- Bei Razzien wurden zehn Verdächtige festgenommen.
- Rund 2.200 Beamte waren bundesweit im Einsatz.
- Vermögenswerte in Höhe von 106 Millionen Euro wurden eingefroren.
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Der Mann soll seit 2022 mit 22 weiteren Bandenmitgliedern "zum Zwecke der Gewinnmaximierung" zusammengearbeitet haben. Bislang richten sich die Ermittlungen gegen 23 Beschuldigte im Alter 31 bis 59, wie die federführende Staatsanwaltschaft mitteilte.
Bundesweit rund 2.200 Kräfte im Einsatz
Rund 2.200 Beamtinnen und Beamte von Zoll und Polizei waren im Einsatz. Aktionen gab es nach den Angaben in der Hauptstadt und in Hamburg sowie Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg. Mehr als 100 Wohnungen, Unterkünfte, Firmen und Hotels wurden insgesamt durchsucht. Unabhängig von den deutschen Behörden hat die österreichische Finanzpolizei ebenfalls in Hotels Prüfungen veranlasst, wie es hieß.
Nach den Ermittlungen soll die mutmaßliche Bande einer Vielzahl von Menschen aus Osteuropa, etwa aus der Ukraine und Georgien, untergebracht haben. Dabei sollen gefälschte Urkunden und Ausweise genutzt worden sein. Löhne und Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten sollen deutlich geringer gewesen sein als die der deutschen Kolleginnen und Kollegen.
Mehr als 100 Millionen Euro eingefroren
Scheinrechnungen, fingierte Anmeldungen bei Subunternehmen und hohe Bargeldbewegungen sollen die tatsächlichen Beschäftigungsverhältnisse verschleiert haben, so die Staatsanwaltschaft. Auf Anordnung des Berliner Amtsgerichts Tiergarten wurden demnach 50 Vermögensarreste in Höhe von insgesamt 106 Millionen Euro erlassen und entsprechende Vermögenswerte eingefroren.
Der Präsident der Bundespolizeidirektion Berlin, Carsten Glad, sprach von einem "Schlag gegen die mit Schleusungen verbundene banden- und gewerbsmäßige Arbeitsausbeutung". Die Chefin der Finanzkontrolle Schwarzarbeit, Constanze Voß, ergänzte: "Wir haben die Täter dort getroffen, wo es wehtut: beim Geld. Im Gebäudereinigungsgewerbe stellt der Zoll wiederholt illegale Netzwerke aus Schein- und Nachunternehmen fest, die auf ganze "Pools" von illegal beschäftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zugreifen."
Für die Ermittlungen wurde nach Angaben der Staatsanwaltschaft die gemeinsame Ermittlungsgruppe "Purgatio" zwischen der Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung Berlin und dem Hauptzollamt Berlin eingerichtet. Weitere Details der Ermittlungen wollen die beteiligten Behörden am Donnerstag (11.00 Uhr) nennen./mvk/DP/jha
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