Warum die UBS bei ASML deutlich optimistischer ist als der Konsens

Julian Schick Julian Schick
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Julian Schick schreibt seit 2020 über die Themen, die Anleger bewegen – mit einem besonderen Fokus auf Aktienanalysen, Dividendenstrategien und ETFs. Der ausgebildete Journalist absolvierte die Kölner Journalistenschule und sammelte Erfahrungen unter anderem beim Handelsblatt, der Financial Times Deutschland sowie Euronews und WDR5. Für Ariva bringt er fundiertes Marktwissen und einen klaren Blick für das Wesentliche mit.

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Campus von ASML in San Diego (USA)
©Sander Hofman
UBS sieht bei ASML mehr Potenzial als der Markt aktuell einpreist. Die Analysten erhöhen ihr Kursziel deutlich und begründen dies mit Preismacht, steigender Lithografie-Intensität und einem wachsenden Speicherchip-Geschäft.
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Hinweis

Die Schweizer Großbank UBS bleibt bei ihrer Kaufempfehlung für ASML und schraubt das Kursziel spürbar nach oben: von 2.250 auf nun 2.350 Euro. Bei einem aktuellen Kurs von rund 1.494 Euro entspricht das einem Aufwärtspotenzial von mehr als der Hälfte. Die Analysten begründen ihren Optimismus mit drei Entwicklungen, die ihrer Ansicht nach am Markt noch nicht ausreichend berücksichtigt werden.

Management-Aussagen zufolge bietet das aktuelle Marktumfeld mehr Flexibilität bei der Preisgestaltung als frühere Zyklen. Da EUV- und Immersionssysteme zusammen 80 bis 85 Prozent der für 2026 erwarteten Umsätze ausmachen, könnten Preiserhöhungen laut UBS die Konsensschätzungen für das operative Ergebnis 2028 um 15 bis 20 Prozent übertreffen. Die Bruttomarge könnte demnach bereits 2028 knapp 60 Prozent erreichen, statt wie vom Markt erwartet erst 2030.

Zweitens geht UBS davon aus, dass die sogenannte Lithografie-Intensität, also der Anteil der Lithografie-Ausgaben an den gesamten Investitionen der Chipindustrie, eher steigt als sinkt. ASML plant, seine Kapazitäten bei EUV- und Immersionssystemen bis 2028 um etwa 30 Prozent auszubauen, wobei sich der Durchsatz der EUV-Maschinen um rund 45 Prozent verbessern soll.

Drittens wird der Speicherchip-Markt für ASML zum zunehmend wichtigeren Wachstumstreiber. Für 2026 rechnet UBS damit, dass Speicherhersteller bereits 45 Prozent der Produktumsätze ausmachen, angetrieben vor allem durch den Bedarf an High-Bandwidth-Memory für KI-Anwendungen.

Werte aus dem Artikel:
ASML Holding Aktie 1.476,1 € 0,00%

Als konkrete Kurstreiber der kommenden Monate nennt UBS die Quartalszahlen im Oktober, eine mögliche Investorenveranstaltung von Intel im November sowie die Auftragsbestand-Meldung im Januar. Hier erwartet die Bank einen Wert von 55 bis 60 Milliarden Euro, deutlich über der Konsensschätzung von rund 44,5 Milliarden Euro.

Insgesamt hebt UBS die Gewinnschätzung für ASML ab 2028 um rund 10 Prozent an und rechnet bis 2030 mit einem Gewinn je Aktie von 85 Euro, verglichen mit 70 Euro beim Marktkonsens.


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