SEOUL/TOKIO/HONGKONG/SHANGHAI (dpa-AFX) - Die wichtigsten asiatischen Aktienmärkte haben am Dienstag zugelegt. Mit teilweise deutlichen Gewinnen erholten sie sich von dem jüngsten Rücksetzer. Dabei gab einmal mehr der Iran-Krieg den Takt vor.
Für dich zusammengefasst:
Die wichtigsten asiatischen Aktienmärkte haben zugelegt.
Der südkoreanische Leitindex Kospi kletterte um 3,6 Prozent.
Der Nikkei 225 gewann 3,26 Prozent auf 66.232,19 Punkte.
"Nachdem Vermittler dem Iran offenbar einen zehntägigen Waffenstillstand vorgeschlagen haben, sorgt die Aussicht auf eine Entspannung heute Morgen für Rückenwind an den asiatischen Aktienmärkten", hieß es in einer Einschätzung der Landesbank Baden-Württemberg. Während die Militärschläge der USA im Iran seit nunmehr zehn Nächten andauern, bemühen sich die Vermittler Berichten zufolge um eine neue Waffenruhe. Katar, Ägypten, Pakistan und andere regionale Vermittler hätten den beiden Kriegsparteien einen Vorschlag für eine zehntägige Waffenruhe unterbreitet, erfuhr das US-Nachrichtenportal "Axios" aus Quellen. Auch das "Wall Street Journal" berichtete über den Vorschlag.
Der volatile südkoreanische Markt legte deutlich zu. "Nachdem Anleger in den letzten Wochen KI- und Halbleiteraktien im großen Stil verkauft haben, treten sie nun wieder vorsichtig als Käufer auf", stellte Jochen Stanzl, Marktanalyst der Consorsbank, fest. Die Marktstrategen der Deutschen Bank verwiesen auf die weiterhin hohen Exporte an Halbleitern, die aus den vorliegenden Daten zu den Ausfuhren des Landes im Juli hervorgingen. Der südkoreanische Leitindex Kospi kletterte um 3,6 Prozent.
Der japanische Markt zog nach der Feiertagspause zu Wochenbeginn ebenfalls deutlich an. Der Nikkei 225 gewann 3,26 Prozent auf 66.232,19 Punkte. Auch an der technologielastigen Börse Taiwans ging es deutlich nach oben.
Die chinesischen Börsen präsentierten sich dagegen uneinheitlich. Der CSI-300-Index mit den wichtigsten Werten der chinesischen Festlandbörsen legte zuletzt um 2,7 Prozent zu, während der Hang-Seng-Index der Sonderverwaltungszone Hongkong auf der Stelle trat. Bei den Festlandsbörsen war erneut von Stützungskäufen durch staatsnahe Institutionen die Rede. Auch große Versicherer wollen die Investitionen an den heimischen Märkten ausbauen.
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