Lehman Brothers

Aktie
WKN:  891041 ISIN:  US5249081002
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Dieses Wertpapier ist nicht mehr handelbar.
Marktkapitalisierung *
-
Streubesitz
-
KGV
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Dividende
0,11 €
Index-Zuordnung
-
Lehman Brothers Chart

Unternehmensbeschreibung

Lehman Brothers war bis zu seinem Insolvenzantrag im September 2008 eine der weltweit einflussreichsten Investmentbanken mit Schwerpunkt auf Kapitalmarktgeschäft, Investment Banking und strukturierten Finanzierungen. Das Institut fungierte als globaler Finanzintermediär, der Emittenten, institutionelle Investoren und Staaten über Anleiheemissionen, Aktienplatzierungen und komplexe Derivatstrukturen miteinander verband. Die Marke Lehman Brothers stand vor der Finanzkrise für aggressives Wachstum im Bereich strukturiertes Kreditgeschäft, für hohe Innovationsgeschwindigkeit im Derivatehandel und für eine starke Präsenz im US-Hypothekenmarkt, insbesondere über Verbriefungsstrukturen von Residential Mortgage-Backed Securities. Damit nahm das Unternehmen eine zentrale Rolle in der Wertschöpfungskette internationaler Kapitalmärkte ein.

Geschäftsmodell und Ertragsquellen

Das Geschäftsmodell von Lehman Brothers basierte auf einem kapitalmarktorientierten Universalbank-Ansatz ohne nennenswertes traditionelles Einlagengeschäft. Hauptertragsquellen waren Gebühren- und Provisionsströme aus Beratung und Emissionen, Handelsergebnisse aus Eigenhandel sowie Zinsmargen aus bestandsgehaltenen Kredit- und Wertpapierportfolios. Das Institut kombinierte klassische Investmentbanking-Dienstleistungen mit einem ausgeprägten Fokus auf proprietären Handel und strukturierte Produkte. Zentrale geschäftliche Hebel waren:
  • Originierung, Strukturierung und Platzierung von Anleihen, Asset-Backed Securities und Mortgage-Backed Securities
  • Beratung bei Mergers & Acquisitions, Leveraged Buyouts und Restrukturierungen
  • Handel mit Aktien, Fixed-Income-Produkten, Währungen, Rohstoffen und Kreditderivaten
  • Eigeninvestments in Hypothekenportfolien, strukturierte Kreditprodukte und Immobilien
Die Bilanzstruktur war stark fremdfinanziert, mit hoher Leverage und signifikanter Abhängigkeit von kurzfristiger Refinanzierung am Geld- und Repo-Markt. Dieses Modell funktionierte in Phasen hoher Liquidität und niedriger Ausfallraten, erwies sich jedoch als extrem krisenanfällig.

Mission und strategische Leitlinien

Lehman Brothers positionierte sich als globaler Kapitalmarktpartner für Unternehmen, Finanzinvestoren, Regierungen und große institutionelle Anleger. Die Mission bestand darin, über integrierte Investmentbanking- und Kapitalmarktdienstleistungen Zugang zu globaler Liquidität, maßgeschneiderten Finanzierungslösungen und innovativen Risikotransferinstrumenten zu bieten. Strategisch setzte das Management auf:
  • starke Spezialisierung in ausgewählten Produktnischen wie Verbriefungen und Kreditderivaten
  • Ausbau eines globalen Vertriebsnetzes für institutionelle Kunden
  • hohe Eigenhandelsaktivität zur Monetarisierung von Marktineffizienzen
  • enge Verzahnung von Research, Origination und Trading zur Steigerung der Cross-Selling-Potenziale
Die interne Kultur förderte stark leistungsorientiertes Verhalten mit Fokus auf Ertragswachstum und Marktanteilsgewinne, teilweise zulasten einer konservativen Risikosteuerung.

Produkte und Dienstleistungen

Lehman Brothers bot ein breites Spektrum kapitalmarktorientierter Produkte und Dienstleistungen für professionelle Marktteilnehmer an. Zentrale Produktgruppen waren:
  • Investmentbanking: Beratung bei Börsengängen, Kapitalerhöhungen, Anleiheemissionen, M&A-Transaktionen sowie Strukturierung komplexer Finanzierungen
  • Fixed Income und Verbriefungen: Staats- und Unternehmensanleihen, strukturierte Kreditprodukte, Mortgage-Backed Securities, Asset-Backed Securities sowie CDO-Strukturen
  • Equity und Equity Derivatives: Aktienhandel, Equity Research, strukturierte Aktienprodukte, Optionen und Swaps
  • Prime Brokerage: Dienstleistungen für Hedgefonds, einschließlich Wertpapierleihe, Finanzierung und Ausführungsservices
  • Alternative Investments: Beteiligungen an Private-Equity-Transaktionen, Immobilieninvestments und strukturierten Fondsvehikeln
Lehman Brothers war insbesondere im US-Hypotheken- und Verbriefungssegment ein zentraler Akteur, der Kredite von Originatoren aufkaufte, bündelte, strukturierte und als handelbare Wertpapiere an institutionelle Investoren weiterreichte.

