- Im Gesundheitshandwerk fehlen bundesweit Fachkräfte.
- Bis 2025 können 4.389 von 7.267 Stellen nicht besetzt werden.
- Gesucht werden überwiegend Gesellinnen und Gesellen.
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Gesucht werden überwiegend Gesellinnen und Gesellen. Meister sind aber noch schwerer zu finden. 1.344 und damit mehr als acht von zehn offenen Stellen konnten nicht besetzt werden. Laut Kofa handelt es sich damit um eine der größten Fachkräftelücken im Handwerk.
"Aufgrund des demografischen Wandels und der steigenden Zahl älterer Menschen wächst der Bedarf an Hilfsmitteln kontinuierlich", sagt Studienautorin Lydia Malin. Der Mangel sei für Betroffene unmittelbar spürbar - durch längere Wartezeiten, eingeschränkte Versorgungsmöglichkeiten oder weite Wege, insbesondere in ländlichen Regionen. Erwartet wird, dass sich die Engpässe in den kommenden Jahren verschärfen.
Im Gesundheitshandwerk gilt eine Meisterpflicht. Das heißt, in der Regel dürfen nur Meister Betriebe eröffnen und führen sowie den Nachwuchs ausbilden. Wenn auch Gesellen fehlten, schrumpfe die Gruppe, aus der potenzielle Meister hervorgehen könnten, so Malin.
Ein Ausweichen auf ausländische Fachkräfte sei kaum möglich, da das Personal im Kundenkontakt komplexe technische Sachverhalte erklären müsse. Dafür seien gute Sprachkenntnisse nötig. In den meisten der Berufe werden der Expertin zufolge mehr Ausbildungsplätze angeboten als nachgefragt. "Es braucht mehr Sichtbarkeit für die Berufe und ihre gesamtgesellschaftliche Bedeutung analog zu den Klimaberufen", fordert sie./cr/DP/zb
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