- Verkehrsminister fordern mehr Geld für Regionalverkehr.
- Trassenpreise sollen 2027 um 7,7 Prozent steigen.
- Bund sieht keinen Spielraum für zusätzliches Geld.
- Energiekrise als Kurstreiber:
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Hintergrund des Konflikts ist ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs, der im März die sogenannte Trassenpreisbremse gekippt hatte, durch die die Unternehmen im Schienenpersonennahverkehr von stark steigenden Trassenpreisen ausgenommen waren. Die Trassenpreise, quasi eine Schienenmaut, fallen für die drei Verkehrsarten Güter-, Fern- und Regionalverkehr unterschiedlich hoch aus. Im Schienenpersonennahverkehr will die für das Netz zuständige Bahntochter DB InfraGo für 2027 ein Plus von 7,7 Prozent, 2028 sollen die Gebühren noch einmal kräftig steigen. Finanziert werden damit unter anderem der Betrieb, die Instandhaltung und Investitionen in das Schienennetz.
Bernreiter: "Es geht um mehrere Hundert Millionen Euro"
"Höhere Trassenpreise bedeuten mehr Kosten für die Verkehrsunternehmen und für die Länder, die den Regionalverkehr bestellen. Es geht um mehrere Hundert Millionen Euro", so Bernreiter. Der Bund müsse diese ausgleichen. "Leidtragende wären sonst die Fahrgäste, die im schlimmsten Fall mit erheblichen Streichungen im Nahverkehr rechnen müssten."
Wegen zusätzlicher Millionenkosten für die Nutzung von Bahntrassen kündigen Verkehrsverbünde in einzelnen Ländern dünnere Angebote an, zuletzt beispielsweise in Sachsen. Zahlreiche Eisenbahnunternehmen haben bereits gemeinsam mit dem Bundesverband SchienenNahverkehr (BSN) Klage gegen die sogenannte Schienenmaut für den Personennahverkehr eingereicht.
Die Minister der Länder berufen sich bei ihren Forderungen auf die Absichtserklärung der schwarz-roten Bundesregierung in ihrem Koalitionsvertrag. Darin heißt es: "Das Trassenpreissystem reformieren wir." Zur Stärkung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) werde die Finanzierung auf eine neue gesetzliche Grundlage gestellt. "Die Regionalisierungsmittel sollen vorrangig als Bestellmittel für den Schienenpersonennahverkehr genutzt werden."
Allerdings sieht der Bund keinen Spielraum für mehr Geld. Bernreiter beklagte: "Leider stellt sich Berlin momentan taub. Wir fordern ein Gespräch mit dem Bundesfinanzminister. Dieser Gesprächswunsch wurde bisher abgelehnt."/kf/DP/zb
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