsindexiert, was in Phasen höherer Inflation einen gewissen Schutz bietet, zugleich aber von der konkreten Ausgestaltung der Regulierungszyklen abhängt. In Großbritannien ist National Grid im Gasgeschäft infolge von Transaktionen und geplanten Desinvestitionen zunehmend weniger präsent.

Mission und strategische Ausrichtung

Die Mission von National Grid plc besteht darin, eine sichere, zuverlässige und zunehmend nachhaltige Energieinfrastruktur bereitzustellen. Das Unternehmen positioniert sich als Enabler der Dekarbonisierung von Strom- und Wärmesystemen. Im Mittelpunkt stehen drei Ziele: Versorgungssicherheit, Effizienzsteigerung der Netzinfrastruktur und Unterstützung der Klimaziele in Großbritannien und den USA. Strategisch fokussiert sich National Grid auf massive Investitionen in Netzausbau, intelligente Netze und Netzmodernisierung, um den steigenden Anteil erneuerbarer Energien integrieren zu können. Zugleich verfolgt das Management eine Portfolioausrichtung hin zu Stromnetzen und weg von klassischen Gas-Aktivitäten, um die langfristigen CO2-Reduktionsziele der Märkte zu reflektieren. Die mittelfristige Strategie umfasst die Veräußerung wesentlicher Gasnetzanteile in Großbritannien sowie den Ausbau der Stromnetzinfrastruktur in beiden Kernregionen. Die Unternehmensmission verknüpft damit stabile, regulierte Erträge mit einer aktiven Rolle im Transformationsprozess der Energiewirtschaft.

Produkte, Dienstleistungen und Kerninfrastruktur

National Grid bietet keine klassischen Endkundenprodukte an, sondern stellt Netzinfrastruktur und Systemdienstleistungen bereit. Die wesentlichen Leistungsbereiche umfassen:
  • Betrieb von Hochspannungs-Übertragungsnetzen für Elektrizität in Großbritannien und Teilen der USA
  • Betrieb von Gas-Übertragungs- und Verteilnetzen, einschließlich Hochdruckleitungen und regionaler Verteilnetze, insbesondere in den USA und – nach abgeschlossenen und geplanten Desinvestitionen – nur noch eingeschränkt in Großbritannien
  • Systemführung und Netzsteuerung, inklusive Lastmanagement, Netzstabilisierung und Frequenzhaltung
  • Anschluss von Kraftwerken, erneuerbaren Erzeugungsanlagen und Großverbrauchern an das Übertragungsnetz
  • Planung und Realisierung komplexer Netzinvestitionsprojekte, etwa Seekabel, Netzknoten und Interkonnektoren
  • Innovative Energielösungen, etwa Pilotprojekte im Bereich Wasserstoffinfrastruktur, Speichertechnologien und intelligente Netze
Diese Dienstleistungen sind überwiegend reguliert und dienen der Aufrechterhaltung eines funktionierenden Energiesystems. Darüber hinaus engagiert sich National Grid in Entwicklungspartnerschaften mit Industrie, Regulierern und Regierungen, um technische Standards und langfristige Investitionspfade zu definieren.

Business Units und Segmentstruktur

National Grid gliedert sich in mehrere Geschäftsbereiche, die sich im Zeitverlauf durch Portfolioanpassungen verändern, aber drei Kerndimensionen aufweisen:
  • UK Electricity Transmission: Betrieb des Hochspannungs-Stromübertragungsnetzes in Großbritannien, einschließlich des Anschlusses von Erzeugungskapazitäten und Großabnehmern sowie der Umsetzung großvolumiger Netzausbauprogramme für erneuerbare Energien.
  • UK Distribution und weitere Netzdienste: Stromverteilnetzaktivitäten und netznahe Dienstleistungen; hier kam es in den vergangenen Jahren zu Strukturveränderungen, einschließlich des Ausstiegs aus Teilen des lokalen Stromverteilgeschäfts sowie einer stärkeren Fokussierung auf Übertragungsnetze und ausgewählte Netzservices.
  • US Regulated Utilities: Strom- und Gasnetze in Bundesstaaten im Nordosten der USA, mit lokalen Regulierungsbehörden und eigenständigen regulatorischen Rahmenbedingungen.
Ergänzt werden diese Kerneinheiten durch Aktivitäten im Bereich Interkonnektoren, Projektentwicklung und Innovationsplattformen. Die Segmentstruktur spiegelt die unterschiedlichen Regulierungsregime, Währungsräume und politischen Rahmenbedingungen in Großbritannien und den USA wider. Infolge der Veräußerung von Teilen der britischen Gasnetzaktivitäten und von Umstrukturierungen im britischen Stromverteilgeschäft hat sich der relative Beitrag der einzelnen Segmente verschoben.

Unternehmensgeschichte und Entwicklung

National Grid plc entstand aus der Liberalisierung und Reorganisation des britischen Energiesektors. Die Wurzeln reichen in die Zeit der verstaatlichten Energieversorgung in Großbritannien zurück, als Übertragungs- und Erzeugungskapazitäten in integrierten Strukturen gebündelt waren. Mit der Privatisierung und Entflechtung des Energiesystems wurde ein eigenständiger Übertragungsnetzbetreiber geschaffen, der die Hochspannungsnetze betreibt und den diskriminierungsfreien Zugang für verschiedene Marktteilnehmer sicherstellt. Im Laufe der Zeit hat National Grid sein Portfolio durch Akquisitionen und Beteiligungen erweitert, insbesondere in den USA, wo das Unternehmen heute bedeutende Netzaktivitäten im Versorgungssektor hält. In Großbritannien kam es zu einer schrittweisen Fokussierung auf regulierte Netzinfrastruktur, einschließlich der Veräußerung von Teilen der Gasübertragungsaktivitäten und Anpassungen im Stromverteilgeschäft. Die Unternehmensgeschichte ist durch regulatorische Reformen, technologische Umbrüche und die zunehmende Bedeutung von Klimapolitik geprägt, auf die National Grid mit großvolumigen Investitionsprogrammen reagiert hat.

