797 Milliarden weg in wenigen Stunden: Magnificent 7 reißen den Markt in die Tiefe
Nicolas Ebert
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Nicolas Ebert steht für kompakte Nachrichten mit einem sicheren Gespür für relevante Marktthemen. Nach über 6 Jahren für wallstreetONLINE und ariva.de im Einsatz fühlt sich der Berliner in der Finanzwelt wie zu Hause. Seine Inhalte reichen querbeet von Value-Titeln und den Märkten in Asien über die US Big-Techs bis hin zu aktuellen Top-Performern auf dem globalen Börsenparkett. So entstehen informative News, die Anlegern echten Halt geben.
797 Milliarden US-Dollar Börsenwert sind an einem Tag verschwunden. Alphabet und Tesla schüren Zweifel am KI-Boom. Plötzlich will die Wall Street echte Renditen sehen.
Für dich zusammengefasst:
Die Magnificent 7 fielen um 4,8 Prozent am Donnerstag.
797 Milliarden US-Dollar an Börsenwert verschwanden.
Alphabet und Tesla verfehlten die Gewinnerwartungen deutlich.
An der Wall Street wächst die Sorge über die enormen Investitionen der Technologiekonzerne in künstliche Intelligenz. Gleichzeitig verschärft der Iran-Krieg die Unsicherheit über die Weltwirtschaft.
Die Magnificent 7 erlitten am Donnerstag ihren größten Tagesverlust seit April 2025. Der Index der 7 Technologiekonzerne fiel um 4,8 Prozent. Dadurch verschwanden 797 Milliarden US-Dollar an Börsenwert. Der techlastige Nasdaq 100 gab um 1,9 Prozent nach.
Auslöser waren die Quartalszahlen von Alphabet und Tesla. Alphabet erhöhte seine Prognose für die Investitionsausgaben auf bis zu 205 Milliarden US-Dollar. Tesla-Chef Elon Musk bezeichnete 2026 als ein Jahr mit massiven Investitionen. Zugleich verfehlte der E-Autobauer die Gewinnerwartungen deutlich.
„Das eigentliche Problem ist die Höhe der laufenden Ausgaben“, sagte Ken Mahoney von Mahoney Asset Management. Niemand wisse, welche Rendite die Investitionen erzielen würden. Steigende Ölpreise erhöhten den Druck zusätzlich. Mahoney spricht von einem „perfekten Sturm“.
Der Index der „Magnificent Seven“ liegt inzwischen elf Prozent unter seinem Rekordhoch von Ende Mai. Damit gingen rund zwei Billionen US-Dollar an Marktwert verloren.
Alphabet meldete zwar ein starkes Cloudgeschäft. Die Investitionen fielen jedoch höher aus als erwartet. Allein im zweiten Quartal gab der Konzern 45 Milliarden US-Dollar aus. Dadurch wurde der freie Cashflow erstmals seit dem Börsengang negativ.
„Die Aktie ist nun mit deutlich größeren Risiken verbunden“, sagte Jason Lemire von Bold Wealth Partners. Alphabet sei früher eine verlässliche Maschine zur Erzeugung von Barmitteln gewesen.
Die Tesla-Aktie brach um 15 Prozent ein. Alphabet verlor 7,1 Prozent. Auch Microsoft, Amazon und Meta Platforms gerieten unter Druck. Apple hielt sich vergleichsweise stabil. Der Konzern hat sich bislang weitgehend aus dem kostspieligen Wettrüsten um Rechenzentren herausgehalten. Die Aktie legte seit Jahresbeginn um fast 20 Prozent zu.
Anleger bewerten hohe Investitionen inzwischen kritischer. Früher sorgten neue Milliardenprogramme für künstliche Intelligenz regelmäßig für Kursgewinne. Heute verlangt die Wall Street konkrete Erträge.
Die Technologiekonzerne seien von kapitalstarken zu kapitalintensiven Unternehmen geworden, erklärte Lemire. Damit rücke die Rendite der gewaltigen Investitionen zunehmend in den Mittelpunkt.
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