- Jefferies stuft Verbio von Hold auf Buy hoch.
- Die Treibhausgasminderungsquote in Deutschland steigt.
- Verbio profitiert von gestiegenen Margen im Biodiesel.
- Energiekrise als Kurstreiber:
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Julian Schick Jefferies wechselt bei Verbio die Seite. Die Analysten der US-Investmentbank stufen den Biokraftstoffhersteller von Hold auf Buy hoch und schrauben das Kursziel von 36 auf 42 Euro nach oben. Gemessen am Schlusskurs von 26,82 Euro vor Erscheinen der Studie ergibt sich daraus ein Aufwärtspotenzial von rund 57 Prozent.
Nach dem Kapitalmarkttag zeigen sich die Experten zuversichtlicher. Die Investitionsphase mit einem Volumen von etwa einer Milliarde Euro sei weitgehend abgeschlossen. Jetzt gehe es darum, mit den bestehenden Bioraffinerien Geld zu verdienen. Für die Jahre 2026 bis 2029 rechnet Jefferies mit einem freien Cashflow von zusammen rund 600 Millionen Euro. Das verschaffe Spielraum für weiteres Wachstum oder Zukäufe.
Rückenwind liefert die Politik. Die Treibhausgasminderungsquote in Deutschland steigt von 12,0 Prozent in diesem Jahr auf 17,5 Prozent 2027 und bis 2030 auf 26,5 Prozent. Verbio dürfte mit Biomethan und anderen besonders klimaschonenden Kraftstoffen zu den großen Gewinnern zählen. Laut Management bewegt eine Änderung des Quotenpreises um 100 Euro je Tonne das EBITDA um 40 bis 80 Millionen Euro.
Dazu kommen die zuletzt kräftig gestiegenen Margen im Biodiesel. Die Analysten erwarten deshalb ein starkes erstes Halbjahr und halten die EBITDA-Prognose von 210 bis 250 Millionen Euro für das Geschäftsjahr 2026/27 für zu vorsichtig, selbst wenn sich die Margen später wieder normalisieren.
Mittelfristig setzt Jefferies zusätzlich auf die Chemiesparte. Per Ethenolyse macht Verbio aus Biodiesel Spezialchemikalien wie 1-Decen, die etwa in Schmierstoffen, Körperpflegeprodukten oder Pflanzenschutzmitteln landen. Die erste kommerzielle Ausbaustufe läuft, erste Abnahmeverträge sind unterschrieben. In den USA sehen die Experten Luft nach oben im Werk South Bend, das derzeit nur zu rund drei Vierteln ausgelastet ist.
Im besten Fall trauen die Analysten der Aktie 50 Euro zu. Im ungünstigen Szenario mit schwächeren Margen und niedrigeren Quotenpreisen wären es nur 18 Euro.
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