Alleinstellungsmerkmale und Burggräben

National Grid verfügt über mehrere strukturelle Wettbewerbsvorteile. Zentrale Alleinstellungsmerkmale sind:
  • Monopolartige Netzposition: Übertragungsnetze sind natürliche Monopole mit extrem hohen Markteintrittsbarrieren. Parallelstrukturen wären volkswirtschaftlich ineffizient, wodurch National Grid in seinen Kernregionen faktisch der einzige Betreiber des nationalen Übertragungsnetzes in Großbritannien und in ausgewählten US-Regionen ein führender Netzbetreiber bleibt.
  • Regulierte Renditen: Die Vergütung über regulierte Eigenkapitalrenditen schafft planbare und vergleichsweise stabile Ertragsströme. Dies wirkt als ökonomischer Burggraben gegenüber unregulierten Wettbewerbern, ist aber regelmäßig Gegenstand von Überprüfungen durch die Regulierungsbehörden.
  • Systemkritische Infrastruktur: Als Betreiber zentraler Energieinfrastruktur ist das Unternehmen für die Versorgungssicherheit unverzichtbar. Diese Rolle reduziert die Wahrscheinlichkeit radikaler politischer Eingriffe, wird jedoch von strengen Auflagen, umfangreichen Berichtspflichten und steigenden Anforderungen an Resilienz und Cyber-Sicherheit begleitet.
  • Technologisches und operatives Know-how: Langjährige Erfahrung in Netzplanung, -betrieb und -steuerung verschafft National Grid eine hohe Kompetenz, die sich in komplexen Großprojekten wie Interkonnektoren und Netzintegration erneuerbarer Energien zeigt.
Der Burggraben basiert somit auf Kapitalintensität, regulatorischem Schutz und technischer Komplexität. Dennoch bleibt das Unternehmen abhängig von regulatorischen Entscheidungen, politischen Zielsetzungen und gesellschaftlichen Erwartungen an die Ausgestaltung der Energiewende.

Wettbewerbsumfeld und Vergleichsunternehmen

Im klassischen Sinn hat National Grid in seinen Kernmärkten nur begrenzt direkte Wettbewerber, da die Netzbetreiberrolle in zentralen Bereichen monopolartig organisiert ist. Wettbewerb findet eher auf regulatorischer Ebene statt, indem Behörden die zulässige Rendite und Effizienzanreize festlegen. Vergleichbare Unternehmen im europäischen und nordamerikanischen Raum sind andere regulierte Versorgungs- und Netzbetreiber. Beispiele aus der Peer-Group sind große europäische Übertragungsnetzbetreiber und US-Regulated-Utilities mit Schwerpunkt auf Strom- und Gasnetzen. Auf Kapitalseite konkurriert National Grid mit diesen Infrastrukturunternehmen um Investoren, Fremdkapital und regulatorische Akzeptanz, insbesondere bei großen Netzausbauprojekten für erneuerbare Energien. In technologischen Themenfeldern, etwa Smart Grids, Wasserstoff und Speicher, gibt es zudem Wettbewerb mit spezialisierten Technologieanbietern und Projektentwicklern, die um Projektaufträge und Innovationsförderungen konkurrieren.

Management, Corporate Governance und Strategie

Das Management von National Grid verfolgt eine langfristig ausgerichtete Infrastruktur- und Investitionsstrategie. Im Fokus stehen Kapitaldisziplin, regulatorische Konformität und eine ausgewogene Bilanzstruktur. Die Unternehmensführung orientiert sich an Zielgrößen wie Eigenkapitalrendite im Rahmen der Regulierung, Kreditratings und Investitionsvolumen in Netzinfrastruktur. Strategisch hat sich das Management klar zur Unterstützung der Dekarbonisierung und Elektrifizierung bekannt. Dazu gehören Programme für Netzverstärkungen, der Anschluss von Offshore-Windparks, die Integration dezentraler Erzeugung und die Vorbereitung der Netze auf Elektromobilität und Wärmepumpen. In Großbritannien kommen zusätzliche Koordinationsaufgaben hinzu, seit die unabhängige Systemoperator-Funktion für das Übertragungsnetz von der Unternehmensgruppe getrennt und in einen eigenständigen, staatlich kontrollierten Systemoperator überführt wurde, während National Grid weiterhin als wesentlicher Eigentümer und Betreiber von Übertragungsanlagen agiert. Corporate-Governance-Strukturen orientieren sich an britischen Standards mit einem Board aus Executive- und Non-Executive-Directors, Ausschüssen für Prüfung, Vergütung und Nachhaltigkeit sowie einer regelmäßigen Berichterstattung an Kapitalmarkt und Regulatoren. Für konservative Anleger ist vor allem die Fähigkeit des Managements entscheidend, regulatorische Rahmenbedingungen frühzeitig zu antizipieren, Investitionsprogramme effizient umzusetzen und die Verschuldung im Rahmen zu halten.

Branchen- und Regionalanalyse

National Grid operiert in der Energieinfrastrukturbranche, einem stark regulierten Segment der Versorgungswirtschaft. In Großbritannien und den USA wird der Markt durch Dekarbonisierung, Elektrifizierung und Digitalisierung der Netze geprägt. Diese Trends erhöhen den Investitionsbedarf in Übertragungskapazitäten, intelligente Netztechnik und grenzüberschreitende Interkonnektoren. Regional ist National Grid maßgeblich in Großbritannien und im Nordosten der USA aktiv. In beiden Regionen treiben Politik und Regulatoren den Ausbau erneuerbarer Energien und die Reduktion von Emissionen voran. Dies erfordert erhebliche Investitionen in Stromnetze, während Gasnetze perspektivisch mit Transformationsthemen wie Wasserstoff und grünen Gasen konfrontiert sind und in einzelnen Teilmärkten bereits Desinvestitionen und Strukturänderungen zu beobachten sind. Die Branche profitiert von strukturell wachsenden Netzanforderungen, steht aber zugleich unter politischem und regulatorischem Druck, Kosten zu begrenzen und Verbraucherpreise stabil zu halten. Für Investoren bedeutet dies ein Spannungsfeld aus wachstumsgetriebenen Investitionen und potenziellen Renditeobergrenzen.