Business Units und Organisationsstruktur

Die Bank gliederte sich in mehrere große Geschäftseinheiten, die entlang von Produktlinien und Kundensegmenten organisiert waren. Typische Business Units umfassten:
  • Investment Banking Division: Beratung, Corporate Finance, Equity Capital Markets und Debt Capital Markets
  • Fixed Income Division: Handel und Strukturierung von Zins-, Kredit- und Währungsprodukten inklusive Verbriefungen
  • Equities Division: Cash-Equity, Equity Derivatives, Prime Brokerage und Aktien-Research
  • Investment Management und Alternative Investments: Verwaltung spezialisierter Fonds, Private-Equity- und Immobilienvehikel
Regional war Lehman Brothers mit Hubs in Nordamerika, Europa und Asien-Pazifik organisiert, wobei New York und London die wichtigsten Standorte für Handel und Investmentbanking waren. Die globale Matrixstruktur sollte Produkt-Expertise mit regionaler Kundennähe verbinden, erhöhte aber auch die Komplexität der Risikokontrolle.

Alleinstellungsmerkmale und theoretische Burggräben

Lehman Brothers verfügte vor der Krise über mehrere vermeintliche Wettbewerbsvorteile. Dazu gehörten:
  • ausgeprägte Expertise in der Strukturierung von Verbriefungen und komplexen Kreditprodukten
  • ein globales Netzwerk institutioneller Investoren für die Platzierung strukturierter Produkte
  • eine bekannte Marke im Investmentbanking mit Zugang zu hochkarätigen Mandaten
  • integrierte Research-Kapazitäten, die Verkaufs- und Handelsaktivitäten unterstützten
Diese Faktoren konnten kurzzeitig als Burggraben interpretiert werden, da sie Markteintrittsbarrieren für kleinere Wettbewerber schufen. Allerdings waren diese Vorteile stark von Marktliquidität, Vertrauen der Gegenparteien und regulatorischem Umfeld abhängig. Der Zusammenbruch zeigte, dass solche Moats im Investmentbanking häufig zyklisch und weniger robust sind als klassische strukturelle Wettbewerbsvorteile in anderen Branchen.

Wettbewerbsumfeld und Peer Group

Im relevanten Wettbewerbsumfeld agierte Lehman Brothers in einer Peer Group großer globaler Investmentbanken. Zu den direkten Wettbewerbern zählten unter anderem Unternehmen wie Goldman Sachs, Morgan Stanley, Merrill Lynch, Bear Stearns sowie die Investmentbanking-Sparten großer Universalbanken wie JPMorgan, Citigroup, Deutsche Bank, UBS und Credit Suisse. Diese Institute konkurrierten um:
  • Mandate für M&A-Beratung und Kapitalmarkttransaktionen
  • Marktanteile im Anleihe- und Aktienhandel
  • Volumina im Prime-Brokerage-Geschäft und bei Hedgefonds-Kunden
  • Origination und Platzierung von strukturierten Kreditprodukten
Der Wettbewerbsdruck äußerte sich in aggressiven Konditionen, steigendem Risikohunger sowie einer zunehmenden Komplexität der angebotenen Produkte. In diesem Umfeld versuchte Lehman Brothers, durch Spezialisierung auf Hypotheken- und Immobilienfinanzierung überdurchschnittliche Renditen zu erzielen, was die Verwundbarkeit in der Subprime-Krise massiv erhöhte.

Management, Governance und Strategie

Das Top-Management um den langjährigen Chief Executive Officer Richard Fuld verfolgte eine strategiegetriebene Wachstumsagenda mit starker Fokussierung auf Ertragssteigerung und Marktanteilsgewinne. Die Governance-Strukturen waren formal an gängige Standards börsennotierter US-Finanzinstitute angepasst, die tatsächliche Risikokultur erwies sich jedoch im Nachhinein als unzureichend. Wichtige Merkmale der strategischen Ausrichtung waren:
  • Aufbau großer Eigenbestände an Hypothekenportfolien und strukturierten Kreditprodukten
  • intensive Nutzung von Leverage und kurzfristiger Refinanzierung
  • starke Abhängigkeit vom Vertrauen der Geld- und Kapitalmärkte
  • begrenzte Bereitschaft zur schnellen Bilanzverkürzung trotz sich verschärfender Marktbedingungen
Die Kombination aus hoher Komplexität der Produkte, unzureichender Transparenz und starkem Lenkungsdruck auf Wachstumsziele führte zu Fehlanreizen. Aus konservativer Anlegersicht zeigte sich eine gefährliche Asymmetrie zwischen Ertragschancen des Managements und systemischen Risiken für Gläubiger und Marktstabilität.

Branchen- und Regionalanalyse

Lehman Brothers war im globalen Investmentbanking und im institutionellen Kapitalmarktgeschäft tätig, einem Sektor mit hoher Zyklicalität, starker Regulierung und ausgeprägter Abhängigkeit von Marktstimmung und Liquidität. Branchencharakteristika umfassten:
  • hohe Fixkostenbasis und Skaleneffekte im Handel und in der IT-Infrastruktur
  • starke Vernetzung über Interbankenmärkte und Derivatekontrakte
  • hohe Sensitivität gegenüber Zinsstruktur, Kreditspreads und Immobilienmärkten
  • Strukturbrüche bei regulatorischen Eingriffen nach Krisen
Regional lag der Schwerpunkt auf den USA und Europa mit wachsender Präsenz in Asien. Der US-Markt war besonders relevant, da dort der Hypotheken- und Verbriefungssektor stark ausgebaut war. Die geografische Konzentration auf Regionen mit ausgeprägten Immobilienzyklen verstärkte das Risiko in der Subprime-Krise. Für konservative Anleger ist wesentlich, dass Geschäftsmodelle dieser Branche inhärent mit systemischen Risiken, Intransparenz der Bilanzpositionen und hoher Abhängigkeit vom Vertrauen der Marktteilnehmer einhergehen.

