- Der Biotech-Sektor erhält neuen Schub durch Erfolge.
- Moderna und Merck entwickeln mRNA-Therapie Intismeran.
- Die Aktien von Moderna und Merck verzeichnen große Gewinne.
- Energiekrise als Kurstreiber:
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Nicolas Ebert Der Biotech-Sektor erlebt einen neuen Schub. Auslöser ist ein Erfolg in einer Phase-3-Studie von Moderna und Merck bei einer personalisierten Krebstherapie. Der Durchbruch hat die Stimmung in der Branche verbessert und neue Fantasie für innovative Therapien und Übernahmen geweckt.
Im Mittelpunkt steht die mRNA-Therapie Intismeran Autogene, die Moderna gemeinsam mit Merck entwickelt. Die Behandlung kombiniert mRNA-Technologie mit Keytruda und erreichte in der Phase-3-Studie INTerpath-001 bei Melanom-Patienten (Hautkrebs) den primären Endpunkt.
Börse reagierte euphorisch
Die Moderna-Aktie legte zeitweise um fast 177 Prozent zu. Die von Merck gewann mehr als 12 Prozent. Auch der Biotech-Index XBI stieg um über 4 Prozent auf den höchsten Stand seit Februar 2021.
Der Erfolg strahlte auf die gesamte Branche aus. Aktien aus den Bereichen Gen-Editierung und KI-gestützte Wirkstoffentwicklung profitierten ebenfalls. Dazu gehörten laut SeekingAlpha unter anderem Prime Medicine, Intellia Therapeutics, CRISPR Therapeutics, Editas Medicine und Beam Therapeutics.
Die Bedeutung des Erfolgs reicht weit über einzelne Unternehmen hinaus. Eine erfolgreiche Phase-3-Studie kann das Risiko ähnlicher Therapieansätze senken und neue Milliardenmärkte eröffnen. Besonders personalisierte Neoantigen-Therapien gelten als Hoffnungsträger, weil sie das Immunsystem gezielt gegen Tumorzellen ausrichten.
Laut der Bank of America hat der Biotech-Sektor seit Juni Renditen von rund 10 Prozent oder mehr erzielt und wird zunehmend als Alternative zu den stark gelaufenen Technologiewerten gesehen.
Trotz neuer Euphorie bleiben Risiken
Biotech-Aktien hängen häufig stark von einzelnen Studienergebnissen ab und können bei Rückschlägen deutlich fallen. Zudem bleiben kleinere Unternehmen besonders anfällig für höhere Finanzierungskosten.
Der jüngste Durchbruch zeigt jedoch: Nach Jahren im Schatten von KI und großen Technologiewerten könnte Biotech wieder stärker in den Fokus der Anleger rücken.
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