- EU und USA einigten sich am 27. Juli 2025 auf einen Deal.
- Maximal 15% Zoll auf europäische Einfuhren ist erlaubt.
- US-Zölle für Pkw betragen 15% und belasten die Industrie.
- Hot or not?
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EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und US-Präsident Donald Trump hatten sich am 27. Juli 2025 im schottischen Turnberry nach einem monatelangen Zollkonflikt auf eine Einigung verständigt. Allerdings wurde noch wochenlang um Details gerungen, bis schließlich am 21. August 2025 die gemeinsame Erklärung zum bilateralen Handelsabkommen folgte.
Auf die meisten europäischen Einfuhren durfte seither maximal ein Aufschlag von 15 Prozent des Warenwertes erhoben werden. Brüssel machte zudem Zugeständnisse und schaffte etwa EU-Zölle auf US-Industriegüter ab. Seit Ende Juli liegt der pauschale Zollsatz für EU-Importe in die USA allerdings wegen einer anderen Grundlage bei 10 Prozent, wie eine Sprecherin der EU-Kommission der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.
Verbände beklagen höhere, branchenspezifische Zölle
Zwar sei es positiv zu bewerten, dass sich die USA "größtenteils" an die Obergrenze eines Zolls in Höhe von 15 Prozent hielten, sagte Niedermark vom BDI weiter. Keine Lösung gebe es hingegen weiter für die teils 50-prozentigen Zölle auf Stahl und Aluminium sowie die Sätze in Höhe von 25 Prozent auf bestimmte Lkw-Einfuhren. "Bei den Zöllen auf Stahl- und Aluminiumprodukte droht nach zwischenzeitlichen Verbesserungen wieder eine Ausweitung der US-Maßnahmen", kritisierte er.
Unmut gibt es auch aus der Autoindustrie. "Die aktuellen US-Zölle in Höhe von 15 Prozent für Pkw und deren Teile stellen weiterhin eine spürbare Herausforderung für die deutsche Automobilindustrie dar", sagte ein Sprecher des Branchenverbands VDA. Er kritisierte zudem, dass die "sehr hohen zusätzlichen US-Zölle auf europäische Nutzfahrzeuge und deren Teile eine erhebliche Belastung für die betroffenen Unternehmen" darstellten. Vor dem Amtsantritt von Trump lag der Zollsatz für Pkw noch bei 2,5 Prozent.
"Wendepunkt für Europas Handelspolitik"
Auch die DIHK blickt mit gemischten Gefühlen auf das Abkommen zwischen Washington und Brüssel. "Der Zolldeal markiert einen Wendepunkt für Europas Handelspolitik", sagte Hauptgeschäftsführerin Helena Melnikov. Er habe Schlimmeres verhindert, "aber kein Vertrauen geschaffen". Zwar gebe es ein gewisses Maß an Planungssicherheit. Doch Firmen seien weiter mit neuen Zolldrohungen, Bürokratie und Rechtsunsicherheit konfrontiert. Um souverän zu bleiben, müssten strategische Abhängigkeiten - besonders im Digitalbereich - reduziert und Handelspartnerschaften breiter aufgestellt werden. "Dazu gehört die rasche Ratifizierung der Abkommen mit Indien, Indonesien und Australien sowie der konsequente Ausbau weiterer Handelsbeziehungen in Asien."/ngu/DP/mis
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