Unternehmensgeschichte und Entwicklung

Lehman Brothers wurde im 19. Jahrhundert von deutschen Einwanderern in den USA gegründet und entwickelte sich von einem Handelsunternehmen für Baumwolle zu einem bedeutenden Player im amerikanischen Investmentbanking. Im Laufe seiner Geschichte durchlief das Haus mehrere Transformationsphasen, darunter eine Fusion mit American Express Investment Banking Aktivitäten und spätere Verselbstständigung. Im späten 20. und frühen 21. Jahrhundert profilierte sich Lehman Brothers als globaler Kapitalmarktakteur mit starkem Fokus auf Fixed Income und strukturierte Produkte. Die Bank überstand frühere Marktverwerfungen, etwa die Asienkrise und das Platzen der Dotcom-Blase, durch Anpassung des Geschäftsmodells und Kostenprogramme. Mit dem massiven Wachstum des US-Immobilienmarktes intensivierte Lehman Brothers sein Engagement in Hypothekenfinanzierungen und Verbriefungen. Der Zusammenbruch des US-Subprime-Segments, sinkende Immobilienpreise und Vertrauensverluste auf den Interbankenmärkten führten schließlich zu Liquiditätsengpässen, steigenden Abschreibungen und einem dramatischen Verlust an Refinanzierungsmöglichkeiten. Der Insolvenzantrag im September 2008 markierte den größten Zusammenbruch einer Investmentbank in der modernen Finanzgeschichte und fungierte als Katalysator für eine weltweite Finanzkrise.

Besonderheiten und systemische Relevanz

Die Insolvenz von Lehman Brothers war ein historisches Ereignis mit weitreichender Signalwirkung. Zu den Besonderheiten zählen:
  • die Rolle des Instituts als systemrelevanter Kontrahent in zahlreichen Derivate- und Repo-Geschäften
  • die Wirkungskette von Margin Calls, Ausfallrisiken und Wertberichtigungen bei globalen Gegenparteien
  • die anschließende Neubewertung von Gegenparteirisiken durch Marktteilnehmer und Regulatoren
  • die politische Entscheidung, keine umfassende staatliche Rettung zu gewährleisten
Der Fall führte zu tiefgreifenden regulatorischen Reformen, darunter strengere Eigenkapitalanforderungen, Liquiditätsregeln, Stresstests und erhöhte Transparenzanforderungen für strukturierte Produkte. Für die Kapitalmärkte war Lehman Brothers ein Wendepunkt, der die Grenzen des marktbasierten Finanzsystems ohne hinreichende Sicherheitsnetze offengelegt hat.

Chancen und Risiken eines hypothetischen Investments

Ein direktes Investment in Lehman Brothers ist nach der Insolvenz nicht mehr möglich. Aus Sicht eines konservativen Anlegers lassen sich dennoch generische Chancen-Risiko-Profile für ähnliche Investmentbanking-Geschäftsmodelle ableiten. Auf der Chancenseite stehen:
  • partizipation an globalem Kapitalmarkt- und Handelswachstum
  • hohe Ertragskraft in Phasen günstiger Marktbedingungen und hoher Transaktionsvolumina
  • Zugang zu komplexen Finanzinnovationen und diversifizierten Ertragsquellen
Demgegenüber stehen wesentliche Risiken:
  • Bilanzintransparenz, schwierige Bewertung illiquider oder strukturierter Positionen
  • hohe Abhängigkeit von kurzfristiger Refinanzierung und Vertrauensbasis am Interbankenmarkt
  • regulatorische Eingriffe, die Geschäftsmodelle und Profitabilität grundlegend verändern können
  • Klumpenrisiken in bestimmten Assetklassen, etwa Immobilien oder strukturierten Krediten
  • Hebelwirkung durch Leverage, die Verluste stark verstärkt
Für konservative Anleger ist entscheidend, die Lehren aus Lehman Brothers in die Beurteilung heutiger Finanzinstitute einzubeziehen. Dazu gehören eine sorgfältige Analyse der Risikokultur, der Refinanzierungsstruktur, der Geschäftsdiversifikation und der regulatorischen Einbettung. Bewertungen sollten nicht allein an kurzfristigen Ertragskennziffern ausgerichtet werden, sondern an der Robustheit des Geschäftsmodells über vollständige Marktzyklen hinweg.

