TSMC meldet ein Rekordquartal dank rasanter KI-Nachfrage und macht mit einem starken Ausblick deutlich, dass der globale Chipboom noch lange nicht vorbei ist.
Für dich zusammengefasst:
TSMC verzeichnete im vierten Quartal einen Gewinnsprung.
Der Nettogewinn stieg auf 505,74 Milliarden Taiwan-Dollar.
Der Umsatz überstieg erstmals die 1 Billion Taiwan-Dollar.
Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC) meldete für das vierte Quartal einen Gewinnsprung von 35 Prozent und übertraf damit die Markterwartungen deutlich. Angetrieben wurde das Rekordergebnis von der anhaltend starken Nachfrage nach Chips für künstliche Intelligenz.
Der Nettogewinn stieg im Dezemberquartal auf 505,74 Milliarden Taiwan-Dollar, während Analysten im Schnitt mit 478,37 Milliarden gerechnet hatten. Der Umsatz kletterte auf 1,046 Billionen Taiwan-Dollar (rund 33,7 Milliarden US-Dollar) und lag damit ebenfalls über den Prognosen. Es ist das achte Quartal in Folge mit einem Gewinnwachstum gegenüber dem Vorjahr.
KI treibt Umsatz über die Billionenmarke
Auf Jahressicht legte der Umsatz im vierten Quartal um 20,5 Prozent zu und überschritt erstmals die Marke von 1 Billion Taiwan-Dollar. Für das laufende Quartal stellte das Management Erlöse zwischen 34,6 und 35,8 Milliarden US-Dollar in Aussicht – ein Plus von rund 38 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
"Wir erwarten, dass unser Geschäft weiterhin von der starken Nachfrage nach unseren führenden Fertigungstechnologien getragen wird", sagte Finanzchef Wendell Huang während der Analystenkonferenz.
TSMC profitiert maßgeblich vom globalen KI-Boom und fertigt Hochleistungsprozessoren für Kunden wie Nvidia und Advanced Micro Devices. Das Segment High Performance Computing, zu dem KI- und 5G-Anwendungen zählen, machte im Quartal 55 Prozent des Umsatzes aus. Smartphones trugen weitere 32 Prozent bei.
Besonders lukrativ bleiben fortschrittliche Fertigungsprozesse: Chips mit 7-Nanometern oder kleiner stellten 77 Prozent des Waferumsatzes im Quartal. Für das Gesamtjahr 2025 lag der Anteil bei 74 Prozent, nach 69 Prozent im Vorjahr.
TSMC treibt diesen Vorsprung weiter voran. Nach dem Start der Massenproduktion im Vorquartal will der Konzern seine 2-Nanometer-Technologie 2026 deutlich hochfahren. Entsprechend ambitioniert fällt der Investitionsplan aus: Die Kapitalausgaben sollen im kommenden Jahr auf 52 bis 56 Milliarden US-Dollar steigen, nach 40,9 Milliarden im Jahr 2025.
Globale Expansion und geopolitische Bedeutung
Parallel zum technologischen Ausbau treibt TSMC seine internationale Expansion voran. Der Konzern errichtet neue Werke in Japan und Deutschland und plant Investitionen von bis zu 165 Milliarden US-Dollar in den USA. Beobachter sehen das Unternehmen zudem als Schlüsselakteur eines bevorstehenden Handelsabkommens zwischen den Vereinigten Staaten und Taiwan.
Autor: Ariva-Redaktion/pg
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