WOLGAST (dpa-AFX) - Nach den herben Verlusten bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hält Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst weiter nichts von Diskussionen über ein mögliches Abtreten von Friedrich Merz (beide CDU) als Bundeskanzler. "Personaldebatten helfen uns jetzt nicht weiter", sagte Wüst bei einem Wahlkampftermin in Wolgast in Mecklenburg-Vorpommern, wo in anderthalb Wochen ein neuer Landtag gewählt wird.
Für dich zusammengefasst:
Hendrik Wüst sieht keinen Sinn in Personaldebatten.
CDU in Mecklenburg-Vorpommern verliert in Umfragen weiter.
Bei 7 Prozent wäre es das schlechteste Ergebnis seit 1945.
Nachdenklichkeit sei jetzt wichtig "und auch ein bisschen Einkehr", sagte Wüst. Er sei überrascht, wer alles schnelle Antworten habe, wenige Tage nach der Wahl.
Der stellvertretende CDU-Landeschef von Mecklenburg-Vorpommern, Tino Schomann, hatte den Rücktritt von Merz gefordert. "Er muss runter vom Sessel, und da muss ein anderer rauf", hatte er gesagt.
Mit Blick auf Sachsen-Anhalt sagte Wüst: "Das sind Wahlergebnisse, die Sorgen machen." Bei allen Parteien, die bisher in Verantwortung gewesen seien und nun das Vertrauen in dem Bundesland nicht mehr bekommen hätten, sei seiner Meinung nach Nachdenklichkeit besser als jede Art von Schnellschüssen. "Ich glaube, ein Teil muss einfach sein, dass wir das Gespräch wieder viel, viel intensiver suchen auch mit Menschen, die ganz andere Meinungen haben als wir."
Wieder schlechtes Umfrageergebnis für CDU in MV
Auch CDU-Landeschef und Spitzenkandidat Daniel Peters verwehrte sich erneut gegen entsprechende Diskussionen. "Personaldebatten helfen auch mir und uns in diesem Wahlkampf überhaupt nicht weiter", sagte er in Wolgast.
Einer jüngsten Umfrage zufolge hat die CDU in Mecklenburg-Vorpommern weiter an Zuspruch eingebüßt. Laut der repräsentativen Insa-Umfrage für den "Nordkurier" käme die CDU nur auf 7 Prozent, wenn kommenden Sonntag Landtagswahl wäre. Ein solches Wahlergebnis wäre ihr bundesweit schlechtestes seit Gründung nach dem Zweiten Weltkrieg.
Man lasse sich nicht beirren, sagte Peters. Es gehe darum, zu den eigenen Inhalten zu stehen und zu kämpfen. "Ich glaube, am Ende wird abgerechnet, und dann wird die CDU auch besser dastehen, als die Umfragen das bisher prognostizieren."/chh/DP/men
Hinweis:
ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen.
Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich
dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch
eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link
„Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für
diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.