Dividenden Historie

Datum Dividende
07.08.2008 0,11 €
13.05.2008 0,11 €
13.02.2008 0,12 €
13.11.2007 0,10 €
13.08.2007 0,11 €
11.05.2007 0,11 €
08.02.2007 0,12 €
13.11.2006 0,093 €
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Prognose & Kursziel

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Unternehmensprofil Lehman Brothers

Lehman Brothers war bis zu seinem Insolvenzantrag im September 2008 eine der weltweit einflussreichsten Investmentbanken mit Schwerpunkt auf Kapitalmarktgeschäft, Investment Banking und strukturierten Finanzierungen. Das Institut fungierte als globaler Finanzintermediär, der Emittenten, institutionelle Investoren und Staaten über Anleiheemissionen, Aktienplatzierungen und komplexe Derivatstrukturen miteinander verband. Die Marke Lehman Brothers stand vor der Finanzkrise für aggressives Wachstum im Bereich strukturiertes Kreditgeschäft, für hohe Innovationsgeschwindigkeit im Derivatehandel und für eine starke Präsenz im US-Hypothekenmarkt, insbesondere über Verbriefungsstrukturen von Residential Mortgage-Backed Securities. Damit nahm das Unternehmen eine zentrale Rolle in der Wertschöpfungskette internationaler Kapitalmärkte ein.

Geschäftsmodell und Ertragsquellen

Das Geschäftsmodell von Lehman Brothers basierte auf einem kapitalmarktorientierten Universalbank-Ansatz ohne nennenswertes traditionelles Einlagengeschäft. Hauptertragsquellen waren Gebühren- und Provisionsströme aus Beratung und Emissionen, Handelsergebnisse aus Eigenhandel sowie Zinsmargen aus bestandsgehaltenen Kredit- und Wertpapierportfolios. Das Institut kombinierte klassische Investmentbanking-Dienstleistungen mit einem ausgeprägten Fokus auf proprietären Handel und strukturierte Produkte. Zentrale geschäftliche Hebel waren:
  • Originierung, Strukturierung und Platzierung von Anleihen, Asset-Backed Securities und Mortgage-Backed Securities
  • Beratung bei Mergers & Acquisitions, Leveraged Buyouts und Restrukturierungen
  • Handel mit Aktien, Fixed-Income-Produkten, Währungen, Rohstoffen und Kreditderivaten
  • Eigeninvestments in Hypothekenportfolien, strukturierte Kreditprodukte und Immobilien
Die Bilanzstruktur war stark fremdfinanziert, mit hoher Leverage und signifikanter Abhängigkeit von kurzfristiger Refinanzierung am Geld- und Repo-Markt. Dieses Modell funktionierte in Phasen hoher Liquidität und niedriger Ausfallraten, erwies sich jedoch als extrem krisenanfällig.

Mission und strategische Leitlinien

Lehman Brothers positionierte sich als globaler Kapitalmarktpartner für Unternehmen, Finanzinvestoren, Regierungen und große institutionelle Anleger. Die Mission bestand darin, über integrierte Investmentbanking- und Kapitalmarktdienstleistungen Zugang zu globaler Liquidität, maßgeschneiderten Finanzierungslösungen und innovativen Risikotransferinstrumenten zu bieten. Strategisch setzte das Management auf:
  • starke Spezialisierung in ausgewählten Produktnischen wie Verbriefungen und Kreditderivaten
  • Ausbau eines globalen Vertriebsnetzes für institutionelle Kunden
  • hohe Eigenhandelsaktivität zur Monetarisierung von Marktineffizienzen
  • enge Verzahnung von Research, Origination und Trading zur Steigerung der Cross-Selling-Potenziale
Die interne Kultur förderte stark leistungsorientiertes Verhalten mit Fokus auf Ertragswachstum und Marktanteilsgewinne, teilweise zulasten einer konservativen Risikosteuerung.

Produkte und Dienstleistungen

Lehman Brothers bot ein breites Spektrum kapitalmarktorientierter Produkte und Dienstleistungen für professionelle Marktteilnehmer an. Zentrale Produktgruppen waren:
  • Investmentbanking: Beratung bei Börsengängen, Kapitalerhöhungen, Anleiheemissionen, M&A-Transaktionen sowie Strukturierung komplexer Finanzierungen
  • Fixed Income und Verbriefungen: Staats- und Unternehmensanleihen, strukturierte Kreditprodukte, Mortgage-Backed Securities, Asset-Backed Securities sowie CDO-Strukturen
  • Equity und Equity Derivatives: Aktienhandel, Equity Research, strukturierte Aktienprodukte, Optionen und Swaps
  • Prime Brokerage: Dienstleistungen für Hedgefonds, einschließlich Wertpapierleihe, Finanzierung und Ausführungsservices
  • Alternative Investments: Beteiligungen an Private-Equity-Transaktionen, Immobilieninvestments und strukturierten Fondsvehikeln
Lehman Brothers war insbesondere im US-Hypotheken- und Verbriefungssegment ein zentraler Akteur, der Kredite von Originatoren aufkaufte, bündelte, strukturierte und als handelbare Wertpapiere an institutionelle Investoren weiterreichte.

Business Units und Organisationsstruktur

Die Bank gliederte sich in mehrere große Geschäftseinheiten, die entlang von Produktlinien und Kundensegmenten organisiert waren. Typische Business Units umfassten:
  • Investment Banking Division: Beratung, Corporate Finance, Equity Capital Markets und Debt Capital Markets
  • Fixed Income Division: Handel und Strukturierung von Zins-, Kredit- und Währungsprodukten inklusive Verbriefungen
  • Equities Division: Cash-Equity, Equity Derivatives, Prime Brokerage und Aktien-Research
  • Investment Management und Alternative Investments: Verwaltung spezialisierter Fonds, Private-Equity- und Immobilienvehikel
Regional war Lehman Brothers mit Hubs in Nordamerika, Europa und Asien-Pazifik organisiert, wobei New York und London die wichtigsten Standorte für Handel und Investmentbanking waren. Die globale Matrixstruktur sollte Produkt-Expertise mit regionaler Kundennähe verbinden, erhöhte aber auch die Komplexität der Risikokontrolle.

