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Was wird für Bitcoin und Krypto diese Woche wichtig?

Neuste Schätzungen zum Bruttoinlandsprodukt sowie verschiedene Verbraucherpreisdaten aus den USA könnten die Kursentwicklung von Bitcoin (BTC) maßgeblich beeinflussen.

Im Zuge andauernder militärischer Unsicherheiten und der zunehmenden Gefahr eines Flächenbrands im Nahen Osten fällt die Krypto-Leitwährung Bitcoin (BTC) kurz vor Wochenschluss in Richtung 66.000 US-Dollar zurück und gibt damit einen Großteil ihrer Wochengewinne wieder ab. Ethereum (ETH), Solana (SOL) und Ripple (XRP) geben im Wert nach und notieren nahezu unverändert. Im Angesicht von Kursabschlägen bei den US-Indizes und einem Sprung der US-Ölsorte WTI über die psychologische Marke von 100 US-Dollar zeigt sich der Krypto-Markt kurz nach Start des Future-Handels jedoch erneut verhältnismäßig resilient. Welche Wirtschaftsdaten in der neuen Handelswoche im Fokus der Anleger stehen und die Kurse am Krypto-Markt bewegen könnten.

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Die wichtigsten Wirtschaftsdaten der Woche

Eröffnet wird die neue Handelswoche von aktuellen Absatzzahlen aus dem US-Immobiliensektor. Zur Wochenmitte werden die neusten CPI-Verbraucherpreisdaten für den Handelsmonat Februar veröffentlicht. Am Donnerstag folgt die Bekanntgabe der aktuellen Erstanträge zur Arbeitslosenhilfe. Beschlossen wird die dritte Handelswoche durch die Präsentation der ersten Schätzungen zum US-Bruttoinlandsprodukt im vierten Handelsquartal 2025 sowie der Veröffentlichung den PCE-Kerninflationszahlen am Freitag. Mit Blick auf die US-Berichtssaison schauen Anleger vorbörslich am Montag zunächst auf das Zahlenwerk der Ethereum DAT SharpLink Gaming. Tags darauf rückt der AI-Sektor in den Fokus. Mit Oracle präsentiert einer der Schlüsselplayer nach Börsenschluss in den USA seine Quartalszahlen. Geschlossen wird diese Woche von Adobe. Das Software-Unternehmen öffnet nachbörslich am Donnerstag seine Bücher.

Verkaufszahlen von Bestandsimmobilien zu Wochenbeginn

Dienstag, 10. März 2026: Um 15:00 Uhr (MEZ) veröffentlicht die National Association of Realtors (NAR) die neusten Absatzzahlen von Bestandsimmobilien in den USA. Nach saisonal fallenden Verkäufen von 3,91 Millionen Häusern im Monat Januar rechnen die Experten für den Vormonat Februar erneut mit einem leichten Rückgang auf 3,89 Millionen Immobilien. Sollten die Analystenerwartungen erreicht oder sogar verfehlt werden, wäre das ein starkes Indiz für eine neue Schwäche Immobiliensektor, der wegen zuletzt sinkender Immobilienpreise im Schlussquartal 2025 erste Anzeichen für eine Stabilisierung zeigte. Sollte die Analystenschätzung hingegen deutlich übertroffen werden, könnte dieses auf einen witterungsbedingten Ausreißer hindeuten. Eine positive Kursreaktion am US-Aktienmarkt wäre vorstellbar, da die Verkaufszahlen von Bestandsimmobilien als Barometer für das Kaufverhalten der US-Privathaushalte gewertet werden.

