Salzgitter springt knapp fünf Prozent, TAKKT und Jungheinrich ziehen an, Dürr rutscht ans Jahrestief – und das an einem Vormittag, an dem die ZEW-Umfrage angeblich enttäuscht hat. Vier deutsche Nebenwerte, ein Stimmungsbild und drei Zahlen aus derselben Erhebung, die nicht dasselbe sagen.
Um 11:00 Uhr veröffentlichte das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung seine monatliche Umfrage unter rund 150 Finanzmarktexperten. Die Konjunkturerwartungen kamen auf 34,7 Punkte, erwartet worden waren 40,0. Der DAX gab nach, in den Agenturmeldungen stand das Wort „enttäuschend“, und damit schien der Tag erzählt. Auf dem Parkett sah es anders aus. Wer an diesem Dienstagmittag auf die Kurstafel deutscher Industrie- und Handelswerte schaute, sah überwiegend grüne Vorzeichen – angeführt ausgerechnet von einem Stahlkonzern, also aus jener Branche, der die ZEW-Befragten das schlechteste Zeugnis ausstellen.
Das ist kein Zufall und kein Widerspruch, sondern eine Frage der Lesart. Denn der ZEW-Index besteht nicht aus einer Zahl, sondern aus dreien. Und für Anleger in Nebenwerten ist die Zahl, die heute überall zitiert wurde, die am wenigsten aussagekräftige. Im Rahmen unserer Reihe „Stockbuddy erklärt aktuelle Börsennews“ gab es letzte Woche den ersten Teil:
Und heute geht’s weiter – ZWE und die Folgen.
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