Ahold Delhaize verdient trotz schwierigem US-Geschäft mehr als gedacht
ZAANDAM (dpa-AFX) - Der niederländische Supermarktbetreiber Ahold Delhaize hat der Konsumflaute in den USA getrotzt und im vierten Quartal mehr verdient als erwartet. Der um Sondereffekte bereinigte operative Gewinn legte konzernweit um 3,8 Prozent auf 994 Millionen Euro zu, wie das Unternehmen am Mittwoch in Zaandam mitteilte. Analysten hatten deutlich weniger auf dem Zettel. Bei einem um 0,9 Prozent auf 23,5 Milliarden Euro gestiegenen Umsatz lag die bereinigte operative Marge bei 4,2 Prozent. Experten hatten knapp 4 Prozent geschätzt.
Unter dem Strich stand ein Gewinn von 577 Millionen Euro und damit auch dank Einsparungen rund die Hälfte mehr als ein Jahr zuvor. Die Gesamtdividende für 2025 steigt um 6 Prozent auf 1,24 Euro. Auch dieses Jahr will Ahold wieder, wie bereits bekannt, für eine Milliarde Euro Aktien zurückkaufen.
Die USA sind der größte Markt für Ahold Delhaize. Dort halten Verbraucher derzeit angesichts der schwachen allgemeinen Wirtschaftslage ihr Geld zusammen. Während die Verkaufsmengen in Supermärkten auf dem Markt im Gesamtjahr 2025 zurückgegangen seien, habe Ahold sich gesteigert, sagte Konzernchef Frans Muller. Allerdings bremste der schwache Dollar (Dollarkurs) deutlich, währungsbereinigt wäre der Quartalsumsatz im Gesamtkonzern um 6,1 Prozent geklettert, das bereinigte operative Ergebnis um 9,2 Prozent.
Manager Muller peilt in diesem Jahr wie erwartet eine bereinigte operative Marge von rund 4 Prozent an. Der freie Barmittelzufluss soll mindestens 2,3 Milliarden Euro betragen, nach überraschend hohen 2,6 Milliarden vergangenes Jahr./men/niw/stk
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