- Die Stadt Leipzig hat 17 Anfragen von Rüstungsfirmen.
- Falk Defence plant ein Raketenartilleriesystem in Leipzig.
- Die bisherigen Anfragen könnten 700 Arbeitsplätze schaffen.
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Mit fünf Unternehmen werde aktiv gesprochen. Sieben Anfragen seien zurückgewiesen worden - etwa, weil die Unternehmen Sprengstoffe verarbeiten wollten. In drei bis vier Fällen hätten sich die Unternehmen nicht wieder zurückgemeldet.
Die bisherigen Anfragen hätten das Potenzial für die Entstehung von 700 Arbeitsplätzen, sagte Schülke weiter. Zum konkreten Verhandlungsstand äußerte sich der Wirtschaftsbürgermeister nicht.
Falk Defence will Raketenartilleriesystem entwickeln
Vorausgegangen war eine dringliche Anfrage der Linksfraktion im Leipziger Stadtrat. Kurz zuvor waren nach der umstrittenen Ansiedlung des US-Raketenbauers Covenant in der Stadt die Pläne eines weiteren Rüstungsunternehmens bekanntgeworden.
Das Düsseldorfer Unternehmen Falk Defence plant die Entwicklung eines Raketenartilleriesystems aus europäischer Produktion und suche dafür perspektivisch einen Standort "in der Region Leipzig", erklärte Schülke.
Bereits seit März nutze die Firma ein Büro mit einer angeschlossenen Halle für seine Forschung und Entwicklung. Explosivstoffe sollen dort weder gelagert noch verarbeitet oder getestet werden, heißt es weiter. Es handle sich nicht um kommunale Immobilien. Auch habe die Stadt keine finanziellen Zusagen gegeben.
Petition und Protest
Das Unternehmen hatte erklärt, seine Planungen noch nicht final abgeschlossen zu haben. Zu Standort, Zeitplan, Details der Produktion und möglichen Abnehmern könne man sich deshalb nicht äußern.
Eine Online-Petition des Bündnisses "Leipzig bleibt friedlich!" hat inzwischen mehr als 11.000 Unterzeichner. Am Wochenende hatten rund 400 Menschen gegen die Ansiedlung von Covenant protestiert./mse/DP/zb
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