ROUNDUP: Suche nach 48-Jährigem wegen Strom-Sabotage läuft weiter

dpa-AFX  | 
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Stromleitung über einem Rapsfeld (Symbolbild).
- pixabay.com

KERPEN (dpa-AFX) - Die Polizei fahndet weiter nach dem mutmaßlichen Täter hinter den Sabotage-Angriffen auf das deutsche Stromnetz. Bislang habe man ihn nicht aufspüren können, teilte die Polizei mit. Am Sonntag hatte es einen Großeinsatz im Hambacher Forst nahe Köln gegeben, allerdings wurden dort keine Hinweise auf den Mann gefunden.

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In der Nacht gab es einen Einsatz an einem Umspannwerk in Wesel am Niederrhein. Einer Polizeistreife war dort ein Loch in einem Zaun aufgefallen. "Wir sind jetzt sensibilisiert in Bezug auf solche Einrichtungen und fahren dort vermehrt Streife", sagte ein Polizeisprecher. Es habe an dem Umspannwerk aber keine weiteren Hinweise auf eine Straftat gegeben.

Wegen der Sabotage-Angriffe wird seit Tagen nach einem 48-jährigen Tatverdächtigen gesucht. Die Ermittler hatten am Samstag einen Fahndungsaufruf mit zwei Fotos des Verdächtigen aus Gevelsberg im südlichen Ruhrgebiet veröffentlicht. Inzwischen wird auch nach einem Fahrrad gefahndet, das er möglicherweise benutzt hat.

Sabotage in mehreren Bundesländern

Die Taten konzentrierten sich auf Nordrhein-Westfalen, Brandenburg und zuletzt Sachsen. In allen drei Bundesländern wird noch Braunkohle abgebaut und verstromt. Am Freitag hatten Beamte in der Gevelsberger Wohnung des Tatverdächtigen Sprengstoff gefunden. Später stürmte ein Spezialeinsatzkommando in Niederzier am Tagebau Hambach einen Lastwagen, der anscheinend zu einem Wohnmobil umgebaut worden war. Der Gesuchte wurde aber nicht vorgefunden.

Hintergrund der Fahndung sind zwei Bekennerschreiben, die bei mehreren Medienhäusern eingingen und auch der Deutschen Presse-Agentur vorliegen. "Das Wissen, was offenbart wird in diesen Schreiben, das ist eindeutiges Täterwissen", sagte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU). Zum Motiv hatte Dobrindt gesagt, es handele sich sehr wahrscheinlich um "Klimaterrorismus" eines Einzeltäters. In einem Bekennerschreiben heißt es: "Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen ist ein Verbrechen."/ram/mhe/DP/stk



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