Alleinstellungsmerkmale und theoretische Burggräben

Lehman Brothers verfügte vor der Krise über mehrere vermeintliche Wettbewerbsvorteile. Dazu gehörten:
  • ausgeprägte Expertise in der Strukturierung von Verbriefungen und komplexen Kreditprodukten
  • ein globales Netzwerk institutioneller Investoren für die Platzierung strukturierter Produkte
  • eine bekannte Marke im Investmentbanking mit Zugang zu hochkarätigen Mandaten
  • integrierte Research-Kapazitäten, die Verkaufs- und Handelsaktivitäten unterstützten
Diese Faktoren konnten kurzzeitig als Burggraben interpretiert werden, da sie Markteintrittsbarrieren für kleinere Wettbewerber schufen. Allerdings waren diese Vorteile stark von Marktliquidität, Vertrauen der Gegenparteien und regulatorischem Umfeld abhängig. Der Zusammenbruch zeigte, dass solche Moats im Investmentbanking häufig zyklisch und weniger robust sind als klassische strukturelle Wettbewerbsvorteile in anderen Branchen.

Wettbewerbsumfeld und Peer Group

Im relevanten Wettbewerbsumfeld agierte Lehman Brothers in einer Peer Group großer globaler Investmentbanken. Zu den direkten Wettbewerbern zählten unter anderem Unternehmen wie Goldman Sachs, Morgan Stanley, Merrill Lynch, Bear Stearns sowie die Investmentbanking-Sparten großer Universalbanken wie JPMorgan, Citigroup, Deutsche Bank, UBS und Credit Suisse. Diese Institute konkurrierten um:
  • Mandate für M&A-Beratung und Kapitalmarkttransaktionen
  • Marktanteile im Anleihe- und Aktienhandel
  • Volumina im Prime-Brokerage-Geschäft und bei Hedgefonds-Kunden
  • Origination und Platzierung von strukturierten Kreditprodukten
Der Wettbewerbsdruck äußerte sich in aggressiven Konditionen, steigendem Risikohunger sowie einer zunehmenden Komplexität der angebotenen Produkte. In diesem Umfeld versuchte Lehman Brothers, durch Spezialisierung auf Hypotheken- und Immobilienfinanzierung überdurchschnittliche Renditen zu erzielen, was die Verwundbarkeit in der Subprime-Krise massiv erhöhte.

Management, Governance und Strategie

Das Top-Management um den langjährigen Chief Executive Officer Richard Fuld verfolgte eine strategiegetriebene Wachstumsagenda mit starker Fokussierung auf Ertragssteigerung und Marktanteilsgewinne. Die Governance-Strukturen waren formal an gängige Standards börsennotierter US-Finanzinstitute angepasst, die tatsächliche Risikokultur erwies sich jedoch im Nachhinein als unzureichend. Wichtige Merkmale der strategischen Ausrichtung waren:
  • Aufbau großer Eigenbestände an Hypothekenportfolien und strukturierten Kreditprodukten
  • intensive Nutzung von Leverage und kurzfristiger Refinanzierung
  • starke Abhängigkeit vom Vertrauen der Geld- und Kapitalmärkte
  • begrenzte Bereitschaft zur schnellen Bilanzverkürzung trotz sich verschärfender Marktbedingungen
Die Kombination aus hoher Komplexität der Produkte, unzureichender Transparenz und starkem Lenkungsdruck auf Wachstumsziele führte zu Fehlanreizen. Aus konservativer Anlegersicht zeigte sich eine gefährliche Asymmetrie zwischen Ertragschancen des Managements und systemischen Risiken für Gläubiger und Marktstabilität.

Branchen- und Regionalanalyse

Lehman Brothers war im globalen Investmentbanking und im institutionellen Kapitalmarktgeschäft tätig, einem Sektor mit hoher Zyklicalität, starker Regulierung und ausgeprägter Abhängigkeit von Marktstimmung und Liquidität. Branchencharakteristika umfassten:
  • hohe Fixkostenbasis und Skaleneffekte im Handel und in der IT-Infrastruktur
  • starke Vernetzung über Interbankenmärkte und Derivatekontrakte
  • hohe Sensitivität gegenüber Zinsstruktur, Kreditspreads und Immobilienmärkten
  • Strukturbrüche bei regulatorischen Eingriffen nach Krisen
Regional lag der Schwerpunkt auf den USA und Europa mit wachsender Präsenz in Asien. Der US-Markt war besonders relevant, da dort der Hypotheken- und Verbriefungssektor stark ausgebaut war. Die geografische Konzentration auf Regionen mit ausgeprägten Immobilienzyklen verstärkte das Risiko in der Subprime-Krise. Für konservative Anleger ist wesentlich, dass Geschäftsmodelle dieser Branche inhärent mit systemischen Risiken, Intransparenz der Bilanzpositionen und hoher Abhängigkeit vom Vertrauen der Marktteilnehmer einhergehen.

