Ungarn stoppt Atomkraftwerk - Stromversorgung unter Druck

dpa-AFX  | 
aufrufe Aufrufe: 256
A-
A+
Lesemodus
playAudio
playTeilen
Sicht auf den Burgpalast in Budapest von der Donau aus.
- pixabay.com

BUDAPEST/PAKS (dpa-AFX) - Wegen des historisch niedrigen Wasserstands an der Donau schaltet Ungarn sein Atomkraftwerk Paks vollständig ab. Wie Ministerpräsident Peter Magyar bei Facebook mitteilte, sollte der letzte Reaktorblock in der Nacht zum Sonntag heruntergefahren werden, so dass das Kraftwerk erstmals seit 44 Jahren seiner Existenz komplett abgeschaltet sein wird.

Das AKW Paks mit seinen vier Reaktorblöcken liegt etwa 100 Kilometer südlich der Hauptstadt Budapest und bezieht sein Kühlwasser aus der Donau. Der Fluss hat an seinem Unterlauf stellenweise nur ein Drittel des durchschnittlich im Juli gemessenen Wasserstands.

Großverbrauchern aus Industrie droht Aus der Stromzufuhr

Zudem verfügte Magyar per Verordnung, dass die Stromversorgung für Großverbraucher in der Industrie eingestellt werden könne, falls diese "die von ihnen erwartete Verringerung des Verbrauchs nicht umsetzen", schrieb der Regierungschef. Spätestens ab Montag könne es zu Engpässen bei der Stromversorgung kommen, hatte Magyar bereits am Donnerstag angekündigt.

Dann würden 2.000 Megawatt aus ungarischer Produktion ausfallen, während zugleich wegen der steigenden Hitze der Stromverbrauch der Privathaushalte und der öffentlichen Dienstleister steigen werde. Die Krisensituation könne wegen des erwarteten heißen Sommers noch Wochen andauern, sagte Magyar.

Werte aus dem Artikel:
Mercedes-Benz Aktie 46,73 € -0,79%
Suzuki Motor Aktie 12,90 $ -0,27%

Autobauer wollen Strom sparen

Mehrere Industrieunternehmen, darunter die Autobauer Mercedes und Suzuki , kündigten an, in ihren Produktionsstätten in Ungarn Strom zu sparen. Mercedes hat ohnehin in seinem Werk in Kecskemet ab nächster Woche eine dreiwöchige Produktionspause geplant. Der deutsche Autobauer hatte erst vor kurzem in dem Werk, 75 Kilometer südöstlich von Budapest, die Produktionskapazität bedeutend erweitert.

Die Bevölkerung in Ungarn ist weiterhin aufgerufen, während der Spitzenverbrauchszeit zwischen 17 und 22 Uhr nicht zusätzlich Strom zu verbrauchen - etwa durch das Aufladen von Elektroautos und den Betrieb von Klimaanlagen. An einem durchschnittlichen Sommerabend würden 6.000 Megawatt Strom verbraucht, aufgrund der Hitze steige dieser Wert um 20 Prozent, erläuterte Magyar. Man setze nun die Stromreserven des Landes ein und kümmere sich um Importe./kl/DP/nas


Dein Kommentar zum Artikel im Forum

Jetzt anmelden und diskutieren Registrieren Login
Knockout von Ing Markets Werbung

Passende Knock-Outs

Strategie Hebel
Steigender Kurs
Call
5
10
20
Fallender Kurs
Put
5
10
20
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000NG5ZU88 , DE000NG5BY58 , DE000NB69EY3 , DE000NB5GQ21 , DE000NB6TS31 , DE000NB6ULQ9 . Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken der Produkte. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.
Warnung
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlage­strategien geeignet.

Ähnliche Artikel

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.

Themen im Trend