Besonderheiten, Regulierung und Nachhaltigkeitsfaktoren

Eine zentrale Besonderheit von National Grid ist die starke Abhängigkeit von regulatorischen Entscheidungen in mehreren Jurisdiktionen. In Großbritannien wirken unabhängige Regulierungsbehörden über mehrjährige Regulierungsperioden auf Rendite, Investitionspläne und Effizienzanreize ein. In den USA agiert das Unternehmen unter Aufsicht verschiedener Bundesstaatsbehörden. Nachhaltigkeit spielt eine wachsende Rolle, da Netzbetreiber im Zentrum der Energiewende stehen. National Grid hat sich zu emissionsreduzierenden Maßnahmen, Energieeffizienz und der Unterstützung von Klimazielen verpflichtet. Dies umfasst unter anderem Programme zur Modernisierung von Netzen, zur Reduktion von Netzverlusten, zur Vorbereitung auf alternative Gase sowie Maßnahmen zur Verringerung eigener Treibhausgasemissionen. Gleichzeitig wird das Unternehmen zunehmend an ESG-Kriterien gemessen, wobei Themen wie Versorgungssicherheit, Umwelteinflüsse von Infrastrukturprojekten, soziale Verantwortung gegenüber Communities, Resilienz gegenüber Extremwetterereignissen und Transparenz der Berichterstattung in den Vordergrund rücken. Für Investoren sind diese Faktoren wesentlich für die Bewertung langfristiger regulatorischer Akzeptanz und Lizenzstabilität.

Chancen für langfristig orientierte Anleger

Für konservative Anleger bieten sich mehrere Chancen. Erstens ermöglichen regulierte Netzmonopole tendenziell stabile und relativ gut prognostizierbare Cashflows, sofern die Regulierungsrahmen verlässlich bleiben. Zweitens eröffnet der Transformationsprozess der Energiewirtschaft strukturelles Wachstum: Der Ausbau erneuerbarer Energien, die Elektrifizierung von Verkehr und Wärme sowie die Integration von Speichertechnologien erfordern zusätzliche Netzkapazitäten und Modernisierung, was Investitionsmöglichkeiten und ein wachsendes Regulierungsvermögen schafft. Drittens kann National Grid von seiner Rolle als zentraler Infrastrukturanbieter profitieren, indem es bei Systemdienstleistungen, Interkonnektoren und neuen Technologien wie intelligenten Netzen eine Schlüsselposition einnimmt. Zusätzlich können Portfolioanpassungen, wie der stärkere Fokus auf Stromnetze und ausgewählte US-Aktivitäten, die Ausrichtung auf langfristige Dekarbonisierungsziele unterstützen. Langfristig bietet die Verbindung von Infrastrukturcharakter, indexierten Tarifen und Wachstumsinvestitionen in die Energiewende eine Kombination aus defensiver Grundausrichtung und moderatem strukturellem Wachstumspotenzial, ohne dass dies als Empfehlung zu verstehen ist.

Risiken und zentrale Unsicherheiten

Gleichzeitig bestehen wesentliche Risiken, die konservative Anleger berücksichtigen sollten. Besonders bedeutend ist das Regulierungsrisiko: Änderungen in den erlaubten Renditen, strengere Effizienzziele oder politische Eingriffe können die Ertragslage belasten. Zudem sind die Geschäftsmodelle stark kapitalintensiv, was hohe Investitionsvolumina und entsprechende Verschuldung nach sich zieht. Steigende Zinsen oder Verschlechterungen des Kreditratings könnten die Finanzierungskosten erhöhen. Zusätzlich bestehen politische Risiken, beispielsweise Debatten über Re-Kommunalisierungstendenzen, Sonderabgaben oder strengere Klimavorgaben, die zu beschleunigten Abschreibungen traditioneller Gasinfrastruktur führen könnten. Technologische Risiken ergeben sich aus der Notwendigkeit, in komplexe und teils unerprobte Technologien der Netzmodernisierung zu investieren. Operative Risiken umfassen Netzstörungen, Cyberangriffe, Projektverzögerungen bei Großvorhaben und die Bewältigung zunehmender Extremwetterereignisse. Schließlich führen Währungsrisiken durch die Aktivitäten in mehreren Währungsräumen zu Schwankungen im Ergebnis, sofern diese nicht vollständig abgesichert werden. Für ein Investment ist daher eine sorgfältige Analyse des regulatorischen Umfelds, der Verschuldungsstruktur und der langfristigen politischen Rahmenbedingungen unerlässlich, ohne dass daraus eine Handlungsanweisung abgeleitet werden sollte.

Kursdaten

Geld/Brief -   / -  
Spread -
Schluss Vortag 14,82 €
Gehandelte Stücke 5.671
Tagesvolumen Vortag 143.505,9 €
Tagestief 14,90 €
Tageshoch 15,035 €
52W-Tief 11,60 €
52W-Hoch 16,30 €
Jahrestief 13,10 €
Jahreshoch 16,30 €

National Grid Aktie - Nachrichtenlage zusammengefasst:
Warum ist die National Grid Aktie heute gestiegen?

