- Zahl der Apotheken in Deutschland ist weiter gesunken.
- Ende Juni gab es 16.488 Apotheken, 113 weniger.
- 30 Neueröffnungen standen 143 Schließungen gegenüber.
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Abda-Präsident Thomas Preis sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Das Apothekensterben hat sich zwar etwas verlangsamt, hält aber weiter an. Wir haben inzwischen die niedrigste Apothekenzahl seit fast fünf Jahrzehnten." Nach 13 Jahren Stillstand bei der Vergütung beginne immerhin eine stufenweise Honorarerhöhung zu greifen, die die Apotheken betriebswirtschaftlich stabilisieren solle. "Ob dieser Nachholeffekt ausreicht, um das Apothekensterben aufzuhalten, wird sich noch zeigen müssen."
Vergütungsplus in zwei Stufen
Mit einer Verordnung der Bundesregierung wurde ein Fix-Bestandteil der Apotheken-Vergütung für rezeptpflichtige Medikamente zum 1. Juli von 8,35 Euro pro Packung auf 9,00 Euro erhöht. Zum 1. Januar 2027 soll eine Anhebung auf 9,50 Euro folgen. Das von der Koalition beschlossene Sparpaket für stabile Krankenkassenbeiträge mit Ausgabenbremsen im gesamten Gesundheitswesen bezieht auf der anderen Seite auch die Apotheken mit ein. Verbandspräsident Preis warnte, die Honoraranpassung drohe so zum "Strohfeuer" zu werden.
Zugleich sollen Apotheken nach einem Gesetz der schwarz-roten Koalition künftig mehr Leistungen wie Impfungen, Vorsorge und Tests anbieten können. Preis sagte, die Apothekerinnen und Apotheker seien bereit, noch mehr Verantwortung zu übernehmen. "Dafür brauchen wir aber stabile Rahmenbedingungen und eine faire Dynamisierung des Honorars, um künftige Kostensteigerungen abzufedern."
Neuer Minister kommt
Die Rolle der Apotheken im Versorgungssystem ist auch Thema beim Deutschen Apothekertag, der an diesem Dienstag in München beginnt. Zur Eröffnung wird der neue Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) erwartet. Am Montag informiert die Branche bei einer Pressekonferenz über die Lage./sam/DP/zb
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