Unternehmensgeschichte und Entwicklung

Lehman Brothers wurde im 19. Jahrhundert von deutschen Einwanderern in den USA gegründet und entwickelte sich von einem Handelsunternehmen für Baumwolle zu einem bedeutenden Player im amerikanischen Investmentbanking. Im Laufe seiner Geschichte durchlief das Haus mehrere Transformationsphasen, darunter eine Fusion mit American Express Investment Banking Aktivitäten und spätere Verselbstständigung. Im späten 20. und frühen 21. Jahrhundert profilierte sich Lehman Brothers als globaler Kapitalmarktakteur mit starkem Fokus auf Fixed Income und strukturierte Produkte. Die Bank überstand frühere Marktverwerfungen, etwa die Asienkrise und das Platzen der Dotcom-Blase, durch Anpassung des Geschäftsmodells und Kostenprogramme. Mit dem massiven Wachstum des US-Immobilienmarktes intensivierte Lehman Brothers sein Engagement in Hypothekenfinanzierungen und Verbriefungen. Der Zusammenbruch des US-Subprime-Segments, sinkende Immobilienpreise und Vertrauensverluste auf den Interbankenmärkten führten schließlich zu Liquiditätsengpässen, steigenden Abschreibungen und einem dramatischen Verlust an Refinanzierungsmöglichkeiten. Der Insolvenzantrag im September 2008 markierte den größten Zusammenbruch einer Investmentbank in der modernen Finanzgeschichte und fungierte als Katalysator für eine weltweite Finanzkrise.

Besonderheiten und systemische Relevanz

Die Insolvenz von Lehman Brothers war ein historisches Ereignis mit weitreichender Signalwirkung. Zu den Besonderheiten zählen:
  • die Rolle des Instituts als systemrelevanter Kontrahent in zahlreichen Derivate- und Repo-Geschäften
  • die Wirkungskette von Margin Calls, Ausfallrisiken und Wertberichtigungen bei globalen Gegenparteien
  • die anschließende Neubewertung von Gegenparteirisiken durch Marktteilnehmer und Regulatoren
  • die politische Entscheidung, keine umfassende staatliche Rettung zu gewährleisten
Der Fall führte zu tiefgreifenden regulatorischen Reformen, darunter strengere Eigenkapitalanforderungen, Liquiditätsregeln, Stresstests und erhöhte Transparenzanforderungen für strukturierte Produkte. Für die Kapitalmärkte war Lehman Brothers ein Wendepunkt, der die Grenzen des marktbasierten Finanzsystems ohne hinreichende Sicherheitsnetze offengelegt hat.

Chancen und Risiken eines hypothetischen Investments

Ein direktes Investment in Lehman Brothers ist nach der Insolvenz nicht mehr möglich. Aus Sicht eines konservativen Anlegers lassen sich dennoch generische Chancen-Risiko-Profile für ähnliche Investmentbanking-Geschäftsmodelle ableiten. Auf der Chancenseite stehen:
  • partizipation an globalem Kapitalmarkt- und Handelswachstum
  • hohe Ertragskraft in Phasen günstiger Marktbedingungen und hoher Transaktionsvolumina
  • Zugang zu komplexen Finanzinnovationen und diversifizierten Ertragsquellen
Demgegenüber stehen wesentliche Risiken:
  • Bilanzintransparenz, schwierige Bewertung illiquider oder strukturierter Positionen
  • hohe Abhängigkeit von kurzfristiger Refinanzierung und Vertrauensbasis am Interbankenmarkt
  • regulatorische Eingriffe, die Geschäftsmodelle und Profitabilität grundlegend verändern können
  • Klumpenrisiken in bestimmten Assetklassen, etwa Immobilien oder strukturierten Krediten
  • Hebelwirkung durch Leverage, die Verluste stark verstärkt
Für konservative Anleger ist entscheidend, die Lehren aus Lehman Brothers in die Beurteilung heutiger Finanzinstitute einzubeziehen. Dazu gehören eine sorgfältige Analyse der Risikokultur, der Refinanzierungsstruktur, der Geschäftsdiversifikation und der regulatorischen Einbettung. Bewertungen sollten nicht allein an kurzfristigen Ertragskennziffern ausgerichtet werden, sondern an der Robustheit des Geschäftsmodells über vollständige Marktzyklen hinweg.
Hinweis