  • National Grid plc plant, sich stärker auf erneuerbare Energien zu konzentrieren und die Investitionen in nachhaltige Energiequellen auszubauen.
  • Die Unternehmensführung hat einen strategischen Plan zur Reduzierung der CO2-Emissionen bis 2030 angekündigt, um ihre Umweltverantwortung zu erhöhen.
  • Das Unternehmen reagiert auf die steigenden Energiekosten und Marktveränderungen, indem es innovative Lösungen zur Effizienzsteigerung in der Energieverteilung implementiert.
Hinweis

National Grid Aktie: Fundamentale Kennzahlen (2024)

Umsatz in Mio. 18.378 GBX
Operatives Ergebnis (EBIT) in Mio. 4.934 GBX
Jahresüberschuss in Mio. 2.902 GBX
Umsatz je Aktie 3,71 GBX
Gewinn je Aktie 0,59 GBX
Gewinnrendite +7,68%
Umsatzrendite +15,79%
Return on Investment +2,72%
Marktkapitalisierung in Mio. 49.605 GBX
KGV (Kurs/Gewinn) 16,99
KBV (Kurs/Buchwert) 1,31
KUV (Kurs/Umsatz) 2,70
Eigenkapitalrendite +7,68%
Eigenkapitalquote +35,42%

National Grid News

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Derivate

Anlageprodukte (3)
Aktienanleihen 3
Hebelprodukte (89)
Knock-Outs 61
Faktor-Zertifikate 28

Dividenden Kennzahlen

Auszahlungen/Jahr 2
Stabilität der Dividende 0,87 (max 1,00)
Jährlicher -0,91% (5 Jahre)
Dividendenzuwachs 0,05% (10 Jahre)
Ausschüttungs- 84,8% (auf den Gewinn/FFO)
quote 100% (auf den Free Cash Flow)
Erwartete Dividendensteigerung 4,26%

Dividenden Historie

Datum Dividende
20.11.2025 0,16 £
29.05.2025 0,31 £
21.11.2024 0,16 £
06.06.2024 0,39 £
23.11.2023 0,19 £
01.06.2023 0,38 £
24.11.2022 0,18 £
01.06.2022 0,34 £
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National Grid Termine

Keine Termine bekannt.

Prognose & Kursziel

Die National Grid Aktie wird von Analysten als fair bewertet eingestuft.
Ø Kursziel Akt. Kurs Abstand
15,76 € 14,98 € 5,20%

National Grid Aktie: Übersicht Handelsplätze

Handelsplatz
Letzter
Änderung
Vortag
Zeit
Düsseldorf 14,98 +2,57%
14,605 € 24.04.26
Frankfurt 15,43 +3,77%
14,87 € 24.04.26
Hamburg 14,485 -0,41%
14,545 € 24.04.26
Hannover 14,925 +0,67%
14,825 € 24.04.26
München 14,86 +1,71%
14,61 € 24.04.26
Stuttgart 15,02 +1,56%
14,79 € 24.04.26
Xetra 14,94 +0,81%
14,82 € 24.04.26
L&S RT 15,0275 -0,23%
15,0625 € 19:02
Nasdaq OTC Other 17,238 $ +2,06%
16,89 $ 24.04.26
Tradegate 15,10 +1,65%
14,855 € 24.04.26
Quotrix 14,855 +1,61%
14,62 € 24.04.26
Gettex 14,965 -0,23%
15,00 € 24.04.26
Weitere Börsenplätze

Historische Kurse

Datum
Kurs
Volumen
24.04.26 14,94 85 T
23.04.26 14,82 144 T
22.04.26 14,68 112 T
21.04.26 14,455 1,68 M
20.04.26 14,655 115 T
Weitere Historische Kurse

Performance

Zeitraum Kurs %
1 Woche 14,635 € +2,08%
1 Monat 14,20 € +5,21%
6 Monate 13,10 € +14,05%
1 Jahr 12,60 € +18,57%
5 Jahre 10,355 € +44,28%

Unternehmensprofil National Grid

National Grid plc ist ein britischer Betreiber von Strom- und Gasnetzen mit Fokus auf regulierte Netzmonopole in Großbritannien und ausgewählten Regionen der USA. Das Unternehmen fungiert als zentrale Infrastrukturplattform zwischen Energieerzeugern, Verteilnetzbetreibern und Großkunden. Für konservative Anleger ist die Gesellschaft vor allem als defensiver Versorger mit relativ planbaren Cashflows und stark reguliertem Ertragsprofil relevant. Der Investment-Case basiert auf der Rolle als systemkritischer Netzbetreiber, regulatorisch abgesicherten Renditen auf das investierte Kapital und langfristigen Investitionsprogrammen in die Netzinfrastruktur der Energiewende. In Großbritannien verschiebt sich der Schwerpunkt zunehmend in Richtung Stromnetze, während Gasaktivitäten durch Portfolioanpassungen und geplante Verkäufe an Bedeutung verlieren.

Geschäftsmodell und Erlösquellen

Das Geschäftsmodell von National Grid plc beruht auf dem Betrieb, der Wartung und dem Ausbau von Übertragungs- und Verteilnetzen für Strom und – in geringerem Umfang als früher – Gas. Das Unternehmen erzielt seine Erlöse überwiegend über regulierte Netzentgelte, die von Aufsichtsbehörden festgelegt werden. Im Kern handelt es sich um ein kapitalintensives Infrastrukturmodell: National Grid investiert in Netzanlagen, Leitungen, Umspannwerke und Steuerungstechnik und erhält im Gegenzug eine regulierte Rendite auf die Regulierungsbasis. Das Risiko von Absatzschwankungen ist gering, da die Vergütung nicht primär vom Volumen der transportierten Energie abhängt, sondern von regulatorisch definierten Rahmenbedingungen. Zusatzerlöse generiert das Unternehmen aus netznahen Dienstleistungen, Systemdienstleistungen und punktuell aus Innovationsprojekten, beispielsweise in der Netzstabilisierung, Wasserstoff- und Speicherinfrastruktur. Die Cashflows sind weitgehend inflationsindexiert, was in Phasen höherer Inflation einen gewissen Schutz bietet, zugleich aber von der konkreten Ausgestaltung der Regulierungszyklen abhängt. In Großbritannien ist National Grid im Gasgeschäft infolge von Transaktionen und geplanten Desinvestitionen zunehmend weniger präsent.