US-Verbraucherpreise (CPI) am Mittwoch

Mittwoch, 11. März 2026: Um 13:30 Uhr veröffentlicht das US Bureau of Labor Statistics die neusten Verbraucherpreisdaten für den Handelsmonat Februar. Im Januar notierte die Inflationsrate mit 2,4 Prozent deutlich unter dem Vormonatswert und sogar unter der Analystenschätzung von 2,5 Prozent. Für den abgelaufenen Handelsmonat rechnen die Experten mit einem leichten Anstieg der Teuerungsrate im Jahresvergleich auf 2,5 Prozent. Sollte die Prognose erreicht oder sogar übertroffen werden und die Inflation wieder zugenommen haben, dürften die US-Währungshüter auch gerade wegen des massiven Öl-Preis-Anstiegs infolge des Irankonflikts an ihrer beobachtenden Haltung festhalten. Vermehrte Gewinnmitnahmen am US-Aktienmarkt und damit im Krypto-Sektor wären vorstellbar. Ist die Inflationsrate hingegen unter den Vormonatswert abgerutscht sein und die Expertenprognose wird deutlich unterboten, hätte die US-Zentralbank weiteren Spielraum für geldpolitische Lockerungen. Insbesondere Risiko-Assets und damit auch der Krypto-Sektor könnten profitieren.

Erstanträge auf Arbeitslosengeld am Donnerstag

Donnerstag, 12. März 2026: Um 13:30 Uhr (MEZ) werden die neusten Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA veröffentlicht. In der Vorwoche lag die Zahl mit 213.000 neuen Anträgen leicht unter den Erwartungen von 215.000 Erstanträgen. Für die aktuelle Woche prognostizieren die Analysten einen Wert von 216.000 neuen Arbeitslosenanträgen. Es bleibt abzuwarten, ob die Anzahl neuer Antragssteller nach einer Aufhellung in den letzten zwei Handelswochen wieder zugenommen hat oder weiter rückläufig ist. Vorstellbar wären vermehrte Gewinnmitnahmen bei einem deutlichen Anstieg der Erstanträge und eine positive Entwicklung am US-Aktienmarkt bei einem anhaltenden Rückgang der Anzahl von gemeldeten Erstanträgen.

US-Bruttoinlandsprodukt sowie PCE-Kernrate beschließen die Handelswoche

Freitag, 13. März 2026: Um 13:30 Uhr (MEZ) werden die aktualisierten Schätzungen zum US-Bruttoinlandsprodukt für das vierte Handelsquartal in 2025 bekanntgegeben. Die vorläufigen Zahlen für das vierte Quartal verfehlten die Analystenerwartung von 2,8 Prozent Wachstum deutlich. Die veröffentlichte Wachstumsrate der US-Wirtschaft von lediglich 1,4 Prozent begründeten die Marktteilnehmer mit dem US-Shutdown, der die wirtschaftliche Aktivität deutlich einschränkte. Sollten die neusten Schätzungen die schwache Wachstumsrate bestätigen, könnten sich Anleger, trotz einer mittelfristig steigenden Wahrscheinlichkeit für geldpolitische Anreize durch die US-Notenbank Fed, vermehrt von Risik-Assets trennen und damit auch den Krypto-Markt belasten. Sollte die zweite Vorabschätzung hingegen besser ausfallen als die ersten Daten suggerieren, könnte der Markt eine Erholung starten.

Zeitgleich präsentiert das Bureau of Economic Analysis die neusten Zahlen zur US-Kerninflation (PCE) für den Handelsmonat Januar. Die letzten veröffentlichten Daten vom Dezember lagen mit +0,4 Prozent im Monatsvergleich sogar über der Analystenerwartung von +0,3 Prozent. Die Gefahr einer zunehmenden Inflation in den USA ist damit wieder angestiegen. Untermauert wird diese Entwicklung von zuletzt signifikant gestiegenen Produktionspreisen in den USA. Für den Handelsmonat Januar rechnen die Experten mit einem Anstieg von abermals +0,4 Prozent im Monatsvergleich. Liegt die Kerninflationsrate im Monatsvergleich getroffen oder liegt wie zuletzt sogar oberhalb der Expertenprognose, dürften Anleger erneut vermehrt Gewinne mitnehmen. Hat sich die PCE-Kerninflationsrate analog zur CPI-Verbraucherpreisentwicklung hingegen wieder reduziert und notiert unterhalb der Erwartungen, könnten Investoren ein Investment in Risiko-Assets in Betracht ziehen.

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