Stammdaten

Aktienanzahl 696,65 Mio.
Aktientyp Stammaktie

Community-Beiträge zu Lehman Brothers

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jacky6
escrows
noch nie war es so ruhig hier und zugleich so spannend. denke es ist hier so ruhig weils so viele jahre eben schon läuft ch11. verfolgt man fnm, wamu, stehen die chancen gut für unsere lehmq. mM und auch einige auf ihub sehen das so. https://dm.epiq11.com/case/lehman/info Decision - LBIE v. Assured Guaranty On January 14, 2025 the New York State Court of Appeals denied LBIE’s motion for leave to appeal the lower courts’ decision in favor of Assured Guaranty. This decision will have a material adverse effect on LBHI’s maximum potential recoveries (!!!but not its expected recoveries!!!), as disclosed in its most recently published quarterly financial report.
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Malko07
Schön, dass man hier
weiß was Lehmann wert ist. Etliche Interessenten haben wochenlang geprüft und sind dann ausgestiegen. Die waren scheinbar bekloppt? Und auch an diesem Wochenende findet sich niemand bereit die "gute" Bank ohne staatliche Garantien zu kaufen. Wird Zeit, dass sich diese Deppen von Ariva-Mitgliedern beraten lassen.
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Chalifmann3
Nase vorn (Arsch offen)
Barclays Emerges as a Leader In Talks Over Lehman Brothers By CARRICK MOLLENKAMP, DEBORAH SOLOMON, AARON LUCCHETTI, SERENA NG and SUSANNE CRAIG September 14, 2008 11:38 a.m. Barclays PLC, the U.K.'s third-largest bank, is emerging as a leading contender for Lehman Brothers Holdings Inc. as discussions continued Sunday in London and New York in what is a highly fluid and pressure-charged environment. A sale of Lehman to either Barclays or Bank of America Corp. remained dependent on government financial support, according to people familiar with the situation. According to these people, Barclays appeared to be moving more aggressively in trying to find a way to complete a deal. Kurt Wilberding Merrill Lynch Chairman and Executive John Thain leaving the meeting at the New York Federal Reserve That, however, would put any proposed deal at odds with the government's reluctance to step in with funding. Discussions are expected to begin again this morning at the New York Fed. Wall Street's top executives attended meetings yesterday before departing in black town cars Saturday evening. Under a plan that was crystallizing Sunday, either Barclays PLC or Bank of America Corp. would buy Lehman's "good assets", such as its equities business, people familiar with the matter say. Lehman's more toxic, real-estate assets would be ring-fenced into a "bad" bank that would contain about $85 billion in souring assets. The move would avert a flood of bad assets deluging the market, damaging the value of similar assets held by other banks and insurers. On Saturday, one idea was for Wall Street firms to inject some capital into the bad bank. By Sunday morning, though, this option appeared to be losing support. Unlike when Wall Street firms stepped in to bail out hedge fund Long-Term Capital Management, today's banks are much weaker financially. Some also are loathe to provide financial support at the same time a rival like Barclays has the potential to buy Lehman for a cheap price. Lehman, as part of a previous plan to shore up it balance sheet, had already identified billions of dollars in bad assets and planned to dump them in a separate company so the process of extracting them from Lehman is already under way. Demands by Bank of America and Barclays that the government somehow financially backstop the bad bank could be negotiating tactics during the talks. Barclays in the past has shown a discipline to not overextend on deals. It proved unwilling to get in a drawn-out bidding battle for Dutch bank ABN Amro Holding NV last year and ultimately a European consortium led by Royal Bank of Scotland Group PLC won the deal. Barclays has hired Deutsche Bank AG and Credit Suisse Group to advise it. Another challenge for Barclays: Convincing U.K. regulators that it has the capital strength to pull off the deal. On Saturday afternoon, the credit-trading heads of major investment banks gathered at the meeting to discuss how to deal with their exposures to Lehman in the intertwined credit-default-swap market. The lack of a central clearinghouse in this market means that dealers, hedge funds and others are directly facing each other in insurance-like contracts that are tied to trillions of dollars in debt instruments. Credit derivative traders at some firms were asked to come to work over the weekend to help quantify their exposures to Lehman and compile lists of outstanding contracts they have with the investment bank. One person familiar with the matter said large dealers contemplated showing each other all of their credit default swap trades with Lehman. Disclosing their positions may enable dealers to find ways to offset their positions with each other wherever possible. Later in the day, some traders were told that Lehman -- with the help of Federal Reserve officials -- will try to figure out which of its counterparties have CDS trades that can be offset. Those counterparties would be informed of the offsetting positions, following which they can unwind their respective swaps with Lehman and concurrently enter into new swap contracts with each other. For example, if one dealer has bought a swap from Lehman and Lehman sold a similar swap to another bank, the two banks could agree to face each other directly. Such moves could help prevent individual firms from scrambling to find new counterparties to rehedge their positions with when the markets reopen on Monday, potentially unleashing turmoil across the credit markets. They could also help facilitate an orderly wind-down of Lehman's derivative positions, if that becomes necessary. Still, sorting out the firm's CDS positions promises to be a difficult and time-consuming task, because many of the contracts have different terms and maturity dates. It is not known how much in CDS contracts Lehman has. In a survey last year by Fitch Ratings, Lehman was listed among the 10 largest CDS counterparties by number of trades and the