Mission und strategische Ausrichtung

Die Mission von National Grid plc besteht darin, eine sichere, zuverlässige und zunehmend nachhaltige Energieinfrastruktur bereitzustellen. Das Unternehmen positioniert sich als Enabler der Dekarbonisierung von Strom- und Wärmesystemen. Im Mittelpunkt stehen drei Ziele: Versorgungssicherheit, Effizienzsteigerung der Netzinfrastruktur und Unterstützung der Klimaziele in Großbritannien und den USA. Strategisch fokussiert sich National Grid auf massive Investitionen in Netzausbau, intelligente Netze und Netzmodernisierung, um den steigenden Anteil erneuerbarer Energien integrieren zu können. Zugleich verfolgt das Management eine Portfolioausrichtung hin zu Stromnetzen und weg von klassischen Gas-Aktivitäten, um die langfristigen CO2-Reduktionsziele der Märkte zu reflektieren. Die mittelfristige Strategie umfasst die Veräußerung wesentlicher Gasnetzanteile in Großbritannien sowie den Ausbau der Stromnetzinfrastruktur in beiden Kernregionen. Die Unternehmensmission verknüpft damit stabile, regulierte Erträge mit einer aktiven Rolle im Transformationsprozess der Energiewirtschaft.

Produkte, Dienstleistungen und Kerninfrastruktur

National Grid bietet keine klassischen Endkundenprodukte an, sondern stellt Netzinfrastruktur und Systemdienstleistungen bereit. Die wesentlichen Leistungsbereiche umfassen:
  • Betrieb von Hochspannungs-Übertragungsnetzen für Elektrizität in Großbritannien und Teilen der USA
  • Betrieb von Gas-Übertragungs- und Verteilnetzen, einschließlich Hochdruckleitungen und regionaler Verteilnetze, insbesondere in den USA und – nach abgeschlossenen und geplanten Desinvestitionen – nur noch eingeschränkt in Großbritannien
  • Systemführung und Netzsteuerung, inklusive Lastmanagement, Netzstabilisierung und Frequenzhaltung
  • Anschluss von Kraftwerken, erneuerbaren Erzeugungsanlagen und Großverbrauchern an das Übertragungsnetz
  • Planung und Realisierung komplexer Netzinvestitionsprojekte, etwa Seekabel, Netzknoten und Interkonnektoren
  • Innovative Energielösungen, etwa Pilotprojekte im Bereich Wasserstoffinfrastruktur, Speichertechnologien und intelligente Netze
Diese Dienstleistungen sind überwiegend reguliert und dienen der Aufrechterhaltung eines funktionierenden Energiesystems. Darüber hinaus engagiert sich National Grid in Entwicklungspartnerschaften mit Industrie, Regulierern und Regierungen, um technische Standards und langfristige Investitionspfade zu definieren.

Business Units und Segmentstruktur

National Grid gliedert sich in mehrere Geschäftsbereiche, die sich im Zeitverlauf durch Portfolioanpassungen verändern, aber drei Kerndimensionen aufweisen:
  • UK Electricity Transmission: Betrieb des Hochspannungs-Stromübertragungsnetzes in Großbritannien, einschließlich des Anschlusses von Erzeugungskapazitäten und Großabnehmern sowie der Umsetzung großvolumiger Netzausbauprogramme für erneuerbare Energien.
  • UK Distribution und weitere Netzdienste: Stromverteilnetzaktivitäten und netznahe Dienstleistungen; hier kam es in den vergangenen Jahren zu Strukturveränderungen, einschließlich des Ausstiegs aus Teilen des lokalen Stromverteilgeschäfts sowie einer stärkeren Fokussierung auf Übertragungsnetze und ausgewählte Netzservices.
  • US Regulated Utilities: Strom- und Gasnetze in Bundesstaaten im Nordosten der USA, mit lokalen Regulierungsbehörden und eigenständigen regulatorischen Rahmenbedingungen.
Ergänzt werden diese Kerneinheiten durch Aktivitäten im Bereich Interkonnektoren, Projektentwicklung und Innovationsplattformen. Die Segmentstruktur spiegelt die unterschiedlichen Regulierungsregime, Währungsräume und politischen Rahmenbedingungen in Großbritannien und den USA wider. Infolge der Veräußerung von Teilen der britischen Gasnetzaktivitäten und von Umstrukturierungen im britischen Stromverteilgeschäft hat sich der relative Beitrag der einzelnen Segmente verschoben.

Unternehmensgeschichte und Entwicklung

National Grid plc entstand aus der Liberalisierung und Reorganisation des britischen Energiesektors. Die Wurzeln reichen in die Zeit der verstaatlichten Energieversorgung in Großbritannien zurück, als Übertragungs- und Erzeugungskapazitäten in integrierten Strukturen gebündelt waren. Mit der Privatisierung und Entflechtung des Energiesystems wurde ein eigenständiger Übertragungsnetzbetreiber geschaffen, der die Hochspannungsnetze betreibt und den diskriminierungsfreien Zugang für verschiedene Marktteilnehmer sicherstellt. Im Laufe der Zeit hat National Grid sein Portfolio durch Akquisitionen und Beteiligungen erweitert, insbesondere in den USA, wo das Unternehmen heute bedeutende Netzaktivitäten im Versorgungssektor hält. In Großbritannien kam es zu einer schrittweisen Fokussierung auf regulierte Netzinfrastruktur, einschließlich der Veräußerung von Teilen der Gasübertragungsaktivitäten und Anpassungen im Stromverteilgeschäft. Die Unternehmensgeschichte ist durch regulatorische Reformen, technologische Umbrüche und die zunehmende Bedeutung von Klimapolitik geprägt, auf die National Grid mit großvolumigen Investitionsprogrammen reagiert hat.

