KI-Suche sorgt für Euphorie: Aber Meta verliert wichtige Tech-Managerin

Julian Schick Julian Schick
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Julian Schick schreibt seit 2020 über die Themen, die Anleger bewegen – mit einem besonderen Fokus auf Aktienanalysen, Dividendenstrategien und ETFs. Der ausgebildete Journalist absolvierte die Kölner Journalistenschule und sammelte Erfahrungen unter anderem beim Handelsblatt, der Financial Times Deutschland sowie Euronews und WDR5. Für Ariva bringt er fundiertes Marktwissen und einen klaren Blick für das Wesentliche mit.

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Kaum im Amt, schon wieder weg: Eine zentrale Managerin für Metas KI-Umbau verlässt den Konzern. Gleichzeitig sieht eine US-Bank im neuen KI-Suchfeature Milliardenpotenzial.
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Während Meta gerade erst eine KI-Suchfunktion ausgerollt hat, die Analysten als potenziellen Milliarden-Hebel sehen, verliert der Konzern eine zentrale Figur seines internen KI-Umbaus. Emily Dalton Smith, seit 2015 im Unternehmen und zuletzt verantwortlich für die Vereinheitlichung sämtlicher interner KI-Werkzeuge, verlässt Meta. Das geht aus einer internen Mitteilung hervor, über die Reuters berichtet.

Die Personalie wiegt schwerer, als es zunächst klingt. Dalton Smith leitete erst seit rund zwei Monaten die sogenannte "Agent Transformation Accelerator"-Initiative, mit der Konzern-Technikchef Andrew Bosworth KI-Agenten etablieren will, die künftig Aufgaben heutiger Mitarbeiter übernehmen sollen. Ihr Team sollte Metamate, die hauseigene KI-Assistenzsoftware, zur zentralen Anlaufstelle für sämtliche Arbeitsprozesse ausbauen, von der Recherche bis zur fertigen Verkaufspräsentation. Erst vor wenigen Wochen schrieb sie an die Belegschaft, das Ziel sei, Metamate zum Ausgangspunkt für nahezu jede Tätigkeit im Unternehmen zu machen.

Der Umbau selbst sorgt bei Meta für erheblichen Unmut. Rund ein Zehntel der Stellen wurde bereits gestrichen, ein ähnlich großer Teil der Belegschaft in neue Abteilungen verschoben. Hinzu kommt eine Software zur Nachverfolgung von Mausbewegungen am Arbeitsplatz, die viele Angestellte als Vorstufe zur eigenen Ersetzung durch Bots empfinden. Ein Firmensprecher wollte den Abgang von Dalton Smith nicht direkt bestätigen, betonte aber, die Integration von KI in Metamate werde fortgesetzt.

Parallel dazu liefert die Bank of America frische Argumente für die Aktie. Die Analysten loben den neuen KI-Suchmodus auf Facebook, der Antworten aus öffentlichen Beiträgen in Gruppen und Reels zieht und damit greifbarer wirken soll als klassische KI-Suche. Ihre Rechnung: Schon eine zusätzliche Suchanfrage pro Nutzer und Tag könnte branchenweit auf eine Billion zusätzliche Anfragen kommen, ein Teil davon mit kommerziellem Wert für die Werbevermarktung. Die Bank bestätigt ihre Kaufempfehlung mit Kursziel 835 US-Dollar und sieht in der Suchfunktion zugleich einen möglichen Einstiegspunkt in Metas künftiges Agenten-Ökosystem.

Autor: Julian Schick

Werte aus dem Artikel:
Meta Platforms Aktie 575,74 $ +1,44%

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