amount of debt to which the contracts were tied. Wall Street traders poured into their offices Saturday for emergency meetings to consider the actions they would take if Lehman is forced into liquidation. They broke into teams to evaluate their positions and exposure to Lehman in everything from energy trades to equity derivatives to credit, One trader said conditions in the credit default swap market and the short-term repo markets are more stable today than they were in March, when Bear Stearns nearly collapsed, but still, "if they go into liquidation," it is going to be a bad situation on Monday. A disorderly unwind of Lehman's derivatives trades is only one worry. Another worry is that if Lehman collapses, its distressed assets -- such as commercial real estate -- could suddenly hit Wall Street for sale, forcing prices even lower and potentially forcing other dealers to mark down once again the value of their own holdings. Lehman has hired law firm Weil, Gotshal & Manges LLP to prepare a potential bankruptcy filing, according to a person familiar with the situation. The New York-based Weil has a leading bankruptcy practice and advised Drexel Burnham Lambert on its 1990 bankruptcy filing. In a Lehman bankruptcy, the firm's brokerage units would have to enter a Chapter 7 liquidation, in which a court-appointed trustee would take over, liquidate the firm's assets and get Lehman customers back their money. In general, securities that a customer holds at a brokerage firm are legally the investor's property and aren't exposed to the claims of the firm's creditors. In trying to hold firm to their no-bailout stance even while pressing for a deal, federal officials could try to pit Bank of America and Barclays against each other. But that leverage can work only if both banks stay in the discussions. Bank of America and Barclays know each other very well, having considered a merger several years ago. More recently, Bank of America agreed to pay $21 billion for ABN Amro Holding NV's LaSalle Bank of Chicago in 2007. That deal came at a time when Barclays was trying to buy ABN and fend off a European consortium bid. Bank of America's purchase was seen at the time as helping that Barclays bid, which ultimately failed. At Barclays, a big question will be whether CEO John Varley and his No. 2, Robert Diamond, both agree on buying all or part of Lehman. Mr. Diamond is eager to expand Barclays's U.S. investment bank operations. But the unit, called Barclays Capital, is also responsible for write-downs the bank has recorded.
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Alles im Fluss
Kreise: Lehman Brothers wird aufgespalten und notverkauft Sonntag, 14. September 2008, 16:58 Uhr Diesen Artikel drucken[-] Text [+] New York/Washington (Reuters) - Die angeschlagene US-Investmentbank Lehman Brothers wird Kreisen zufolge aufgespalten und notverkauft. Derzeit deute viel darauf hin, dass die britische Barclays-Bank große Teile des Lehman-Geschäfts übernehme, erklärten mit den Verhandlungen vertraute Kreise am Sonntag. Auch die bisher als Favorit gehandelte Bank of America(BoA) verhandele jedoch weiter über den Kauf von Lehman-Teilen, hieß es. "Die Situation ist im Fluss." Den Angaben zufolge wird das in die Krise geratene Immobilien-Geschäft der Bank in ein separates Unternehmen ausgelagert. Ob dieser Teil, die sogenannte "schlechte Bank", alleine von einem Bankenkonsortium finanziert wird oder auch mit Hilfe staatlicher Gelder blieb zunächst unklar. US-Finanzminister Henry Paulson war Kreisen zufolge gegen den Einsatz von Steuergeldern, um die Traditionsbank zu retten. Die Finanzdienstseite "Dealbreaker.com" berichtete außerdem, dass der derzeitige Lehman-Chef Dick Fuld seinen Posten räumen müsse. Dem Bericht zufolge ist am Aufkauf von Lehman auch Japans Bank Nomura Holdings beteiligt. Die britische Zeitung "Sunday Express" berichtete, die US-Investmentbank Goldman Sachs werde ebenfalls einige Geschäftsteile seines bisherigen Konkurrenten übernehmen. Am Sonntag war Paulson mit den Chefs großer US-Banken und der Notenbank Fed zu einem dritten Krisentreffen seit Freitagabend zusammengekommen, um eine Lösung für die um ihr Überleben kämpfende Traditionsbank zu finden. Ein Kollaps des Geldhauses könnte die Finanzbranche weltweit weiter belasten. Die Krise um Lehman erinnert an das Schicksal von Bear Stearns. Die Investmentbank hatte im März wegen ähnlicher Probleme auf Druck der US-Notenbank einem Zwangsverkauf zugestimmt. Sie ging für einen vergleichweise geringen Preis an die US-Bank JP Morgan.
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Andreano
:)
danke chalif, hab einfach mal schnell überschlagen, bin stolz auf mich...obwohl du natürlich näher dran bist aber ganz ehrlich auch wenn ihr hier von Pennystock sprecht, Leh ist unngefähr 8 USD wert, die Bad Assets von 85 Milliarden werden ja nicht abgeschrieben, das verstehen aber die wenigsten, das Problem ist nur der Verlauf und der Bonitätsverlust der letzten Woche, Fuld`s Arroganz und die somit dramatische Lage Lehman hat in ihren Good Assets nen wirklich gutes Geschäftsmodell, der Käufer dieser wird sich in Fäustchen lachen, allein 2,5 Mrd dafür ist ein Schnäppchen, hätte ich das nötige Kleingeld würde ich alein für Neuberger 4 Milliarden geben
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Häufig gestellte Fragen zur Lehman Brothers Aktie und zum Lehman Brothers Kurs

Am 02.05.2006 gab es einen Split im Verhältnis 1:2.

Am 02.05.2006 gab es einen Split im Verhältnis 1:2.

Ja, Lehman Brothers zahlt Dividenden. Zuletzt wurde am 07.08.2008 eine Dividende in Höhe von 0,11 € gezahlt.

Zuletzt hat Lehman Brothers am 07.08.2008 eine Dividende in Höhe von 0,11 € gezahlt.
Dies entspricht einer Dividendenrendite von 0,00%. Die Dividende wird vierteljährlich gezahlt.

Die letzte Dividende von Lehman Brothers wurde am 07.08.2008 in Höhe von 0,11 € je Aktie ausgeschüttet.
Das ergibt, basierend auf dem aktuellen Kurs, eine Dividendenrendite von 0,00%.

Die Dividende wird vierteljährlich gezahlt.

Der letzte Zahltag der Dividende war am 07.08.2008. Es wurde eine Dividende in Höhe von 0,11 € gezahlt.

Um eine Dividende ausgezahlt zu bekommen, muss man die Aktie am Ex-Tag (Ex-Date) im Depot haben.