Alleinstellungsmerkmale und Burggräben

National Grid verfügt über mehrere strukturelle Wettbewerbsvorteile. Zentrale Alleinstellungsmerkmale sind:
  • Monopolartige Netzposition: Übertragungsnetze sind natürliche Monopole mit extrem hohen Markteintrittsbarrieren. Parallelstrukturen wären volkswirtschaftlich ineffizient, wodurch National Grid in seinen Kernregionen faktisch der einzige Betreiber des nationalen Übertragungsnetzes in Großbritannien und in ausgewählten US-Regionen ein führender Netzbetreiber bleibt.
  • Regulierte Renditen: Die Vergütung über regulierte Eigenkapitalrenditen schafft planbare und vergleichsweise stabile Ertragsströme. Dies wirkt als ökonomischer Burggraben gegenüber unregulierten Wettbewerbern, ist aber regelmäßig Gegenstand von Überprüfungen durch die Regulierungsbehörden.
  • Systemkritische Infrastruktur: Als Betreiber zentraler Energieinfrastruktur ist das Unternehmen für die Versorgungssicherheit unverzichtbar. Diese Rolle reduziert die Wahrscheinlichkeit radikaler politischer Eingriffe, wird jedoch von strengen Auflagen, umfangreichen Berichtspflichten und steigenden Anforderungen an Resilienz und Cyber-Sicherheit begleitet.
  • Technologisches und operatives Know-how: Langjährige Erfahrung in Netzplanung, -betrieb und -steuerung verschafft National Grid eine hohe Kompetenz, die sich in komplexen Großprojekten wie Interkonnektoren und Netzintegration erneuerbarer Energien zeigt.
Der Burggraben basiert somit auf Kapitalintensität, regulatorischem Schutz und technischer Komplexität. Dennoch bleibt das Unternehmen abhängig von regulatorischen Entscheidungen, politischen Zielsetzungen und gesellschaftlichen Erwartungen an die Ausgestaltung der Energiewende.

Wettbewerbsumfeld und Vergleichsunternehmen

Im klassischen Sinn hat National Grid in seinen Kernmärkten nur begrenzt direkte Wettbewerber, da die Netzbetreiberrolle in zentralen Bereichen monopolartig organisiert ist. Wettbewerb findet eher auf regulatorischer Ebene statt, indem Behörden die zulässige Rendite und Effizienzanreize festlegen. Vergleichbare Unternehmen im europäischen und nordamerikanischen Raum sind andere regulierte Versorgungs- und Netzbetreiber. Beispiele aus der Peer-Group sind große europäische Übertragungsnetzbetreiber und US-Regulated-Utilities mit Schwerpunkt auf Strom- und Gasnetzen. Auf Kapitalseite konkurriert National Grid mit diesen Infrastrukturunternehmen um Investoren, Fremdkapital und regulatorische Akzeptanz, insbesondere bei großen Netzausbauprojekten für erneuerbare Energien. In technologischen Themenfeldern, etwa Smart Grids, Wasserstoff und Speicher, gibt es zudem Wettbewerb mit spezialisierten Technologieanbietern und Projektentwicklern, die um Projektaufträge und Innovationsförderungen konkurrieren.

Management, Corporate Governance und Strategie

Das Management von National Grid verfolgt eine langfristig ausgerichtete Infrastruktur- und Investitionsstrategie. Im Fokus stehen Kapitaldisziplin, regulatorische Konformität und eine ausgewogene Bilanzstruktur. Die Unternehmensführung orientiert sich an Zielgrößen wie Eigenkapitalrendite im Rahmen der Regulierung, Kreditratings und Investitionsvolumen in Netzinfrastruktur. Strategisch hat sich das Management klar zur Unterstützung der Dekarbonisierung und Elektrifizierung bekannt. Dazu gehören Programme für Netzverstärkungen, der Anschluss von Offshore-Windparks, die Integration dezentraler Erzeugung und die Vorbereitung der Netze auf Elektromobilität und Wärmepumpen. In Großbritannien kommen zusätzliche Koordinationsaufgaben hinzu, seit die unabhängige Systemoperator-Funktion für das Übertragungsnetz von der Unternehmensgruppe getrennt und in einen eigenständigen, staatlich kontrollierten Systemoperator überführt wurde, während National Grid weiterhin als wesentlicher Eigentümer und Betreiber von Übertragungsanlagen agiert. Corporate-Governance-Strukturen orientieren sich an britischen Standards mit einem Board aus Executive- und Non-Executive-Directors, Ausschüssen für Prüfung, Vergütung und Nachhaltigkeit sowie einer regelmäßigen Berichterstattung an Kapitalmarkt und Regulatoren. Für konservative Anleger ist vor allem die Fähigkeit des Managements entscheidend, regulatorische Rahmenbedingungen frühzeitig zu antizipieren, Investitionsprogramme effizient umzusetzen und die Verschuldung im Rahmen zu halten.

Branchen- und Regionalanalyse

National Grid operiert in der Energieinfrastrukturbranche, einem stark regulierten Segment der Versorgungswirtschaft. In Großbritannien und den USA wird der Markt durch Dekarbonisierung, Elektrifizierung und Digitalisierung der Netze geprägt. Diese Trends erhöhen den Investitionsbedarf in Übertragungskapazitäten, intelligente Netztechnik und grenzüberschreitende Interkonnektoren. Regional ist National Grid maßgeblich in Großbritannien und im Nordosten der USA aktiv. In beiden Regionen treiben Politik und Regulatoren den Ausbau erneuerbarer Energien und die Reduktion von Emissionen voran. Dies erfordert erhebliche Investitionen in Stromnetze, während Gasnetze perspektivisch mit Transformationsthemen wie Wasserstoff und grünen Gasen konfrontiert sind und in einzelnen Teilmärkten bereits Desinvestitionen und Strukturänderungen zu beobachten sind. Die Branche profitiert von strukturell wachsenden Netzanforderungen, steht aber zugleich unter politischem und regulatorischem Druck, Kosten zu begrenzen und Verbraucherpreise stabil zu halten. Für Investoren bedeutet dies ein Spannungsfeld aus wachstumsgetriebenen Investitionen und potenziellen Renditeobergrenzen.

