Eine Firewall soll einen Computer vor äußeren Angriffen schützen. (Symbolbild)
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Welche Softwarefirmen werden 2026 die KI-Gewinner?

Die Euphorie rund um Künstliche Intelligenz treibt die Kurse vieler Softwareanbieter. Doch nur wenige Unternehmen dürften dauerhaft profitieren. Eine Analyse der Royal Bank of Canada (RBC) zeigt, wo sich ein genauer Blick lohnen könnte.
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Die Softwareindustrie steuert auf ein richtungsweisendes Jahr zu. Analysten von RBC Capital Markets haben während einer einwöchigen Reise durch sieben europäische Städte mit rund 50 institutionellen Investoren gesprochen – mit dem Ziel, die Einschätzungen zum Marktjahr 2026 zu bündeln. Vor allem eine Frage beschäftigte dabei alle Teilnehmer: Wird KI zum Wachstumsmotor oder zur Belastung für Anbieter von Anwendungssoftware?

RBC-Analyst Rishi Jaluria schildert die Lage so: "Viele Kunden fragen, ob es Zeit ist, von Halbleitern in Software zu rotieren oder innerhalb der Software von Infrastruktur zu Anwendungen." Gleichzeitig betont er, dass sich keine pauschalen Aussagen über ganze Sektoren treffen lassen. Innovation bleibe der entscheidende Maßstab, um herauszufinden, welche Anbieter KI wirklich sinnvoll nutzen.

Wer setzt KI erfolgreich um?

Ein Beispiel aus dem CRM-Segment zeigt, wie unterschiedlich Unternehmen aufgestellt sind: Laut RBC hat HubSpot aktuell deutlich bessere Chancen, langfristig ein KI-Profiteur zu werden, als Salesforce. Jaluria unterscheidet in der KI-Debatte zudem zwischen drei Blasen: einer Bewertungsblase, einer Investitionsblase – jedoch keiner Blase bei der tatsächlichen Nutzung.

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Seine Warnung: Überhöhte Bewertungen könnten sich länger halten als erwartet. Gleichzeitig garantiere ein Abschwellen des KI-Hypes nicht automatisch eine Stimmungsaufhellung für Softwareaktien.

Substanz statt Strohfeuer

Im Fokus steht die Frage nach der Dauerhaftigkeit der KI-Vorteile. Jaluria sieht Unternehmen wie Microsoft (Microsoft Aktie), HubSpot und MongoDB klar im Vorteil, da sie auf mehreren Ebenen von KI profitieren können. Anbieter mit eher kurzfristigen Effekten, darunter Oracle (Oracle Aktie), Akamai oder Fastly, könnten dagegen hinter den Erwartungen zurückbleiben.

Substantielle Umsatzbeiträge aus KI erwartet der Analyst frühestens ab 2027. "Beschleunigtes Umsatzwachstum [ist] der einzige Weg für einzelne Aktien, um kurzfristig zu funktionieren, da gute Zahlen alle Sünden heilen", erklärt Jaluria. Und weiter: "Wenn ein Unternehmen sein Wachstum ohne wesentliche KI-Einnahmen beschleunigt, dann ist dieses Unternehmen in einer Post-KI-Welt wahrscheinlich nicht 'tot'."

Kosten steigen – aber strategisch

Gleichzeitig geraten Margen unter Druck. RBC geht davon aus, dass viele Softwareunternehmen ihre KI-Ausgaben hochfahren müssen – mit Folgen für Bruttomargen und Forschungsbudgets. Jaluria betrachtet diese Investitionen dennoch als unverzichtbar, um sich im Wettbewerb der kommenden Jahre zu behaupten.

Auf der Tour kristallisierten sich Microsoft, Salesforce, Oracle, Workday und MongoDB als die meistdiskutierten Unternehmen heraus. Besonders optimistisch zeigt sich RBC gegenüber HubSpot, Clearwater Analytics, MongoDB und Guidewire, denen wachsende Perspektiven zugeschrieben werden.

Die KI-Welle schafft sowohl Rückenwind als auch Unsicherheit. Klar ist: Nicht alle Softwareunternehmen werden langfristig profitieren. Für Anleger kommt es mehr denn je darauf an, die echten Profiteure zu erkennen.

Autorin: Ariva-Redaktion/sr


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