Amazon bündelt seine Lebensmittelmarken zu "Amazon Grocery". Mit über 1.000 Artikeln unter fünf US-Dollar zielt der Konzern direkt auf Konkurrenten wie Walmart und Costco.
Für dich zusammengefasst:
Amazon startet seine Lebensmittel-Eigenmarke "Amazon Grocery".
Das Sortiment umfasst über 1000 Produkte unter 5 US-Dollar.
Amazon hat am Mittwoch den Start seiner neuen Lebensmittel-Eigenmarke "Amazon Grocery" angekündigt. Damit fasst der Konzern seine bisherigen Marken "Amazon Fresh" und "Happy Belly" zu einer einzigen Linie zusammen.
Das neue Sortiment soll mehr als eintausend Produkte umfassen – von Grundnahrungsmitteln wie Milch, Olivenöl, Obst und Gemüse bis hin zu Fleisch, Meeresfrüchten, Snacks und Vorratsartikeln. Nach Angaben von Amazon liegen fast alle Preise unter fünf US-Dollar. Zudem seien die Produkte von Kunden mit mindestens vier Sternen bewertet worden. Erhältlich sind sie sowohl online als auch in den stationären Amazon-Fresh-Filialen.
"Amazon Grocery ergänzt unser umfassendes Eigenmarkenportfolio, das preisgünstige Grundnahrungsmittel von Amazon Saver und natürliche sowie biologische Produkte von 365 by Whole Foods Market umfasst. Es ist darauf ausgelegt, Kunden in jeder Preisklasse das beste Preis-Leistungs-Verhältnis für eine breite Palette von Lebensmitteln zu bieten", erklärte das Unternehmen.
Mit der neuen Marke tritt Amazon in direkte Konkurrenz zu den Eigenmarken der großen US-Händler Costco und Walmart. Während Kirkland Signature und Great Value in den Vereinigten Staaten seit Jahren feste Größen sind, setzt Amazon nun auf eine eigene Antwort im hart umkämpften Lebensmittelmarkt.
Analysten sehen in dem Schritt eine strategische Positionierung angesichts der anhaltenden Inflation. Amazon wolle damit sein Profil im preisbewussten Segment schärfen und gleichzeitig die Wahrnehmung von Qualität und Verlässlichkeit stärken. In den kommenden Monaten sollen weitere Produkte unter dem Label Amazon Grocery folgen.
Die Aktie von Amazon wird an der Börse aktuell mit rund 220 US-Dollar gehandelt und bringt es auf ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von nahezu 40. Das Bewertungsniveau liegt damit über dem Branchenschnitt, was die hohen Wachstumserwartungen widerspiegelt.
Die Einschätzungen sind gemischt: Optimisten verweisen auf starkes Potenzial im Cloud-Geschäft AWS und in der Werbesparte. Kritischere Stimmen sehen die Aktie bereits ambitioniert bewertet und warnen vor Wachstumsrisiken im Kerngeschäft.
Trotz dieser Differenzen gilt Amazon weiterhin als einer der stärksten Titel im US-Technologiesektor. Viele Analysten sehen Kursrücksetzer eher als Einstiegschance, auch wenn die hohe Bewertung den Konzern zunehmend unter Druck setzt, seine Erwartungen zu erfüllen.
Fazit: Für Anleger bleibt Amazon ein Wachstumswert mit starkem Rückenwind durch Cloud und Werbung – doch die hohe Bewertung verlangt Geduld und Nervenstärke.
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