Schlimmster El Niño seit 1950? Jetzt wächst die Angst vor Ernteausfällen

Nicolas Ebert Nicolas Ebert
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 August 25, 2026, Bekasi, West Java, Indonesia: The relentless grip of El Niño has turned the once-lush green rice fields of Cibarusah, West Java on 25 August 2026, into cracked, barren earth. Local farmers and cattle herders are facing unprecedented hardships, walking miles just to find scarce water sources and dwindling patches of fresh grass for their livestock. Despite the extreme conditions, the resilience of the community shines through as they navigate this severe dry season. (Credit Image: © Donal Husni/ZUMA Press Wire
Mehr als 90 Prozent Wahrscheinlichkeit für einen sehr starken El Niño: Kaffee, Kakao, Mais und Fischerei geraten unter Druck. Millionen Menschen könnten zusätzlich von akutem Hunger betroffen sein.
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Hinweis

El Niño könnte die Weltwirtschaft in diesem Jahr besonders hart treffen. Prognostiker sehen laut Reuters eine Wahrscheinlichkeit von mehr als 90 Prozent für ein sehr starkes Ereignis auf der Nordhalbkugel. Es könnte das schwerste seit 1950 werden.

Das Klimaphänomen verändert weltweit Wettermuster und kann Überschwemmungen, Dürren und Ernteausfälle auslösen. Wie teuer ein extremes El Niño werden kann, zeigt eine Studie des Dartmouth College. Demnach verursachten die Ereignisse von 1982 bis 1983 sowie 1997 bis 1998 in den jeweils folgenden fünf Jahren Schäden von 4,1 Billionen beziehungsweise 5,7 Billionen US-Dollar.

2026 verschärft die bereits hohe globale Temperatur die Risiken. Hinzu kommen höhere Kosten für Dünger und Diesel infolge des Iran-Kriegs, die Lebensmittel zusätzlich verteuern.

Die Folgen zeigen sich bereits auf mehreren Kontinenten. In Vietnam und Indonesien bedroht Trockenheit die Robusta-Kaffeeernte. In Westafrika kämpfen Kakaobauern mit starken Regenfällen und trockenen Harmattan-Winden.

In Argentinien verzögert anhaltende Nässe die Maisernte. In Peru brach die Fischereiaktivität im Juni laut Reuters um 52 Prozent ein. Im Amazonasgebiet sinken die Pegel des Tapajós-Flusses, einer wichtigen Route für Getreidetransporte.

Besonders groß sind die Risiken für die Ernährungssicherheit. Das Welternährungsprogramm schätzt laut Reuters, dass El Niño fast 49 Millionen zusätzliche Menschen in akuten Hunger treiben könnte. Weltweit wären dann 274 Millionen Menschen in 45 Ländern betroffen.

Auch westliche Verbraucher könnten höhere Lebensmittelpreise spüren. Bei Kaffee und Kakao dürfte der Effekt im Einzelhandel jedoch begrenzt bleiben, da die Rohstoffkosten nur einen kleinen Teil des Endpreises ausmachen.



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