Besonderheiten, Regulierung und Nachhaltigkeitsfaktoren

Eine zentrale Besonderheit von National Grid ist die starke Abhängigkeit von regulatorischen Entscheidungen in mehreren Jurisdiktionen. In Großbritannien wirken unabhängige Regulierungsbehörden über mehrjährige Regulierungsperioden auf Rendite, Investitionspläne und Effizienzanreize ein. In den USA agiert das Unternehmen unter Aufsicht verschiedener Bundesstaatsbehörden. Nachhaltigkeit spielt eine wachsende Rolle, da Netzbetreiber im Zentrum der Energiewende stehen. National Grid hat sich zu emissionsreduzierenden Maßnahmen, Energieeffizienz und der Unterstützung von Klimazielen verpflichtet. Dies umfasst unter anderem Programme zur Modernisierung von Netzen, zur Reduktion von Netzverlusten, zur Vorbereitung auf alternative Gase sowie Maßnahmen zur Verringerung eigener Treibhausgasemissionen. Gleichzeitig wird das Unternehmen zunehmend an ESG-Kriterien gemessen, wobei Themen wie Versorgungssicherheit, Umwelteinflüsse von Infrastrukturprojekten, soziale Verantwortung gegenüber Communities, Resilienz gegenüber Extremwetterereignissen und Transparenz der Berichterstattung in den Vordergrund rücken. Für Investoren sind diese Faktoren wesentlich für die Bewertung langfristiger regulatorischer Akzeptanz und Lizenzstabilität.

Chancen für langfristig orientierte Anleger

Für konservative Anleger bieten sich mehrere Chancen. Erstens ermöglichen regulierte Netzmonopole tendenziell stabile und relativ gut prognostizierbare Cashflows, sofern die Regulierungsrahmen verlässlich bleiben. Zweitens eröffnet der Transformationsprozess der Energiewirtschaft strukturelles Wachstum: Der Ausbau erneuerbarer Energien, die Elektrifizierung von Verkehr und Wärme sowie die Integration von Speichertechnologien erfordern zusätzliche Netzkapazitäten und Modernisierung, was Investitionsmöglichkeiten und ein wachsendes Regulierungsvermögen schafft. Drittens kann National Grid von seiner Rolle als zentraler Infrastrukturanbieter profitieren, indem es bei Systemdienstleistungen, Interkonnektoren und neuen Technologien wie intelligenten Netzen eine Schlüsselposition einnimmt. Zusätzlich können Portfolioanpassungen, wie der stärkere Fokus auf Stromnetze und ausgewählte US-Aktivitäten, die Ausrichtung auf langfristige Dekarbonisierungsziele unterstützen. Langfristig bietet die Verbindung von Infrastrukturcharakter, indexierten Tarifen und Wachstumsinvestitionen in die Energiewende eine Kombination aus defensiver Grundausrichtung und moderatem strukturellem Wachstumspotenzial, ohne dass dies als Empfehlung zu verstehen ist.

Risiken und zentrale Unsicherheiten

Gleichzeitig bestehen wesentliche Risiken, die konservative Anleger berücksichtigen sollten. Besonders bedeutend ist das Regulierungsrisiko: Änderungen in den erlaubten Renditen, strengere Effizienzziele oder politische Eingriffe können die Ertragslage belasten. Zudem sind die Geschäftsmodelle stark kapitalintensiv, was hohe Investitionsvolumina und entsprechende Verschuldung nach sich zieht. Steigende Zinsen oder Verschlechterungen des Kreditratings könnten die Finanzierungskosten erhöhen. Zusätzlich bestehen politische Risiken, beispielsweise Debatten über Re-Kommunalisierungstendenzen, Sonderabgaben oder strengere Klimavorgaben, die zu beschleunigten Abschreibungen traditioneller Gasinfrastruktur führen könnten. Technologische Risiken ergeben sich aus der Notwendigkeit, in komplexe und teils unerprobte Technologien der Netzmodernisierung zu investieren. Operative Risiken umfassen Netzstörungen, Cyberangriffe, Projektverzögerungen bei Großvorhaben und die Bewältigung zunehmender Extremwetterereignisse. Schließlich führen Währungsrisiken durch die Aktivitäten in mehreren Währungsräumen zu Schwankungen im Ergebnis, sofern diese nicht vollständig abgesichert werden. Für ein Investment ist daher eine sorgfältige Analyse des regulatorischen Umfelds, der Verschuldungsstruktur und der langfristigen politischen Rahmenbedingungen unerlässlich, ohne dass daraus eine Handlungsanweisung abgeleitet werden sollte.
Stand: April 2026
Hinweis

National Grid Prognose 2026: Einstufung & Empfehlung von Analysten

National Grid Kursziel 2026

  • Die National Grid Kurs Performance für 2026 liegt bei +14,05%. Die Performance der Benchmark FTSE 100 liegt bei +4,43%. Outperformance: Die National Grid Kurs Performance ist um 9,62 Prozentpunkte höher als die Performance des FTSE 100.
  • 9 Analysten haben die National Grid Aktie aktuell analysiert. Ihre durchschnittliche Prognose für das Kursziel beträgt 15,76 €. Das Kursziel ist somit um 5,20% höher als der aktuelle Kurs der National Grid Aktie. Das höchste genannte Kursziel liegt bei 16,76 (+11,88% ggü. dem aktuellen National Grid Kurs); das niedrigste bei 13,36 (-10,79% ggü. dem aktuellen National Grid Kurs).

Einstufung & Prognose 2026

  • 9 Analysten haben National Grid eingestuft: 4 Analysten empfehlen National Grid zum Kauf, 4 zum Halten und 1 zum Verkauf.
  • Analystenschätzungen: Laut Einschätzung der Analysten birgt die National Grid Aktie ein durchschnittliches Kurspotential 2026 von 5,20%.

Stammdaten

Marktkapitalisierung 64,98 Mrd. €
Aktienanzahl 4,96 Mrd.
Streubesitz 34,17%
Währung EUR
Land Großbritannien
Sektor Versorger
Branche Stromversorgungsunternehmen
Aktientyp Stammaktie

Aktionärsstruktur

+65,83% Weitere
+34,17% Streubesitz

Community-Beiträge zu National Grid

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Kostelany_
bei 9,9 konnte ich einfach nicht wiederstehen
bei 30-40% Kurspotenzial und 6,8% Dividendenrendite
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eickhoff
Soll
ich die Kapitalerhöhung mitmachen? Warum?
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Kostelany_
offenbar soll hier die 10 getestet werden...
wie so oft ist der fundamentale Grund für diesen Abtaucher, und als solchen betrachte ich ihn, für mich nicht nachvollziehbar. Nun Ja, meine order steht bei 10,2
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Highländer49
National Grid
Netzbetreiber National Grid will Investitionen verdoppeln Der britische Netzbetreiber National Grid will seine Investitionen massiv erhöhen. So sollen bis Ende März 2029 rund 60 Milliarden britische Pfund (rund 70,4 Mrd Euro) in das Geschäft gesteckt werden, teilte das Unternehmen am Donnerstag in London mit. Das wäre im Vergleich zum vorherigen Fünfjahresabschnitt nahezu doppelt so viel. 80 Prozent der Investitionen sollen dabei in die Netze fließen. Zudem kündigte National Grid bei der Vorlage der Zahlen für das Geschäftsjahr 2023/24 (per Ende März) den Verkauf ihres britischen Flüssiggasgeschäfts sowie des US-Geschäfts für erneuerbare Energien an Land an. Darüber hinaus kündigte das Unternehmen eine Kapitalerhöhung über rund 7 Milliarden Pfund an. https://www.ariva.de/news/netzbetreiber-national-grid-will-investitionen-verdoppeln-11254926
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Häufig gestellte Fragen zur National Grid Aktie und zum National Grid Kurs

Der aktuelle Kurs der National Grid Aktie liegt bei 14,94 €.

Für 1.000€ kann man sich 66,93 National Grid Aktien kaufen.

Das Tickersymbol der National Grid Aktie lautet NGGTF.

Die 1 Monats-Performance der National Grid Aktie beträgt aktuell 5,21%.

Die 1 Jahres-Performance der National Grid Aktie beträgt aktuell 18,57%.

Der Aktienkurs der National Grid Aktie liegt aktuell bei 14,94 EUR. In den letzten 30 Tagen hat die Aktie eine Performance von 5,21% erzielt.
Auf 3 Monate gesehen weist die Aktie von National Grid eine Wertentwicklung von 9,05% aus und über 6 Monate sind es 14,05%.

Das 52-Wochen-Hoch der National Grid Aktie liegt bei 16,30 €.

Das 52-Wochen-Tief der National Grid Aktie liegt bei 11,60 €.

Das Allzeithoch von National Grid liegt bei 16,30 €.

Das Allzeittief von National Grid liegt bei 6,46 €.

Die Volatilität der National Grid Aktie liegt derzeit bei 32,86%. Diese Kennzahl zeigt, wie stark der Kurs von National Grid in letzter Zeit schwankte.

Das aktuelle durchschnittliche Kursziel liegt bei 15,76 €. Verglichen mit dem aktuellen Kurs bedeutet dies einen Unterschied von 5,20%.

Die aktuelle durchschnittliche Prognose von Analysten liegt bei 15,76 €. Verglichen mit dem aktuellen Kurs bedeutet dies einen Unterschied von 5,20%.

9 Analysten haben ein Kursziel für 2027 abgegeben. Das durchschnittliche National Grid Kursziel beträgt 15,76 €. Das ist 5,20% höher als der aktuelle Aktienkurs. Die Analysten empfehlen National Grid 4 x zum Kauf, 4 x zum Halten und 1 x zum Verkauf.

9 Analysten haben ein Kursziel 2027 abgegeben. Das durchschnittliche National Grid Kursziel beträgt 15,76 €. Das ist 5,20% höher als der aktuelle Aktienkurs. Die Analysten empfehlen National Grid 4 x zum Kauf, 4 x zum Halten und 1 x zum Verkauf.

9 Analysten haben ein Kursziel für 2027 abgegeben. Laut Analysten liegt das durchschnittliche Kursziel bei 15,76 €. Verglichen mit dem aktuellen Kurs bedeutet dies ein Kurspotenzial von 5,20%.

Laut aktuellen Analystenschätzungen liegt das durchschnittliche Kursziel für die National Grid Aktie bei 15,76 €. Viele Analysten sehen damit Potenzial nach oben bei der National Grid Aktie.

Die Marktkapitalisierung beträgt 64,98 Mrd. €

Insgesamt sind 4.953,6 Mio National Grid Aktien im Umlauf.

Am 22.05.2017 gab es einen Split im Verhältnis 12:11.

Am 22.05.2017 gab es einen Split im Verhältnis 12:11.

Laut money:care Nachhaltigkeitsscore liegt die Nachhaltigkeit von National Grid bei 44%. Erfahre hier mehr

National Grid hat seinen Hauptsitz in Großbritannien.

National Grid gehört zum Sektor Stromversorgungsunternehmen.

Das KGV der National Grid Aktie beträgt 16,99.

Der Jahresumsatz des Geschäftsjahres 2024 von National Grid betrug 18,38 Mrd GBX.

Ja, National Grid zahlt Dividenden. Zuletzt wurde am 20.11.2025 eine Dividende in Höhe von 0,16 £ (0,19 €) gezahlt.

Zuletzt hat National Grid am 20.11.2025 eine Dividende in Höhe von 0,16 £ (0,19 €) gezahlt.
Dies entspricht einer Dividendenrendite von 0,00%. Die Dividende wird halbjährlich gezahlt.

Die letzte Dividende von National Grid wurde am 20.11.2025 in Höhe von 0,16 £ (0,19 €) je Aktie ausgeschüttet.
Das ergibt, basierend auf dem aktuellen Kurs, eine Dividendenrendite von 0,00%.

Die Dividende wird halbjährlich gezahlt.

Der letzte Zahltag der Dividende war am 20.11.2025. Es wurde eine Dividende in Höhe von 0,16 £ (0,19 €) gezahlt.

Um eine Dividende ausgezahlt zu bekommen, muss man die Aktie am Ex-Tag (Ex-Date) im Depot haben.